Beiträge von Esther

    Ich überlege schon länger mir mal eine Lesebrille zuzulegen, obwohl ich gar keine Brille brauche. Noch nicht jedenfalls. Allerdings war meine Mutter im gleichen Alter wie ich, als sie ihre Brille bekam.

    In einer Krisensituationen werden vermutlich viele früher oder später Veganer werden, schlich und einfach weil sie nur noch schwer an tierische Nahrung kommen werden. Ob das gut ist, ist ein anderes Thema.

    Mir geht's da wie Tom. Ich habe damit aber schon im tiefsten Winter nicht gefroren. Eine zusätzliche dünne Decke drüber und eine Isomatte drunter reichten aus. In der Sahara war er natürlich zu warm und nach 2 Monaten musste man ihn festbinden, damit er nicht weglief. Aber so heiß wird es hier eher selten.

    Da ich zu den Menschen gehöre, die selbst nach einer Hirn-OP keine Kopfschmerzen bekommen, habe ich es nie testen können, wäre aber dankbar für Erfahrungsberichte. Mit vorbeugenden Maßnahmen wollten sich meine potentiellen Versuchskaninchen nie abgeben. Die wollten immer was, das man sich bei Bedarf einpfeifen kann.

    Weidenrinde IST Aspirin, wenn man es genau nimmt. Jedenfalls hat es den gleichen schmerzlindernden Wirkstoff. Die Medizin hat ihn lediglich isoliert,wie sie es eigentlich bei allem tut. Aber die Natur ist klüger und hat gleich noch ein paar Bitterstoffe hinzu gegeben, damit es nicht auf den Magen schlägt.


    Früher hätte ich es nicht erwähnt. Da es jetzt jedoch verschrieben werden darf, liegt die Sache anders. Cannabis ist ein gutes Schmerzmittel. Es kommt halt immer auch etwas auf die Ursache und Art der Schmerzen an.

    Bei starken Menstruationsschmerzen würde ich Damiana empfehlen, das man hier jedoch nicht wild findet.

    Bei Menschen mit Migräne soll die regelmäßige und vorbeugende Einnahme von Mutterkraut helfen.

    Wenn man sich eine Aloe zulegt, dann am besten gleich die Baum-Aloe. Meines Wissens die wirksamste, auch innerlich angewendet.

    Wer noch keine hat, kann als Wundkraut auf z.B. Spitzwegerich zurückgreifen. Der wächst auf der ganzen Welt und sollte daher immer zur Hand sein, wenn man ihn braucht.

    Bekannter ist er aber als Mittel gegen Erkrankungen der Lunge und der Bronchien. Dafür wird meist ein Sirup daraus hergestellt, was in einer Krise aber wertvolle Ressourchen an Zucker und Honig kostet. Zumal er kühl gelagert werden muss, was in Sommern wie diesem eine Herausforderung darstellen wird. Daher würde ich im Zweifelsfall auf Tee ausweichen oder ihn einfach auskauen, was man auch machen sollte, bevor man ihn auflegt.

    Ja, Kamille ist ein wichtiges Kraut und die meisten wissen auch, wie sie aussieht. Um sicher zu gehen ob es auch die echte (wirksame) Kamille ist, braucht man lediglich eine der Blüten zu zerteilen. Die echte Kamille ist innen hohl.

    Und was über die oben genannten Brombeerblätter zutrifft, gilt auch für die Blätter von Himbeeren.

    Mehr Ideen folgen, sobald der Kater aufhört mir abwechselnd über die Tastatur zu laufen oder das Kabel anzuknabbern, von denen er schon vier auf dem Gewissen hat.

    Sehr gute Idee.

    Allerdings solltest du dein erstes Beispiel präzisieren, bevor es jemand falsch versteht. Wirksam ist nur die Weidenrinde und meines Wissens auch nicht von jeder Weidenart. Von der Trauerweide z.B. wird man nur traurig... weil es nicht wirkt.

