Notfall-Funk

  • Hallo,


    ich wollte mal eure Meinung zum Thema Notfall-Funk hören.

    Ich selbst habe mir vor Jahren ein recht gutes Einsteiger-Set für Familie / Kinder / Urlaub zugelegt.

    Das Set besteht aus 3 PMR Funkgeräten mit jeweils 8 Kanälen.

    Die Qualität ist recht gut und die Reichweite bei ca. 2 Km in der Stadt.


    Jedoch weiß ich nicht, ob das ausreichend ist, sollte doch einmal die Kommunikation über längeren Zeitraum

    ausfallen. Aus diesem Grund habe ich mir auch noch ein etwas Besseres Gerät zugelegt.

    Das Kenwood TK-3701DE. Das Gerät hat eine sehr gute Bewertung und ist auch Outdoor zu gebrauchen,

    da das Gerät selbst auch Wasserfest ist.


    Ich selbst habe mich mit dem ganzen Thema nur am Rande befasst. Es gibt ja zahlreiche Standards.

    FreeNet, PMR, CB-Funk bis hin zum Funk-Amateur.


    Was mich jetzt interessieren würde ist, welche Standards Ihr empfehlen würdet.

    Kann man mit PMR / Freenet im Notfall auch Hilfe rufen ?

    Wird man von anderen gehört ?


    Oder sollte man man lieber ein Funk-Amateur Gerät holen und im Notfall die Grenzen

    überschreiten ?


    Und was ist mit CB-Funk ?


    Wie gesagt, ich habe da keine Ahnung und würde gern eure Meinung dazu hören ^^


  • Moin....früher habe ich CB Funk überall gehabt....aber die Zeit ging vorbei..


    Ich setzt für den wirklichen Notfall auch auf PMR und somit den Nahbereich.

    Mit allem anderen will ich mich eigentlich nicht befassen, CB Funke finde ich vielleicht noch im Keller....

  • Also ich selbst habe sowohl PMR alsauch CB. Auf nur PMR will ich mich nicht verlassen, da ist mir die Reichweite nicht genug. PMR halte ich gut um eine Gruppe in Kontakt zu halten in einem kleinen Gebiet bzw wenn man unterwegs ist irgendwohin und nicht weit von einander entfernt sich befindet.


    Das praktische ist, dass PMR Gerät fast über all sind: Spielzeuge für Kids (Walkie-Talkies), Babyphone, alle möglichen Handwerker haben vom Bau PMR Geräte etc Also die Wahrscheinlichkeit, dass jemand andere in der Gegen auch ein PMR Gerät hat, ist recht hoch.


    Aber eben die Reichweite scheint mir ein Problem zu sein, letzenendes, wenn nicht gerade hochqualitativ und überaus teuer, sind PMR Geräte eher nicht so zu empfehlen um Holfe von Außen zu finden, denn der den man erreichen würde ist vermutlich auch nur zwei Häuser weiter.


    Für Gruppenbewegung die sich nicht weit von einander trennt oder innerhalb eines Gebäudes sich befindet, dafür ist PMR bombenspitze! Habe ich auch als Erfahrung beim URBEX machen können. Richtig cool.


    Für Hilfegesuche oder Kontakt zur "Außenwelt" habe ich meine mobile PMR Quetsche, das Baby soll wohl auch mal 15km schaffen können. Ohne dass ich weiss wovon ich rede, aber es heisst immer wieder, dass in der Abschaltung von Kommunikation CB recht spät erfolgt, somit voraussichtlich am längsten verfügbar ist und am Zuverlässigsten. Aber hier ist alles hören-sagen und so. Keine Ahnung, aber das durfte ich des öfteren von Funkern hören die verschiedene Kommunikationsstandards nutzen.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Im Notfall verwende ich AMATEURFUNKGERÄTE (und NEIN keine Lizenz -> Ich weiß was ich tue).


    Mehrere Baofeng UV-9R Plus (2500 mAh) + 2 verschiedene Antennen (für mehr Reichweite).

    Radio/Lampe -> Wird beworben mit 8 Watt bis 10 Watt Leistung, meine Geräte haben aber

    nur ca. 7 Watt gebracht - getestet) und ist IP67 (gestestet).


