Sind wir 'Krisenmüde' geworden?

  • Ich stelle es ja an mir selber fest - aus Resilienz-Gründen schaut man nicht mehr so intensiv auf die Nachrichten, wir haben das ja auch schon im Forum hier und da angerissen.


    Kriege hier und da, die immer neu befeuert werden. Frage ich die KI, wie die Wahrscheinlichkeit für einen Krieg in Kuba ist - weiterhin unwahrscheinlich. Taiwan, Süd-Korea etc - ja irgendwann kann ich es dann auch nicht mehr Hören und Sehen.


    Ebola im Kongo ist laut der WHO längst nicht mehr unter Kontrolle, da aber gleichzeitig auch durch die notwendigen aktuellen Einsparungen gerade diese Regionen dann noch härter getroffen werden, sollte man immer auf dem Schirm haben das die Krankheit auch hierhin schwappen kann. Das Risiko ist aktuell aber noch sehr gering.


    Straße von Hormus - Ständiges Stop & Go - somit kein Ende der aktuellen Teuerungsrate in Sicht


    ...und siehe da - laut Google gibt es eine Langzeitstudie 'Die Ängste der Deutschen', die besagt das sich Resignation und ein Gewöhnungseffekt an den Dauerzustand aus Unsicherheiten eingestellt hat.


    Das Problem dabei, wenn ich zulasse den Überblick zu verlieren - verliere ich auch automatisch die Möglichkeit, möglichst optimal auf Krisen vorbereitet zu sein...

    Si vis pacem - para pacem

  • die Entwickung find ich sehr gesund

    also nicht ständig hinterherhecheln, was irgendwer irgendwo postet

    in Sachen Weltuntergang und so

    sondern das seinige tun oder getan haben und pflegen

    und sich ansonsten freuen am Leben, jeden Tag

    jeden Tag dankbar sein irgendwie, der Natur gegenüber oder sonstwem

    ich übe mich im Vertrauen, im Fall des Falles das Richtige zu tun, intuitiv

    und das zählt für mich

    neben Vorräten, Ausrüstung, Kenntnissen

  • Das empfinde ich ähnlich.


    Was mich inzwischen ermüdet, ist weniger die Krise selbst als die permanente Vermarktung der Krise. In den klassischen Medien wie auch in manchen alternativen Kanälen habe ich oft das Gefühl, dass Angst zu einem Geschäftsmodell geworden ist. Auf Dauer fühlt man sich wie ein Spielball, der zwischen verschiedenen Narrativen hin- und hergeschlagen wird.


    Trotzdem hat Kannix für mich einen wichtigen Punkt: Wenn man sich komplett ausklinkt, läuft man Gefahr, echte Entwicklungen zu übersehen.

  • Müde nicht.. aber nicht mehr so auf Medien. Da gibt es so viel Fake, ich pfeife drauf. Ich bin vorbereitet und wenn’s knallt, dann knallt es halt und ich mache das Beste draus

  • Ich gebe nicht mehr viel auf die Medien. Ich habe mein Ziel mich so weit Vorzubereiten wie ich das eben kann aber dafür brauche ich keine Panik Youtuber oder schwarzmalereien. ich bereite mich so weit vor wie ich eben in der LAge bin. Ich sehe mich auch nicht als Doomsday Prepper. Wenn man einigen der Youtuber zu hört könnte man fast glauben es hilft nur noch sich einen Bunker zu bauen und sich einzugraben. Ich will vorbereitet sein, ich will auch bei längeren Krisen handlungsfähig bleiben aber ich weigere mich mein Leben in permanenter Panik und Angst zu verbringen.

  • Absolut - bin ich bei dir, ein feines Fass geöffnet an Thema.


    Ich bin schon seit Jahren nicht mehr so auf diesem "oh noch eine Krise" geschweigedenn emotional überhaupt empfindlich für Krisen. Sie geschehen, das ist nunmal so und sie werden weiterhin geschehen, auch das ist nunmal so. Besondern wir Prepper, wer wenn nicht wir, wissen, dass Krisen allgegenwärtig sind - von Kleinkram zu Krieg, durchgehen, jederzeit und immer und überall.


    Da ist es nur verständlich, wenn man robusten Verstandes ist, dass man nicht in einem Loch von "oh alles ist böse und wir werden sterben" landet, sondern eher bei "Ah, okay, noch eine Krise - super, läuft, wer hat das wieder verkackt? An welcher Stellschraube wird es dieses mal teurer? Ah, ja okay, bin vorbereitet."

    Ganz besonders doll finde ich, dass die meisten Krisen in einer einzigen Sache sich einig sind:
    Es wird teurer, für die Normies (also uns). Völlig egal ob Ukraine, Hormus, ein Virus, China oder Elon Musk - Egal welche Krise, es gibt immer nur ein Symptom das bei JEDER Krise deutlich wird: Wir müssen mehr Kaufkraft abdrücken. Aber ja nur wir, und parallel landet das in Taschen von Menschen die sowieso bereits zu viel haben. Wie soll man da nicht irgendwann nur noch ein müdes Schulterzucken über haben für "die nächste Krise" weil man weiss, dass es für die große Masse nur eine einzgie Auswirkung hat: Irgendwas wird wieder mehr kosten als vorher.


    Bei mir merke ich, dass ich keine Lust mehr auf You Tuber habe, die schon seit Jahren den "baldigen Weltuntergang" ankündigen.

    Meine lieben Medienbekannten Kollegen sind da sehr fleißig, wahrlich, und es funktioniert - genau so funktioniert die moderne Zeit des "Jeder selbst ist ein Einflussnehmer auf die Welt, wenn genug drastischer und extremer Inhalt verfügbar gemacht wird". Die sind schlau, die haben Aufrichtigkeit über Bord geworfen und nehmen stattdessen Geld ein.


    [...] Ich bin vorbereitet und wenn’s knallt, dann knallt es halt und ich mache das Beste draus

    Ja, genau so sieht es aus. Irgendwann, wenn man wirklich Prepper ist und nicht nur einem Trend folgt, hat man das beste aus seinen Vorkehrungen gemacht und ist auf vieles vorbereitet. Irgendwann kann man nicht mehr tun als man schon tut und das was man tut oder bereits erledigt hat, steigert das Übeleben in vielerlei Situationen. Damit kommt auch eine gewisse Ruhe, es gibt nur noch weniges das wirklich Probleme bereiten könnte und vermutlich nur sowas was man eh nicht mehr beeifnlussen kann, weil es außerhalb der eigenen Möglichkeiten liegt.


    Ich selbst bin in an einem Punkt wo es wirken mag wie "Ach ist dem auch egal" aber so ungefähr ist es auch. Auf den Laufenden bleiben, als Nebeninformation verwerten, weiterhin Preppen wie gewohnt. Ob nun Virus A oder Virus B - Masken, Desinfektionsmittel, Medikamente etc sind vorhaden. Ob nun Lebensmittel A oder B teurer wird, Prepps sind vorhanden. Ob nun Statistik A oder B sich verändert - muss man halt mehr Geld vedienen.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • alles wird teurer? Nu ja, wenn was teurer wird interessiert mich das nur in Hinsicht Diesel.....

    alles andere kann ich abpuffern.... Eier vom Nachbarn, Linsen aus Eigenbau, Löwenzahn Girsch, Brennesseln und so weiter als Salat

    Konserven gibts inzwischen einige für Fisch und so....

    gut, jetzt wirds Sommer, Kirschen als Frühstück liegen nahe und so :-))))

  • und ehrlich,

    ich begreife es inzwischen als Psychohygiene, also etwas, um seelisch und mental gesund zu sein und zu bleiben

    dass ich auf manche yt- Videos pfeife

    denn ich muss meinen Geist nicht mit allem füttern was irgendwo präsent ist

    und falls es etwas gibt, auf das ich sozusagen nicht vorbereitet bin, so gehe ich in die Tiefe meiner Seele

    und vertraue mich ihrem Wissen an

    das weit tiefer geht als alles was wir verstandesmässig je zu lernen bekommen in der Schule und so

    manche nennen es Instinkt

    ist mir auch recht

    sowas halt......