Beiträge von Esther

    Aufgrund der europäischen Geschichte, gibt es auch hier wohl kaum jemanden, der keine Fluchtgeschichten in der Verwandtschaft findet. Es kann lediglich sein, dass mancher zu jung ist, um noch Geschichten persönlich gehört zu haben. Meine Mutter hatte das Glück den Krieg nicht mehr erleben zu müssen, ist aber in Ostberlin geboren worden und als Kind mit Eltern und Bruder in den den Westen abgehauen. Meine Großeltern waren so misstrauisch geworden, dass sie keinem Politiker
    mehr glaubten und daher den Mauerbau gar nicht erst abwarteten. Sie flohen also bevor wirklich sicher war, dass es nötig werden könnte.

    Mein Vater kommt aus Ostpreußen und erlebte die Flucht in letzter Minute bei zweistelligen Minusgraden. Es war nicht nur unerwünscht, dass jemand floh – das hätte ja so ausgesehen, als seie Ostpreußen nicht mehr zu retten – sie waren auch ziemlich arm, ihr einziger Besitz das Land das sie zurückließen.
    Das brachte mich auf die Idee, dass man sich gut überlegen sollte, wann man abhaut. Lässt man alles zurück um auf Nummer sicher zu gehen wie im Fall meiner Mutter oder wartet man bis zuletzt? Oder besser gesagt, wo ist der hoffentlich perfekte Mittelweg und wie erkennt man ihn?

    Auf Anfrage, schreib ich hier mal eine
    kurze Zusammenfassung über Heilkräuter.



    Sammeln:

    Zunächst sei darauf hingewiesen, dass es auch unter Heilpflanzen giftige Exemplare gibt. Obgleich die Gefahr weit geringer ist als bei Pilzen. Aber insbesondere bei
    Doldenblütlern sollte man sehr vorsichtig sein. Man sammelt niemals alle Pflanzen, sondern lässt ungefähr ein Drittel des Bestandes stehen. Schließlich soll dort auch nächstes Jahr wieder was wachsen. Tagsüber steigen den Pflanzen die Nährstoffe zu Kopf, was in ihrem Fall die Wurzel ist. Dementsprechend erntet man die Wurzeln am besten gegen Mittag, Kraut dagegen bei Sonnenauf- oder -untergang.Will man nur ein wenig seinen Magen füllen, ist es egal. Aber wenn sie zum Heilen gedacht sind, sollte man die Ausbeute an Nährstoffen möglichst hoch halten.


    Aufbewahren:

    Um Kräuter länger lagern zu können, sollte man die trocknen. Das tut man am besten an einem luftigen Ort
    im lichten Schatten. Ich trockne sie immer auf der Nordveranda. Nur Wurzeln trocknet man, nachdem man sie etwas zerkleinert hat, in der
    Sonne oder bei maximal 50 Grad im Ofen. Zum Aufbewahren würde ich Papiertüten vorziehen, damit sich kein Schimmel bilden kann. Trotzdem sagt man, dass man sie einmal im Jahr austauschen sollte.


    Verarbeitung/Verwendung:


    Welche Kräuter wie genau am besten zubereitet werden, ist etwas, dass auch ich nicht immer im Kopf habe, obgleich ich mich viel mit dem Thema beschäftige. Nur bei denen, die ich regelmäßig verwende, habe ich es immer parat. Auch deshalb halte ich ein Kräuterbuch für sinnvoll.


    Tee: Die häufigste Art der Verwendung ist der Tee. Und gerade für die, die sich aus dem Staub machen wollen, auch die einzig sinnvolle Variante, da es die schnellste und einfachste Zubereitungsart ist, zumal man dafür lediglich heißes Wasser braucht. Üblicherweise gibt man etwa einen Teelöffel getrocknete Kräuter auf ¼ Liter kochendes Wasser, was in etwa einem Kaffeebecher entspricht. Jeder, der sich mal einen Teebeutel in der Hand hatte, sollte eine vage Vorstellung von der
    nötigen Menge haben. Üblicherweise lässt man den sogenannten Aufguss oder Infus 3-5 Minuten abgedeckt ziehen. Bei einem Abdud wird der Tee 1-2 Minuten aufgekocht bevor er ca 5 Minuten ziehen muss. Es gibt auch Kräuter, die man bevorzugt in kaltes Wasser tut und dann beides zusammen erst erhitzt und 5-10 Minuten aufochen lässt. Das nennt man dann Abkochung (Dekokt). Beim Mazerat oder Kaltwasserauszug werden die Kräuter über mehrere Stunden eingeweicht und erst vor Gebrauch kurz aufgewärmt. Das findet vor allem bei schleimigen Pflanzen Anwendung. Umschläge sind nichts anderes als die äußere Anwendung eines Tees oder ähnlichem. Das Bad ist lediglich ein großer Tee, in dem man badet anstatt ihn zu trinken. Bei der Inhalation werden die gewünschten Kräuter mit kochendem Wasser übergossen um den Dampf einzuatmen. Manchmal zermahlt man Wurzeln oder Beeren auch zu Pulver. Öl stellt man her, indem man bestenfalls Olivenöl o.a. über die Kräuter gießt bis diese bedeckt sind und dann 2 – 3 Wochen an einem warmen Platz stehen lässt. Danach presst man das Kraut aus und füllt das Öl in dunkle Flaschen. Das vermutlich bekannteste idt das Rotöl aus Johanniskraut. Wenn man noch Strom und einen Entsafter hat, kann man auch Saft aus den Kräutern machen. Ein Ölauszug, den man im Wasserbad im Verhältnis 5:1 mit Bienenwachs verrührt, ergibt hertvorragende Salben.

    Eine Hand voll Kraut mit Weißwein übergossen und bei Zimmertemperatur stehen gelassen hat den besonderen Effekt, dass es als Umschlag verwendet zusätzlich kühlend wirkt.

    Bei Eintöpfen u.ä. gebe ich dir recht. Anders sieht es z.B. mit Apfelmuß o.ä. aus. In unserem Fall ist es auch noch so, dass mein Freund nach einer unfreiwilligen Begegnung mit einer Mörsergranate u.a. einen stark verkürzten Darm hat und daher viele Lebensmittel nicht verträgt. Daher mache ich lieber viele kleine Gläser auf als ein Großes.

    Mir ist da spontan etwas eingefallen. Wer nicht gleich eine ganze Familie ernähren muss, sollte sich rechtzeitig genug ausrangierte Marmeladengläser o.ä. besorgen, denn für nur 2 Personen ist ein Einweckglas einfach zu groß.

    Erbsen und ähnliches kann man sich auch getrocknet einlagern. Ist dann aufwendiger zuzubereiten, hält sich aber auch länger, wenn man es vor Feuchtigkeit schützt. Nur so ein Gedanke dazu.

    Zum Thema... ich würde Schokolade nicht vergessen, insbesondere dunkle.

    Den Grund dafür, warum wir solchen wert auf ein Auto legen, habe ich ja bereits erläutert. Dass wir damit im Notfall auch fliehen würden, ist einfach. Wir sind beide gesundheitlich nicht fit genug für all zu lange Strecken zu Fuß und mein Freund hat Ahnung und Ausrüstung genug, um den Wagen auch unterwegs zerlegen und wieder zusammen bauen zu können.

    Wenn du mitten im Ruhrgebiet wohnst, kamst du mit dem Auto eh nicht weit im Notfall. Da ist ja schon ohne Krise Dauerstau.

    Ein der wichtigsten eigenschaften beim survival oder bushcraft ist meiner meinung nach improvisationstalent ^^

    Absolut.

    der Vorteil am Reisen ist, dass man nicht die Möglichkeit hat, eifach aufzugeben. Klappt etwas nicht wie geplant muss man improvisieren und testet dabei gleich wie man auf Stress reagiert.


    So hat mein Kumpel SImon es mal geschafft, meinen Bus in Rumänien in einem lehmigen, nassen Feld festzufahren. Wir hatten aber vergessen eine Schaufel o.ä. mitzunehmen, weshalb wir die EMaile-Kaffeebecher zweckentfremden und passenden Müll zu sammeln, da es dort weder Holz noch Steie gab.

    Keine Situation, die einem wirklich gefährlich werden kann und trotzdem lernt man daraus.

    - Schaufel mitnehmen

    - erstmal Situation analysieren

    Am Anfang war ich stinkesauer auf ihn, weil es eine so unnütze Aktion war. Dann habe ich uns erstmal einen starken Espresso gekocht und danach ging das schaufeln fast von alleine und mein leiser Groll ging unter. Schließlich konnte ich an der Situation eh nichts mehr ändern.

    Ich überlege schon länger mir mal eine Lesebrille zuzulegen, obwohl ich gar keine Brille brauche. Noch nicht jedenfalls. Allerdings war meine Mutter im gleichen Alter wie ich, als sie ihre Brille bekam.

    In einer Krisensituationen werden vermutlich viele früher oder später Veganer werden, schlich und einfach weil sie nur noch schwer an tierische Nahrung kommen werden. Ob das gut ist, ist ein anderes Thema.

    Mir geht's da wie Tom. Ich habe damit aber schon im tiefsten Winter nicht gefroren. Eine zusätzliche dünne Decke drüber und eine Isomatte drunter reichten aus. In der Sahara war er natürlich zu warm und nach 2 Monaten musste man ihn festbinden, damit er nicht weglief. Aber so heiß wird es hier eher selten.

    Da ich zu den Menschen gehöre, die selbst nach einer Hirn-OP keine Kopfschmerzen bekommen, habe ich es nie testen können, wäre aber dankbar für Erfahrungsberichte. Mit vorbeugenden Maßnahmen wollten sich meine potentiellen Versuchskaninchen nie abgeben. Die wollten immer was, das man sich bei Bedarf einpfeifen kann.

    Weidenrinde IST Aspirin, wenn man es genau nimmt. Jedenfalls hat es den gleichen schmerzlindernden Wirkstoff. Die Medizin hat ihn lediglich isoliert,wie sie es eigentlich bei allem tut. Aber die Natur ist klüger und hat gleich noch ein paar Bitterstoffe hinzu gegeben, damit es nicht auf den Magen schlägt.


    Früher hätte ich es nicht erwähnt. Da es jetzt jedoch verschrieben werden darf, liegt die Sache anders. Cannabis ist ein gutes Schmerzmittel. Es kommt halt immer auch etwas auf die Ursache und Art der Schmerzen an.

    Bei starken Menstruationsschmerzen würde ich Damiana empfehlen, das man hier jedoch nicht wild findet.

    Bei Menschen mit Migräne soll die regelmäßige und vorbeugende Einnahme von Mutterkraut helfen.