Krisensicheres Fahrzeug (BOV)

  • @ koa heaven

    Mit Nahbereich meinte ich den Vergleich zum Diesel mit Kanistern und 3.000 km Reichweite.


    @ taboe

    Mag sein das ich mich irre, aber so richtige Argumente pro Plugin Hybrid habe ich gar keine gelesen.

                                                                            Si VIS PACEM PARA BELLUM

  • ein dazu passendes video gefunden. vieleicht auch als notstromer

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  • Sind da nicht normalerweise Leitplanken oder sogar Schallschutzwände die eine "Flucht" von der Autobahn verhindern?

    ...meistens.....um es ganz genau zu erzählen, es war 2000 auf der A9 Nähe Hof, nachdem nach rund einer Stunde klar war, hier passiert nix mehr due nächsten Stunden, bin ich den Randstreifen entlang gelaufen, und hab naach rund 300 m einen Stelle gefunden, wo nur eine Böschung war. Vorher hatte wir hinter dem anliegendem Feld ab zu Autos fahren sehen.


    Dann bin über den Randstreifen davor gefahren, durch den Graben und Böschung mit Schneewehen, über das verschneite Feld, auf einen Feldweg und dann auf die Landstraße...

  • Darf ich hier nochmal kurz zwischenschieben zu der Diesel/Benzin/Elektro-Debatte?


    Realistischerweise haben wir in den meisten Krisen noch Strom, bei einem Blackout natürlich nicht und selbst bei einem Kriegszustand hätten wir einiges an Strom an unterschiedlichen Quellen. Einerseits ist klar, je multifunktionaler ein Werkzeug ist (auch ein BOV) desto besser und doch treten Krisen in denen bundesweite Stromausfälle stattfinden recht selten auf. Doch genauso kann man auch beim Diesel oder Benziner argumentieren: Der Sprit muss irgendwo vorhanden (und abgebbar) sein. Auch wenn nach meiner Einschätzung E-Autos dennoch eher suboptimal sind durch deutlich mehr Anfälligkeiten im Elektronikbereich die nunmal nicht jeder hans und Franz einfachso repaieren kann, anders als bei Benziners oder Diesel wo man wenn man nicht zwei Linke Hände hat doch rausfuchsen kann was zu tun ist, so ist das "Spritproblem" bei beiden ähnlich. Eigentlich sogar beim Benziner schlimmer, denn geschlossene Tanken wegen Rohölproblemen/Embargos etc schätze ich mit einer höheren Eintreffwahrscheinlichkeit ein, als einen bundesweten Stromausfall. Aber hier ist das auch min-maxing, beides kann. Wieso dann nicht einen Hybriden? :)


    Da ich mich mit E-Autos nicht auskenne bin ich überrascht über die Aussage "Eine Haushaltssteckdose reicht aus" - hat man dafür dann Zwischenstecker und Wandler von Haushaltsstrom zu welchespannungauchimmer das E-Auto braucht?

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Allerdings würde ich keinen "normalen" Hybrid empfehlen, der durch den Verbrennermotor die Fahrbatterie (ja ich weiß, es ist ein Akku, weil auf- und entladebar) läd, sondern einen PHEV (Plugin Hybrid Electric Vehicle) weil der eben auch über einen Stecker (Plug) aufgeladen werden kann.

    Diese Fahrzeuge haben dann auch eine höhere rein eliktrische Reichweite als ein "normaler" Hybrid.


    Um an einer Haushaltssteckdose (Schukosteckdose) Laden zu können benötigt man ein Typ 2 Schuko Ladekabel. Aufgrund der Form der Steuereinheit werden diese Kabel auch liebevoll "Ziegelstein" genannt.

    Allerdings wird wohl von einer dauerhaften Nutzung dieser Lademöglichkeit abgeraten, aber gerade in einer Kriesensituation ist die Möglichkeit an jeder Steckdose zu laden sehr nützlich.

    Im Notfall kann man dann auch an einer ausreichend dimensionierten Powerstation oder einem Stromgenerator laden.

