Puh.
Also mal ganz Grundlegendes zu Lüftungsanlagen und besonders zu welchen in Schutzräumen.
Der EInfacheithalber gehe ich mal NUR auf Schutz vor radiaktiven Fallout ein. Der Schutz vor chemischen Kampfstoffen ist sehr viel komplexer, abhängig von jeweils erwarteten Stoff und zudem sehr viel unwahrscheinlicher als radioaktover Fallout (zB. dur ein Unglück in einem AKW im Nachbarland oder einen Unfall mit einem Nuklearsprengkörper befreundeter Truppen, oder oder...).
Grundlegend wichtig:
1. Prinzip
Was: Überdrucklüftung im Schutzraum.
Warum: Partikel sollen durch den Überdruck im Raum daran gehindert werden eindringen zu können.
Wie: Atemluft wir in einem möglichst geschützen bereich angesaugt, von einem Filter vom möglichst sämtlichen Partikeln befreit und von einem Lüfter in den Schutzraum geleitet.
Was: Die gefilterte Luft erzeugt im Schutzraum einen Überdruck. Gefilterte Luft entweicht durch alle (gewollten und ungewollten) Öffnungen aus dem Schutzraum, daher können keine Partikel von aussen in den Schutzraum gelangen.
2. Lüftungsanlage
Filter - im Idealfall verfügt das System über zwei Aktivkohlefilter (oder drei wenn man einen Vorfilter vor Filter A mitrechnet Fleeze oder extra kontruiert was die Standzeit das Ansaugfilters erhöt).
Filter A. auf der Saugseite (durch ihn wird die Luft zB. im Erdgeschoss eines Hauses angesaugt)
Filter B. auf der Druckseite (durch ihn wird die von Flter A. bereits vorgefilterte Luft ein zweites Mal gefiltert und gelangt in den Schutzraum).
Lüfter - im Idealfall wird der Lüfter immer Saugseitig, unmittelbar am Ansaugfilt A. montiert. Der Grund hierfür ist, das die größte Anfälligkeit des Systems in einer Undichtigkeit auf einer saugseitigen Luftverbindung (Schlauch/Rohr zwischen Ansaugfilter und Lüfter liegt. Hier könnte ungefilterte Luft in den Schutzraum gedrückt werden.)
Soll oder muss der Lüfter an einer anderen Stelle montiert werden (zB. wegen Zugänglichkeit, räumlicher/örtlicher BEschaffenheit, etc.), dann muss der saugseitige Luftverbindung aus einem möglichst widerstandfähigen Material ausgeführt sein (zB. PVC- oder Metall-Rohr, PE Schlauch, ABS Rohr, etc. - wichtig- eine Lüftungsschläuche reichen auf der Saugseite niemals aus!).
Da eine Undichtigkeit aber niemals ganz ausgeschlossen werden kann, wird druckseitig ein zweiter Filter verbaut. Er erhöht zum Einen die Filterleistung des Systems. Zum Anderen erzeugt er redundanz. Allein reicht ein Durckseitiger Filter im Schutzraum aber niemals aus, das sich in ihm der strahlende Staub anreichern würde. Ergo würde der Filter selbst zur Strahlungsquelle im Schutzraum werden (bei kleinen Undichtkeiten und wenig Materialeintrag jedoch vernachlässigbar, im ges. Szenario).
3. Betriebsenergie
Üblicherweise Netzstrom. Dieser dürfte, zumindest bei einem Impact in < 150 km Umkreis jedoch ausfallen. In weiterer Entfernung würde das Netz recht sicher zumindest Zeitweise ausfallen. Das muss man bedenken.
Generatorstrom kann die Lösung sein. Der Genarator muss aber zugänglich montiert sein, so das er zum Einem betankt werden kann und zum Anderen die Abgase sicher ins Freie entweichen. Kann schwierig zu gestallten sein.
Zudem gilt zu beachten, das moderne Inverter Generatoren zwar einen wunderbar sauberen Sinus liefern den natürlich auch der Lüftermotor mag. Aber der Wechselrichter im Inverter ist (so sagt man. Ich habe es noch nie erlebt und weiß es nicht) extrem anfällig für EMP. Da bringt der beste Inverter Generator nichts. Besser sind wohl einfache Bausstellen-Generatoren die keinen solch perfekten Sinus liefern und viel robuster sind. Da muss man testen ob das der jeweils verbaute Lüfter verträgt.
Perfekt ist ein Beipass der Luftleitungen in dem ein handbetriebener Getriebelüfter (wie er in der Schweiz in vielen Schutzräumen verbaut wurde und hin und wieder für um die 300 - 400 € auf Ebay auftaucht) verbaut wird. Somit kann die Anlage zumindest zeitweise immer wieder im Handbetrieb die Luft im Schutzraum austauschen.
4 DIY
In Kürze - falls Fragen auftauchen, ich gebe mein Bestes.
2 AKF wie sie im Cannabisanbau gängig sind.
1 ebensolchen Lüfter mit passendem Schlauchdurchmesser und m²/h Werten.
Entschrechende Länge passenden Lüftungsschlauch. Es gibt zweilagigen, innen Metalfolie außen PVC. Das Beste nehmen was geht.
Lüfter saugseitig direkt (die üblichen Verbindungsmanschetten reichen im Fallout Lüfter Falöl nicht aus!) mit Gewebetape Luftdicht (!!!) mit dem ansaugenden Filter A verbinden (aufgeschnittener Schlauch von einem Schubkarrenrad ist ideal als Verbindung, wenn man in stramm umwickelt udn mit Vulkankleber verklebt und zusätzlich Schlauchschellen um die Anschlussstutzen montiert. Das ganze nach dem Trocknen trotzdem nochmal mit Gaffa abtapen. Absolut luftdicht auf der Saugseite halt!
Druckseitig am Lüfter den Luftschlauch in den Schutzraum verlegen. Daran den AKF B montieren. Den nötigen Wanddurchbruch für die Zuleitung des Luftschlauches in den Schutzraum ausschäumen.
Undichtheiten im Schutzraum mit Bauschaum abdichten, wenn die Undichtigkeiten so groß sind das man sie optisch sieht. Aber ungefähr insgesammt bis zum halben Durchmesser des Lüftungsschlauches der in den Raum hinheindrückt, Undichtigkeiten belassen, durch welche der Überdruck aus dem Schutzraum entweicht. Dann muss die Lüftungsanlage aber immer laufen, ansonsten können Partikel in den Raum eindringen! Eine andere Möglichkeit ist alles was man an Undichtigkeiten findet dicht zu machen und ein Vertil zu "bauen". ZB.einen Mauskasten (Wanddurchführung) im halben Zuluftdurchmesser, den man bei Anlagenbetrieb öffnent und wenn die Anlage aus ist, aktiv dicht und sicher verschliesst. Das darf man jedoch niemals vergessen zu tun!
So...war erst mal ein bisschen was zum Thema. Geht aber auch viel komplexer.
Ich hoffe es hilft hier udn da und wenn konkrete Fragen sind....haut raus.