Man muss halt schon sagen, dass einige private Medien (bzw. all die "inoffiziellen Medien") schon seit Jahren KI-generierte Inhalte verwenden bzw. wissentlich falsche Inhalte verbreiten. Dass es nun einen staatlichen Anbieter trifft war abzusehen. Wenigstens wird was dagegen getan.
Beiträge von MeerMann
-
-
Alles anzeigen
Kann ich mich 100% anschließen, der von dir hier zusammengestellten Definition auf Basis von Saurugg!
Besonders das Kriterium Ausdehnung und der Massstab in dem Gedacht wird zusammen mit dem Kriterium "Keine Hilfe von Außen" (würde es wenig oder verzögerte Hilfe von Außen nennen, ist im Grund aber Haarspalterei).
Vor dem Hintergrund sehe ich "das Berlinb-Ereignis" tatsächlkich als "gewöhnlichen Stromausfall" an. AUch unter berücksichtigung der Dauer udn der Ursache. Besonders die Ausdehung war nicht im Ansatz gegeben und Hilfe von Außen gab es ohne Ende (glücklicherweise).
Das ist eben die entscheidene Frage. Im Alltag wird es schon schwerer eine Großzahl von Patienten zu behandeln und zu transportieren, unser System ist am Limit. Irgendwo ist der Punkt, nach dem keine Hilfe mehr kommen wird, da alle Kapazitäten vor Ort gebraucht werden (und auch vor Ort sind nicht 100% der geplanten Einheiten verfügbar). Wo dieser Punkt liegt ist Spekulation, dass ganze zu erleben hoffe ich nicht.
-
Waschlappen, Schüssel Wasser und Seife sind als Grundausstattung nach meiner Meinung ausreichend.
Im Notfall kann man sich mit dem Wasser waschen, in dem man vorher die Nudeln gekocht hat, nach der Körperpflege kann man es dann noch in den Spülkasten der Toilette schütten.
In meinem Vorrat habe ich auch noch Feuchttücher und Trockenshampoo.
Definitiv. Desinfektionsmittel kann auch gerne dazukommen, allerdings ist hier halt wichtig zu unterscheiden nach "Was will ich desinfizieren ?" (Weil Desinfektionsmittel immer verschiedene Wirkbereiche haben) und "Wie will ich desinfizieren ?" (Einfach aufsprühen reicht selten, da meistens Reibung notwendig ist um die Zellmembran der Erreger aufzubrechen). Wundesinfektionsmittel (Octenisept o.Ä) würde ich immer daheim haben (auch unabhängig von einer Krise).
-
Alles anzeigen
Danke, genauso habe ich dies immer gesehen, da ich Herbert Saurugg schon sehr lange verfolge.
In der Öffentlichkeit wird, auch von den Medien, schon beim kleinsten Stromausfall, von einem Blackout gesprochen. Und nicht zuletzt dadurch, wird meiner Meinung nach, auch vielen Menschen die Angst vor einem " richtigen" Blackout genommen. Weil sie ja sehen, man kann in Nachbar Orten noch einkaufen, tanken, es kommt Hilfe aus der näheren Umgebung, Evakuierungen laufen evtl. in nicht betroffene , nahe Gebiete...
Vielleicht ist es ja auch so gewollt, das Menschen so denken, und sich nicht mit der Tragweite eines " richtigen" Blackout zu befassen.
Vor Jahren habe ich schon einmal beim BKK 20 Heftchen zur Krisenvorsorge bestellt, und nach 2 Wochen bekommen, und an Nachbarn verteilt. Nun habe ich schon vor längerer Zeit ( 2-3 Monaten) erneut die neuere Heftchen bestellt,. Es folgt keinerlei Reaktion. Auf ihrer Internetseite schreiben sie von Überlastung. Ich habe letzte Woche erneut bestellt und warte...
.. vielleicht bin ich ein Verschwörer, aber so wie die 2 oberen Beispiele, kommen mir immer mehr Dinge außergewöhnlich ( und auch teilweise dumm von staatlichen Stellen , oder "gewollt " dumm ) vor. Ob da wirklich bestimmte Ziele dahinter stecken oder nicht sei dahin gestellt, jedoch ist es nicht zielführend ( wenn auch für den Großteil der Bevölkerung natürlich beruhigend) um krisensicher zu werden...