    Etwas weniger wirksam, da weniger Acetylsalizylsäure, dafür aber sehr viel schmackhafter ist das Mädesüß.


    Und wo du schon Verdauungsprobleme ansprichst, fällt mir noch was ein, das praktisch überall wächst: Eberesche

    Die Vogelbeeren roh genossen, helfen gegen Verstopfungen. Deshalb halten viele sie auch noch für giftig, was sie nicht sind.

    Gekocht wiederum sind sie ein Mittel gegen Durchfall.

    Was gut für den Magen ist, enthält immer Bitterstoffe und ist daher schon aus Prinzip nicht lecker. Das wirksamste und auch geschmacklich widerlichste ist der Wermut. Da man den kaum finden wird, nehme man einfach den kleinen Bruder, den Beifuß. Der wächst eigentlich überall wild und in rauhen Mengen.

    Nicht ganz leicht dranzukommen, vermute ich. Aber für eine Krise halte ich Tavor noch für ein nützliches Notfallmedikament. Eine befreundete Krankenpflegerin berichtete mir, dass sie sich eine Packung davon beiseite gelegt hat, was mich auf die Idee brachte. Es findet nicht nur Anwendung bei epileptischen Anfällen, sondern wird wohl auch bei Athmaanfällen gegeben. Zudem würde ich wohl mal eine opfern, wenn ein Mitglied der Gruppe in Panik gerät. Ich bin zu klein um sojemanden erstmal vorsorglich niederzuschlagen. Und je nach Szenario kann das durchaus mal passieren.

    Wir haben schon frühzeitig dafür gesorgt in einer Krise für viele hier unentbehrlich zu werden, insbesondere wegen all der diversen Fahrzeugen, auf die hier niemand verzichten kann. Vor allem nicht die Bauern. Und diesbezüglich haben wir teilweise auch schon den Tauschhandel eingeführt.

    Ich habe mal versucht, etwas über die pschischen Folgen von Katastrophen herauszufinden. Geforscht wird da in erster Linie anhand on Naturkatastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüche u.ä.

    Heute fand ich dann tatsächlich einen Artikel, in dem zu lesen war, dass rein egoistisches Verhalten (zumindest nach der ersten Phase des Schocks) eher die Ausnahme darstellt. Vielleicht sind Großstädter in Industrienationen da verrohter? Jedenfalls lässt es hoffen, dass wir nicht gleich Mord und Todschlag zu befürchten haben.

    In wie weit haltet ihr eure Mitmenschen für eine Gefahr in einer Krise? In Prepperforen schreibt man ständig von Plünderungen und Gewalttaten. Aber sind die Menschen wirklich so oder wird da zu viel schwarz gemalt? Oder hängt das vom Ort oder der Art der Krise ab?

    Bei uns ist die Polizeiwache bis genau 16 Uhr besetzt, die Polizisten des Nachbarkreises sind auch nicht mehr zuständig (hier sind die letzten Jahre mehrmals Kompetenzen überschritten worden - falsche Beschuldigungen, Vetternwitschaft etc.), weshalb unter 1 1/2 -2 Stunden keine Streife hier ist, je nachdem ob die Fähre fährt oder nicht, denn ab 21 Uhr müssen sie den langen Weg über die Brücke nehmen. Und siehe da... kein Ausbruch von Gewalt, kaum Einbrüche und jeder zweite hier schließt nicht einmal das Auto nachts ab.

    Uns geht es hier nicht anders. Über die Hälfte meiner Saat ist gar nicht erst aufgegangen und auf den Maisfeldern sieht es genauso aus. Das Getreide ist schon längst als Silage geerntet worden und in manchen Gegenden ist das Bewässern und das Befüllen von Planschbecken u.ä. untersagt worden. So übel war es bei uns an der Elbe dann doch nicht, sonst wäre wohl auch das Gas fürs Nachbardorf ausgefallen, da auch die Biogasanlage einige zehntausend Liter Wasser in die Tanks füllen musste um die Vergärung wieder in Gang zu kriegen. Auch wir haben für die Klärgrube ein paar tausend Liter Brunnenwasser geopfert. Im Krisenfall hätten wohl kaum noch jemand das Wetter toll gefunden.

