Prepper für eine Reportage gesucht

  • Ich glaube ich habe am Anfang die typischen Anfängerfehler gemacht und gedacht ich muss sofort möglichst viel von allem horten. Wenn man dann aber anfängt zu überlegen, dann kommt man darauf das Konserven nicht alles sind, man braucht auch Werkzeug und Wissen. Was bringt einen eine Konserve wenn man nicht weiß wie man sie aufbekommt, wenn man das passende Werkzeug hat muss man es auch anwenden können, wie mache ich das Essen dann warm? Und will ich immer nur das selbe essen? Was mache ich wenn ich keine Vorräte mehr habe?

    Also hab ich mich auf die Suche nach weiteren Wissen gemacht.....


    In der Pandemie hat es sich schon bezahlt gemacht. Während andere panisch versucht haben noch irgendwas zu bekommen konnte ich vieles als sowieso vorhandenen abharken. Ich musste nicht panisch von Laden zu Laden rennen um mich um Klopapier zu prügeln, ich konnte ruhig feststellen das es ausverkauft ist, ich aber noch genug für die nächste Zeit zuhause habe. Und so ging es auch mit vielen anderen Verbrauchsgütern. Meine Vorbereitung ist sicher heute noch nicht abgeschlossen und damals war sie es erst recht noch nicht, trotzdem war es beruhigend zu wissen das ich bestimmte Probleme und Mangel nicht habe und ich mich so auf die Sachen konzentrieren kann die mir fehlen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich einen kleinen Grundstock an Materialien für die wahrscheinlichsten Probleme angelegt, mit einer Pandemie hatte ich aber nicht gerechnet, deshalb fehlten mir einige spezifische Sachen. Da ich aber die Zeit hatte mich auf das wesentliche zu konzentrieren konnte ich den Hamsterern um gute 2 Wochen zuvor kommen.


    Meine Strategie ist weitestgehend die selbe geblieben. Ich erweitere mein Wissen und meine Ausrüstung, verbessere mich wenn ich meine Anfängerfehler sehe, vernetze mich mit anderen um Informationen und Wissen auszutauschen und lebe sonst ein ganz normales Leben. Ich habe keinen Bunker, ich habe kein Schwert um auf Zombiejagt zu gehen, ich plane auch keinen politischen Umsturz; aber ich kann bei einem winterlichen Stromausfall ruhig und sachlich reagieren, für Licht und Wärme sorgen und muss nicht sofort verhungern wenn der Pizzadienst nicht durchkommt.

  • aber ich kann bei einem winterlichen Stromausfall ruhig und sachlich reagieren, für Licht und Wärme sorgen und muss nicht sofort verhungern wenn der Pizzadienst nicht durchkommt.

    Ja, Stromausfall wäre auch das, auf das ich mich erstmal vorbereiten würde. Ich kenn das noch ganz gut aus der DDR und als ich „Blackout“ gelesen habe, ist mir wieder klar geworden, wie wahnsinnig viel da dran hängt, wenn der Strom mal länger als ein paar Stunden weg ist. Aber ich frage mich: auf was für eine Zeit stellt man sich ein? Man sagt ja immer so, dass man sich für zwei Wochen Vorräte anlegen sollte. Aber wenn mal der Strom wirklich für zwei Wochen weg sein sollte, sind Welt und Gesellschaft danach so am Arsch, dass man locker noch für zwei weitere Monate Wiederaufbau Vorräte bräuchte. Krisen verschwinden ja nicht so plötzlich, wie sie auftauchen. Will sagen: auf was für eine Zeit sollte man sich vorbereiten? Bzw. ab welcher Dauer macht es dann auch keinen Sinn mehr?

  • Vorbereitung ist immer ein "Work in progress", sie ist nie abgeschlossen. Es gibt auch kein Allgemeinrezept, sondern du musst deine Vorbereitung an deine Lebensumstände anpassen. Auf der Alm treffen dich andere Umstände als in der Einzimmer Stadtwohnung. Bist du allein oder in der Familie oder in der Dorfgemeinschaft? Hast du Krankheiten die du beachten musst? Bist du mobil? Deshalb kann man auch nicht sagen "Ich habe Vorräte für X Wochen, mir kann nichts passieren." Was bringt dir ein Keller voller Lebensmittel wenn du vor Hochwasser evakuiert wirst? Deshalb kannst nur du allein diese Frage für dich beantworten nachdem du deine Persönlichen Lebensumstände analysiert hast und dabei auch die Gefahren deines Umfeldes mit einbezogen hast.


    Wir hören in Mitteleuropa sind relativ gut abgesichert und auch recht gut von Krieg verschont geblieben. Corona war vor allem wegen der fehlenden Information und dem daraus resultierenden unsicheren Handeln eine Krise. Die meisten Ereignisse der letzten Jahre waren bei uns nicht besonders ernst. Natürlich sind Krieg und Blackout nie ganz auszuschließen, aber fang einfach klein an,dann hast du schon das meiste, wenn du dich dan steigerst hältst du länger durch. Vermeide aber dich zu sehr reinzusteigern und sei dir bewusst das es keinen 100%igen Schutz gibt und du auch niemals alles absichern kannst. Aber je exotischer das Szenario, desto unwahrscheinlicher der Eintritt.


    Wenn ich dir also eine Zahl nennen würde wie viel du bevorraten solltest, dann ist die weder in irgendeiner Form fundiert noch auf dein Umstände angepasst. Das wäre nur eine trügerisch Sicherheit. Tatsächlich entsteht Sicherheit aber nur aus dem Wissen, und das entsteht nur wenn du dich mit dem Thema befasst.

  • Ich rieche GEZ, natürlich wird kein kompetenter sich dort melden um in den Dreck gezogen zu werden...

    :D nun weiss ich wieso die mich/uns anfragen

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