Ich hab auch drei Monate gewartet, hatte dazu noch Fachmagazine dort bestellt, die haben auch zwei Monate gebraucht. Ich glaube auch, dass das BBK die Nachfrage unterschätzt hat. Ist ja eigentlich sehr gut zu wissen, dass immer mehr Menschen sich damit befassen.
-
Einleitung:
In unserer Umfrage [1] geben 61% der Teilnehmenden an, einen Blackout für realistisch zu halten (N=18 Teilnehmende). Sowohl das Ereignis auf der iberischen Halbinsel letzen Jahres, als auch die Stromausfälle in Berlin zeigen ja, dass das Stromnetz angreifbar und verletzlich ist und auch hier in Deutschland ein solches Szenario grundsätzlich realistisch ist. Ich möchte euch hier eine Übersicht darüber geben, welche Kriterien und Dimensionen einen Blackout ausmachen bzw. wie sich dieser zu normalen Stromausfällen und Brownouts abgrenzt. Ich möchte hier nicht die anderen Threads zu dem Thema ersetzen, sondern mich primär auf die Definition fokussieren. Ich werde nicht explizit jede Definition nennen und vergleich, sondern einen Überblick mit Nachschlagmöglichkeiten bieten.
Definitionsmöglichkeiten:
Ich möchte hier primär die Definition von Herbert Saurugg (Blackoutexperte) verwenden, der sich dem Thema wissenschaftlich genährt hat und sich tagesaktuell mit diesem Thema befasst und dazu berät. Seine sehr lesenswerte Website [2] enthält eigentlich alle Informationen und Studien, die relevant sind für das Thema bzw. auch die Vorbereitung auf so ein Szenario.
Kriterium 1: Dauer
Das erste Kriterium ist die zeitliche Ausdehnung eines Ereignisses. Es werden hier Mindestdauern von 12 bzw. 16 Stunden in Erwägung gezogen, die das Ereignis anhalten muss. Frühere Ansätze (so 2000er Jahre) sprachen auch von 2 Stunden, allerdings sind sich die meisten Quellen mittlerweile im o.g. Zeitfenster einig.
Kriterium 2: Ausdehnung
Hier wird es nun interessant. Die Frage nach der Messung von Ausdehnung erfolgt entweder nach betroffenen Haushalten oder nach Ausdehnung in Fläche (also Kreisweit, Landesweit, Bundesweit, Europaweit), wobei beide Arten der Messung sich ähneln. Die "geringste" Definition startet bei mehrere Bundesländer (Deutschlands), wobei Herbert Saurugg sogar noch weiter geht und "mindestens mehrere Staaten bzw. größere Staatsgebiete" [3] als Ausdehnung für einen Blackout nennt. Essentiell wichtig ist, dass die Herausforderung darin besteht, dass keine Hilfe von außerhalb zu erwarten ist, da diese ebenfalls betroffen ist.
Kriterium 3: Stromnetz
Wo bei einem normalen Stromausfall ein Gebiet keinen Strom mehr hat, ist bei einem Blackout das gesamte (europäische) Stromnetz betroffen. Eine Störung, die Ausmaße der Ausdehnung nach Kriterium zwei erfüllt, ist wahrscheinlich nicht auf ein kaputtes Kabel durch Bagger zurückzuführen. Somit sind hier das Übertragungsnetz und die Erzeugung betroffen bzw. nicht mehr funktional, wohingegen bei einem Stromausfall das Verteilernetz (Kabel kaputt, Strommast kaputt) betroffen ist, aber die anderen Bereiche funktionieren.
Kriterium 4: Infrastrukturausfall
Auch wenn sich aus dem Wegfall der Stromversorgung klar kristallisiert, dass offensichtlich auch die (stromabhängige) Infrastruktur betroffen ist, führe ich das hier nochmal gesondert auf. Die akuten Probleme eines Blackout bestehen eben darin, dass die Bereiche wie Transport und Logistik, Lebensmittelversorgung, Trinkwasserversorgung und Trinkwasseraufbereitung etc. nicht mehr funktionieren oder eingeschränkt sind.