    Kann man GUT Selber Programieren (Kabel auf USB kostet ca. 10 Euro) oder sich ein FERTIGES Image aus dem Internet downloaden (mit Frequenzen und Kanäle) Ich verwende HAUPTSÄCHLICH die PMR Frequnzen (HighPpower) also nicht mit der Spielzeug Sendeleistung von 0,5 Watt.


    Reichweite (je nach Antenne usw.) ca. 10 - 12 km (auch schon weiter).


    Wenn man mehrere Geräte hat kann man das sich selber eine Kanelliste erstellen (als Image speichern) und auf alle anderen Geräte klonen (kopieren) damit sind dann alle gleich.


    Kostet ca. 50 Euro (mit Akku gibt es jetzt auch mit 8000 mAh und Ladeschale...)

  • Ansonsten Meshtastic. Eine Möglichkeit in geschlossenen kreise ohne interner zu kommunizieren. Es funktioniert ähnlich wie cb nur dass das ganze über chatting geht. Geräte technisch gehen wir z.b von einem RasberryPi aus. Je nach gerät hat man auch gps und verschiedene Funktionen. Vorteile man kann nicht abgehört werden weil es ein geschlossenes Netzwerk ist. Jedes Gerät muss einzelnen eingebunden werden am hauptgerät. Das ist zum praktisch in Remote Areas also autark von allem oder in der Nachbarschaft um im Katastrophenfall mit ausgewählten Nachbarn so zu kommunizieren. Batterietechnisch auch sehr sparsam. Das ganze System isr eigentlich nicht teuer man muss sich reinfuchsen. Die haben auch ne Website da stehr alles was man wissen muss

  • So dann lass ich mal den ersten Beitrag hier zum Thema Funk. Wir nutzen PMR und 2 Meter geräte im verbund. Wir haben uns zusammen ein kleines Notfunksystem aufgebaut, über das wir in kontakt stehen können. Nutzen das auch so zum hobby. Das gute, es läuft mit Solar und hat ne gute reichweite, da es auf dem Berg steht. Im Notfall, muss ja nicht gleich der Untergang sein, sollte man eh die 3er Regel wissen. Notfunk PMR / 2 Meter /CB alle 30 min für 3 Min auf Kanal 3 Rufen und hören. Da gibts gute Bücher und Posts im Netz ( T-Day etc). So dann lese ich mal weiter, hier gibts soooooo vieles :)

  • Wichtig ist aus meiner Sicht gar nicht in erster Linie die Technologie. Ich nutze selbst PMR-Funkgeräte, welche innerhalb unseres Dorfes und der näheren ländlichen Umgebung erwiesenermaßen eine ausreichende Reichweite haben.

    Viel wichtiger ist es aus meiner Sicht, ausreichende Batterien und eine externe Lademöglichkeit vorzuhalten sowie insbesondere sämtliche Beteiligten, welche diese Geräte nutzen sollen im Vorfeld einzuweisen.

    Ich habe für jedes Funkgerät eine Sprechtafel im DIN-A4 Format vorbereitet, auf welcher genau
    1.) die zu nutzenden Kanäle und gegebenenfalls erforderliche Ausweichkanäle,

    2.) Decknamen für Personenbezeichnungen,

    3.) Decknamen für Orte und

    4.) Decknamen für bestimmte sonst zu verwenden Begriffe vorhanden sind. Außerdem bietet die Tafel eine Kurzinfo, wie das Funkgerät zu verwenden ist und

    5.) zu welchen genauen Zeiten und für welche Dauer die jeweiligen Kanäle abzuhören sind, damit Strom gespart wird.


    Im Krisenfall möchte ich damit die Funkstrecke zwischen unserem Haus und der Wohnung unserer Schwiegermutter sowie zum Feuerwehr-Gerätehaus überbrücken, wenn ich im Krisenfall vor Ort bin. Das Einsatzszenario ist bei mir ist also nicht eine kriegerische Auseinandersetzung sondern zunächst einmal ein Ausfall der Telekommunikationsinfrastruktur durch Stromausfall oder technische Fehler.