Beiträge von John Doe

    Auf ganz vielen Ebenen gebe ich dir 100% Recht.

    Sei es was die Netzstabilität in Deutschland, die Black Out Wahrscheinlichkeit und besonders auch die You Tuber, insbesondere den aus dem Chiemgau, angeht.


    Bei einem Punkt sehe ich die Sache aber sehr anders.

    Black Out wurde so aufgebauscht von s.o. Geldgeilen YouTubern, dass es scheint als sei das unsere Hauptsorge, dabei ist das eher unsere Geringste.


    "Unsere Geringste Sorge":

    Ja, unwahrscheinlich ein flächendeckender und langanhaltender Stromausfall in Deutschland.

    Das reduziert den Impact aber nicht, den ein solches Szenario hätte wenn es eintritt. Und das ist der Punkt den ich anders sehe.

    Denn, wenn es trotz der niedrigen Wahrscheinlichkeit zu einem Blackout oder einer Häufung von Brownouts kommen sollte, dann sind die gesamtgesellschaftlichen (nicht die dich, mich, uns alle hier betreffenden...) Folgen derart massiv, dass die gesellschaftliche Ordung schnell an ihre Grenzen stößt.


    Lass mich ein paar wenige Beispiele dazu geben.


    Transport und Verkehr bricht zusammen. Bekannt, brauchen wir im Detail nicht drauf eingehen.

    Medizinische Versorgung, wird auf die beschränkt die es im nötigsten haben, wissen wir alle.

    Kommunikation, besonders auch Notfallkommunikation (Hilfeersuchen an Feuerwehr, Rettungsdienst, Polzei, etc..) findet maximal noch eingeschränkt statt, ist jedem klar.

    Zahlungsverkehr, kommt nahezu völlig zum erliegen, logisch.

    Vermögen (nicht physisch und im direktem Umfeld greifbar), also Bankguthaben, Schließfacheinlagen, Policen, Rentenzahlungen etc. sind weg (im Sinne von vorerst nicht verfügbar/existent), klar.

    Kräftebindung durch Hilfebedürftige (Kranke, Alte, Kleinkinder, etc...) ist massiv, ja wissen wir alle.


    Alles zeitgleich.


    Berlin hat 18.500 Beamte im Polzei Vollzugsdienst und, zählweisenabhängig, weitere 3.000 "Vollzugsnahe Kräfte" (Ordnungsamt, Justitz Vollzugs Beamte. etc). Lass uns aber großzügig mal von 39.000 Polzisten und "Polizeinahen Kräften" ausgehen. Die Einwohnerzahl von Berlin (ohne Speckgürtel) liegt bei 3,9 Mio. Ergo käme eine "Polizeinahe Kraft" auf 100 Berliner. In der Realtiät wären es "auf der Strasse" eher einer auf 500. Das "nur" bei einem Stadtweiten Stromausfall. