Hallo zusammen,
beim Lesen von Thomas Gast und seinen Empfehlungen zu mehreren Monaten Vorrat habe ich mich irgendwann gefragt:
Was bedeuten eigentlich 3 Monate Vorrat für einen Haushalt mit 3 Personen?
Ich hatte darauf keine gute Antwort. Die Aufgabe wirkte riesig.
Überall liest man von 3 Monaten, 6 Monaten oder sogar einem Jahr Vorrat. Aber ich konnte überhaupt nicht einschätzen, ob wir davon meilenweit entfernt waren oder vielleicht schon näher dran als gedacht.
Also begann ich, die Sache einmal genauer zu berechnen.
Dabei stellte ich schnell fest, dass die Frage komplizierter ist, als einfach nur Dosen, Reis oder Wasser zu zählen.
Was ist eigentlich der relevante Maßstab?
Kalorien?
Eiweiß?
Wasser?
Kochenergie?
Haltbarkeit?
Für sich genommen sagen diese Werte wenig aus. Entscheidend ist doch, wie lange ein Haushalt unter Berücksichtigung all dieser Faktoren tatsächlich durchhält.
Aus dieser Frage heraus habe ich begonnen, für den Eigengebrauch ein kleines Werkzeug zu entwickeln.
Mir ist völlig bewusst, dass ich nicht der Erste bin, der digitale Lösungen für Vorratshaltung ausprobiert. Ich habe hier im Forum auch ältere Diskussionen über Papierlisten, Excel, Grocy, Smart Inventory und andere Ansätze gelesen. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass es einen Versuch wert sein könnte.
Für mich waren dabei einige Punkte wichtig:
keine Cloud
keine Registrierung
keine Datensammlung
vollständige Offline-Nutzung
alle Daten bleiben auf dem eigenen Gerät
Export und Import per Datei möglich
druckbare Inventarliste als Fallback
In den letzten Wochen nutze ich die Anwendung täglich mit meinem echten Haushalt.
Kein spezieller Testvorrat.
Keine künstlichen Daten.
Nur das, was tatsächlich im Kühlschrank und im Vorratsraum steht.
Das Interessante dabei war:
Mein größtes Problem war nicht die Menge der Lebensmittel.
Mein größtes Problem war zu wissen:
was bereits geöffnet wurde;
was bald verbraucht werden sollte;
was ersetzt werden muss;
und wie lange der vorhandene Vorrat tatsächlich reicht.
Nach einigen Tagen wurde das Werkzeug für mich fast mehr zu einem Rotations- und Übersichtswerkzeug als zu einem reinen „Reichweitenrechner“.
Aktuell berücksichtigt es unter anderem:
Kalorien
Eiweiß
Trinkwasser
potenziell aufbereitbares Wasser (Filter, Chlortabletten usw.)
Kochenergie
geöffnete Produkte
Haltbarkeit
Vorratsrotation
Screenshot 1: Beispiel einer berechneten Haushaltsreichweite mit aktuellem Engpass.
Screenshot 2: Bestandsverwaltung und Vorratsrotation im Alltag.
Die Anwendung befindet sich aktuell noch in der Beta-Phase.
Wer sie selbst ausprobieren möchte:
Tenir
Mich interessieren vor allem ehrliche Rückmeldungen von Leuten, die bereits Vorräte führen:
Ist die Grundidee überhaupt sinnvoll?
Welche Informationen fehlen euch?
Welche Funktionen würdet ihr persönlich nutzen?
Wie beantwortet ihr heute die Frage, ob euer Vorratsziel tatsächlich erreicht ist?
Ich freue mich auf eure Meinungen und eure Kritik.
Eric
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