Kriesensichererunge Währung: SILBER!

  • Wenn man sich für Edelmetalle entscheidet, sollte man diese doch in physischer Form haben, oder?

    Zugriffsmöglichkeit ohne eine weitere Person bzw ohne Strom wäre doch auch ein Vorteil, nicht wahr?


    Nachtrag:

    Da war ich wohl zu langsam und es hat sich eine Überschneidung mit dem Vorbeitrag ergeben.

  • Wenn man sich für Edelmetalle entscheidet, sollte man diese doch in physischer Form haben, oder?

    Zugriffsmöglichkeit ohne eine weitere Person bzw ohne Strom wäre doch auch ein Vorteil, nicht wahr?


    Nachtrag:

    Da war ich wohl zu langsam und es hat sich eine Überschneidung mit dem Vorbeitrag ergeben.

    Je nach Ziel. Ich halte Edelmetalle für unnötig als Währung in einer Krise. Ich persönliche handele Aktien und so unter anderem Silber. Schadet ja nicht sein Geld zu vermehren.

    Aber du hast Recht, wenn als Krisenwährung, dann bitte vor Ort :D

    "All the places I've been and things I've seen

    A million stories that made up a million shattered dreams

    The faces of people I'll never see again

    And I can't seem to find my way home"

    ~Far from home by Five Finger Death Punch

  • Hm, ich lehne mich jetzt mal dumm aus dem Fenster und frage folgendes:


    In einer extremen Krise:


    Jemand möchte Nahrungsmittel von dir und bietet dir dafür zum Tausch Edelmetalle an.

    Ein anderer möchte ebenfalls Nahrungsmittel von dir und bietet dir Antiseptika, Antibiotika und/oder Schmerzmittel dafür an.


    Auf was würdest du eher als Tausch eingehen?


    (Versteht die Frage bitte nicht als Provokation oder ähnliches.)

  • Das kommt auf Art und voraussichtliche Dauer der Krise an und von meinem Bedarf.


    Wenn ich selbst mit Medikamenten gut ausgestattet bin, wären für mich Edelmetalle interessanter.

    Wenn die Krise eine Überschwemmung, Schneechaos, begrenzter Stromausfall oder soetwas ist, wären für mich auch Edelmetalle interessanter.

    Wenn eine Krise großflächiger und/oder langandauernder ist, werden Medikamente interessanter.

  • platin ist ganz was böses, es wird in der industrie kaum gebraucht

    Industriell interessanter sind die Platin-Nebenmetalle:


    Rhodium [Rh] wird zur galvanischen Veredelung von Silber- bzw. Weißgoldschmuck, generell zur Oberflächenveredelung eingesetzt;

    Palladium [Pd] Schmuck aus dem Reinmetall, Legierungsbestandteil von Platin und Weißgold im Schmuckbereich, ausserdem in Katalysatoren;

    Iridium [Ir] Bestandteil von Zahngold, ausserdem wird es Platin-Legierungen zugegeben;

    Osmium [Os];

    Ruthenium [Ru], ebenfalls in geringen Mengen in Platin-Legierungen enthalten.


    Grundsätzlich ist Silber aktuell aber zu teuer, ebenso wie Gold. Silber wird, genauso wie bei der letzten Silber-Hausse 2011, tendenziell auch wieder günstiger werden.


    Ich hab hier einen 100 Gramm Barren, der kostete damals 28 DM... zugegeben, da kostete das Gramm Feingold auch nur 18 DM Darauf 'nen Kaffee!

    Si vis pacem, prepper pro bellum. © by: Rainer Meyer

  • Grundsätzlich ist Silber aktuell aber zu teuer, ebenso wie Gold. Silber wird, genauso wie bei der letzten Silber-Hausse 2011, tendenziell auch wieder günstiger werden.

    Wobei bei Silber eventuell zu erwähnen ist, das es in physischer Form zur Zeit viel bei Photovoltaik und E-Autos benötigt wird.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, ist der derzeitige "Verbrauch" von physischem Silber höher als die jetzige Fördermenge.

  • Das ist richtig, aber nicht der Grund für die derzeitige Hausse - die kommt von der Börsenspekulation mit Papier-Silber.

    Si vis pacem, prepper pro bellum. © by: Rainer Meyer

  • Kurz mal zum Einwand mit den Papiermetallen, also Aktienanteile:


    Ja, in einer Krise kann es, genau wie beim physischen Edelmetall, dazu kommen, dass eine Auszahlung in FIAT schwieriger wird. Ob nun physisches Edelmetall in der Hand zum Tauschen abgelehnt wird oder Aktienanteile oder Futures - beides hat ähnliche Probleme.