    Wobei wenn man Treibstoff für einen Generator hat, ist es fraglich, ob den nicht direkt in den Verbrenner schüttet.


    Generell bietet ein Auto ja auch serienmäßig einiges was für eine Krise nützlich ist:

    -Kleiner beheizbarer Raum

    -Batterieradio

    -Auflademöglichkeit (zB Handy oder Powerbank)

  • Da ich mich mit E-Autos nicht auskenne bin ich überrascht über die Aussage "Eine Haushaltssteckdose reicht aus" - hat man dafür dann Zwischenstecker und Wandler von Haushaltsstrom zu welchespannungauchimmer das E-Auto braucht?

    Das Problem sind ja nicht nur die Lademöglichkeiten an sich, sondern vorallem die lange Ladedauer.


    Nachtanken mit Diesel aus Kanistern - 5 min für 60l ergo 1000 km Reichweite


    Nachtanken Elektro über Haushaltsdose mit üblichen 2,3 kW Ladestrom 230V 1 Phase - je nach Batterietyp, Ladezustand und Themperaturen bis zu 15 - 20 Std. (kleine vollelektrische) bzw 8 bis 12 Std. Plug in Hybride.


    Wer die Zeit auf der Flucht hat bzw. einplanen möchte und wer die Abhängigkeit von Ladeinfrastruktur UND den Zugang dazu für sich akzeptiert, bitte.


    Fakt ist, Diesel kannst du Lagern, tausende Liter für riesige Reichweiten. Strom kannst du (in ausreichender Menge) nur theoretisch lagern.

                                                                            Si VIS PACEM PARA BELLUM

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  • Im Notfall kann man dann auch an einer ausreichend dimensionierten Powerstation oder einem Stromgenerator laden.

    Wobei wenn man Treibstoff für einen Generator hat, ist es fraglich, ob den nicht direkt in den Verbrenner schüttet.

    Wie groß soll die Powerstation bitte sein? Und, die musst du vorher ja auch aufladen, wobei Umspannungsverluste entstehen, die erneut entstehen, wenn du von einer (theoretisch ausreichend riiiieeeessigen) Powerstation aus einen Plug In Hybriden lädst. Da die Powerstation ja Wechselrichten auf 230V AC und minimum 2.300 W (übliches Minimum zum Laden eine Fahrzeug Akku) muss und das Ladegerät des KFZ, ja wieder umrichtet auf DC entsprechend der Lade V der verbauten Batterie.


    Mit dem Generator laden ist nur extrem begrenzt möglich.

    Leistungsstarke Baugeneratoren zerballern dir die Ladeelektronik des KFZ oder es funktioniert auf Grund des "unsauberen" Rechteck-Sinus" gar nicht erst.

    Du kannst natürlich mit einem Invertergenerator laden. Zumindest dann, wenn du etliche tausend Euro in einen mit einer Ausgangs-Leistung deutlich größer als 2,3 kW Ladestrom investierst. Das ginge. Dabei entstehen dir aber noch mehr Verluste. Einmal durch die Umwandlung der mechanischen Energie in elektrischen Strom ansich. Dann durch das Wechselrichen in einen sauberen Sinus und dann nochmal durch das Umrichten in DC vom Laderegler im Auto.


    Also ja, geht. Macht es Sinn? Null. Dauert es immer noch brutal lange im Vergleich zum Tanken aus Kanistern? Ja.


    Und wie gesagt, das Thema bezieht sich ja auf ein BOV. Also im weitesten Sinne auf ein Fluchtfahrzeug und nicht auf ein Fahrzeug, was man in einer langanhaltenden Dauerkrise über Jahre im Nahbereich möglichst vielseitig fahren/betreiben kann.

                                                                            Si VIS PACEM PARA BELLUM

  • Ich bin auch der Meinung, Diesel / Benzin kann man selbst lagern, bei Strom sieht es ungünstiger aus. Auch mitnehmen kann man Flüssigkeit besser als Strom.

    Und ja, Zapfen an anderen Fahrzeugen geht auch besser.