    Habt ihr schon ein Konzept dafür, was ihr mit all dem macht, was auch in einer Krise irgendwann weg muss.... Müll, menschliche und tiereische Hinterlassenschaften, Ruß im kamin, Leichen auf der Straße.... mir fällt gerade nicht mehr ein.

    Mein Großvater väterlicherseits, den ich nie kennengelernt habe, hat autark gelebt. Er war ein Kleinbauer in Ostpreußen. Viel Land besaß er nicht und trotzdem war es weit mehr als ich besitze. Es funktionierte mit viel Arbeit (ohne Job nebenher) und viel Einschräünkungen. Das heißt, sie haben sehr ärmlich gelebt.

    Die Leute, die glauben, dass sie sich mit einem Schrebergarten über Wasser halten können in einer länger andauernden Krisensituation, werden eine böse Überrraschung erleben.

    Auch das Jagen klingt für sehr viele wohl einfacher, als es ist. Vorausgesetzt man hat eine dafür taugliche Waffe und das entsprechende Wissen, so ist noch nicht gesagt, wie es mit dem Recht zu jagen dann ausieht und ob da nicht jemand (wie z.B. ein Waldbesitzter, der ebenfalls eine taugliche Waffe hat) ein Auge drauf hat.

    Trotzdem gibt es für ein Krisenszenario Dinge, die man beachten kann, wenn man sich selbst mit Nahrung versorgen will.

    So würde ich den wertvollen Platz im Garten, so man denn einen hat, nicht mit Kopfsalat verschwenden, der eh kaum Nährstoffe enthält, sondern mich auf Rüben und vor allem auf Kartoffeln beschränken. Die kann man so gut wie überall sogar
    aus übriggebliebenen Resten ziehen und sie sind die fast perfekte Notnahrung. Was nicht heißt, dass man sich z.B. mit einem
    Palettenbeet nicht noch zusätzlichen Platz für etwas Abwechslung schaffen kann. Man kann zwar auch mit einseitiger Ernährung lange überleben. Aber man vermeidet vielleicht, dass man, wie mein Vater, noch 70 Jahre später keine Steckrüben mehr essen kann. Wer nur wenig Platz hat, sollte sowieso versuchen in Etagen zu pflanzen um Platz zu sparen (Beispiel Palettenbeet und Kartoffelturm). Nüsse, Obstbäume oder -sträucher sind Gold wert. Aber wie mit den nützlichen Kenntnissen über Pilze hat man nur eine kurze Zeit im Jahr um dies zu nutzen.

    Die meisten Vitamine und Mineralstoffe können einem Wildkräuter liefern. Die wachsen fast das ganze Jahr, weshalb das unandingbaren Kenntnisse sind, meiner Meinung nach. Selbst im Winter finde ich hier unter dem Schnee noch Gundelrebe. Heute sind so viele Menschen so weit von der Natur entfernt, dass so mancher es fertig brächte, neben einer Wiese voller Löwenzahn zu verhungern.

    Was Wild angeht, so würden wir uns hier vor allem auf leicht zu fangende Tiere beschränken, wie z.B. die Nutrias. Wenn man erstmal einen Bau ausfindig gemacht hat, braucht man dafür u.U. nicht einmal mehr Fallen oder Waffen. Und natürlich Fisch und Wollhandkrabben (die Elbe ist nur 500 Meter entfernt und wird, da kein Privatbesitz, auch von niemandem verteidigt werden).

    Wer kein Land hat oder sogar fliehen muss (ausgenommen man flieht zu Leuten, die auf dem Land leben), für den weiß ich da auch keinen wirklichen Rat.