    Erinnern wir uns an Vor-Ukraine-Konflikt Zeiten in denen, ich denke mich zu entsinnen Rosatom oder Gasprom Aktien oder so nicht mehr ausgezahlt werden konnten wärend der Wert drastisch durchgehend sank. Anleger mussten zuschauen, machtlos, wie ihre Anlagen wertlos wurden. Auszahlungsstopps/Konversionsstopps können jederzeit geschehen. Dann sitzt man in einer Krise da mit X Anteilen die völlig wertlos isnd, weil keine Auszahlung in FIAT stattfinden kann (Weil z.B: durch die Börse oder Regierungen gesperrt) Wie gesagt, wir haben vor, ich glaube, erst drei Jahren erlebt wie die Börse dicht macht mit einigen Russischen Ressourcen und Aktien. bei einer Edelmetallverknappung, insbesondere kombiniert mit geopolitischen Spannung zu solchen Ressourcen, kann das genau so mit Edelmetallaktien geschehen.


    Aber da wir nicht nur vom Absoluten "TAG X" reden ist Aktiensilber deutlich weiser, da gibt es weniger Abzwacken durch Händlermargen. Seriöse Platformen für Aktiengeschäfte sind da sehr fair und nehmen nur einen Brotkrumen, sodass die Wertsteigerung sich fast 1zu1 in FIAT rechnen lässt (wobei da noch abschließend nochmal 19% Mehrwertsteuer runterkommen ). Mit Aktien handeln, also Edelmetalle "auf Papier kaufen" ist durchaus sinnvoll als Anlage für ein paar Jahre, im besten Fall Jahrzehnte. Das gibt sehr leckere Renditen für z.B. irgendwann Anzahlung eines Hauses oder andere größere Anschaffungen. So richtig verneinen würde ich solche Aktiengeschäfte nicht.


    Hat beides seine Gefahren. Edelmetalle in physischer Form sind super für den absolutesten Tag X, weil dann niemand Papieraktien tauscht, sondern eher Physische Werte. Aber solange dieser absoluteste Tag X nicht eintrifft sind physische Edelmetalle im Nachteil, weil die Händlermargen beim Einkauf und Verkauf höher sind als bei Aktien.


    Außer Anlegergold, das kommt daher ohne Mehrwertsteuer, daher sehr geringe Händlermargen von 1-5% bei EIn- und nochmal Verkauf. Also worst case gibt man 5% mehr aus bei physischem Anlegergold und nach 10 Jahren hat man da locker mal 100% Wertsteigerung und gibt nochmal, bei schlechten Händlern oder sehr kleinen mengen, 5% ab. Sind immernoch über 90% Wertsteigerung und 90% mehr FIAT. So grob durchgegangen.

    Wer das nötige Kleingeld hat, dem empfehle ich zweigleisig zu fahren:

    1. Aktiengeschäfte (hier braucht es aber Feingefühl und viel Verständnis und Aufmerksamkeit - je nachdem was gehandelt wird. Von Weizen, über Unternehmensanteile, ETF's (viele unterschiedliche Aktien zusammengelegt in einem "Paket"), oder Spekulationen auf neue kleinere Unternehmen oder größe Dauerrenner. Auch hier fährt es sich mit Edelmetallen am sichersten, aber nie risikolos.


    2. Physische Edelmetalle: Anlegergold, es ist Umsatzsteuerfrei sowohl beim An- alsauch bei verkauf udn weist die stabilste Wertsteigerung auf. Silber hingegen wird besteuert, wenn auch durchgehend steigend im Wert - hier sind die Gewinnmargen geringer, weil die Händlermargen recht groß sind. Kannste genauso 10 Jahre liegen lassen und dann zum Händler bringen. Alles unter 10.000 Euro wird sogar anonym gehandelt, alles darüber wird abgeglichen zweck Geldwäschevermeidung (nicht die Mengen an Gold die man hat oder verkauft, die Summe an sich im Abgleich zur Person, ob es hier häufig solche größeren Summen gab die abseits geflossen sind). Was man mit Anlegergold jedoch nicht darf, ist regelmäßigen Handel betreiben. Man kann jeden Monat ein paar g's einkaufen um sie gebündelt 10-20 Jahre später zu verkaufen, sobald aber die Verkäufe ebenfalls regelmäßig stattfinden wird das als gewerbliche Aktivität gewertet. 1 Jahr muss es gelagert werden um Mehrwertsteuerfrei zu sein, führt zwar keiner Buch d'rüber, aber das ist die Regel.


    Viel Erfolg Das gefällt mir!

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.