Die gesamte Defintion von Herbert Saurugg würde somit lauten: "Der Blackout ist ein plötzlicher überregionaler, zumindest mehrere Staaten oder größere Staatsgebiete umfassender und länger andauernder (> 12 Stunden) Strom-, Infrastruktur- sowie Versorgungsausfall verstanden. Eine Hilfe von außerhalb ist nicht zu erwarten." [Herbert Saurugg, 2025]
Folgen
Die Folgen eines solchen Ereignisses wurden 2010/2011 erforscht, die Studie zur Technikfolgenabschätzung eines länger anhaltenden und großflächigen Stromausfalls zeigt unter anderem die Auswirkungen auf die Sektoren nach Zeit auf [4] und ist eine Betrachtung wert. Hierbei solltet ihr beachten, dass sich natürlich in den letzen 15 Jahren einiges getan hat, weswegen einige Annahmen oder Aussagen heute anders sind.
Fazit
Für uns ist es wichtig klar zu differenzieren wovon wir sprechen. Ein Stromausfall (der ja auch hundertausende betreffen kann) ist (regional) auch kein Zuckerschlecken, aber halt kein Blackout. Die Krisenvorbereitung ähnelt sich ja sowieso. Außerdem ist es ja schwer an Informationen zu kommen bzw. die Lage korrekt einzuschätzen, wenn bei mir der Strom ausgeht. Wie lange das dauert bzw. wie großflächig der Stromausfall ist und wie sich dieser entwickelt lässt sich ja nur schwer abschätzen. Ich würde euch daher empfehlen eine "Checkliste Stromausfall" o.Ä. anzulegen, nach der ihr im Ereignissfall arbeiten könnt. Ich hab mal ein Beispiel als Bild hochgeladen (wobei dieses natürlich auch erweitert, verändert oder selbst gemacht werden kann).
MFG MeerMann
-
Absolut!
Und dabei war der Vorfall in Berlin ja nicht mal ein Blackout, sondern "nur" ein klassischer Brownout (sprich örtlich klar begrenzt und zeitlich "überschaubar"). Bundesweit oder Hälfte der Repulik wäre noch mal ne ganz andere Nummer.
Brownout ist eher die geplante, rollierende Abschaltung bei Strommangel, zur Aufrechterhaltung des Gesamtnetzes bzw. Stromschwankungen im Hochspannungsnetz je nach Quellenlage [1].
Das war einfach ein Stromausfall. Ein Blackout gab es in Spanien (da 18 Stunden Dauer, mehrere Millionen betroffen etc.), wobei es auch keine Definition gibt was ein Blackout eigentlich genau ist.
-
Ich halte von KI nicht so viel, macht fachlich und wissenschaftlich wenig Sinn zur Inhaltserstellung. Das Problem ist aber nicht die KI, sondern der Anwender, da die Prompts ja sehr entscheidend sind. Quellen zu kennzeichnen (ob KI-generiert oder nicht) macht immer Sinn, da es sonst ja einfach eine Meinung ist (was in einigen Themen ja auch passt).
-
Ich lese aktuell "One Second After" von William R. Forstchen (Link: https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1053274436).
Geht um eine Kleinstadt in den USA, die von einer EMP getroffen wird sowie den Folgen. Cool dabei ist, dass es viel um die Gesellschaft (und Prepper) geht und nicht um das sonst oft zu Lesende "Ich bin Elitekämpfer und überlebe". Sehr coole Reihe.
-
Die Sache mit dem Blackout ist ja die, was in Berlin passiert ist hat ja gereicht um Todesopfer zu fordern [1]. Die Annahme "Heute ist alles gut, wenn was passiert ist noch Zeit" ist falsch, da schon heute sämtliche Ressourcen am Ende sind (Rettungswagen, Krankenhäuser etc.). In solch einer Krise sterben die Personen, die sonst vielleicht noch gerade so gerettet worden wären. Die Sars-Cov-19 Pandemie ist ein gutes Beispiel dafür, dass nicht das Ereignis selbst, sondern seine Auswirkungen Todesopfer fordern. Und in Berlin sprechen wir von knapp unter 100.000 Menschen, wenn die Sache in Spanien länger angehalten hätte, wäre das auch anders gelaufen. Und das ist das Wesen vieler Szenarien. Da setzt ja auch Prepping an. Ich bin eben nicht abhängig davon jeden Tag einzukaufen, aber auch nicht bei jedem Weh Wechen ins Krankenhaus zu müssen. Gesundheitskompetenz ist hier das Stichwort.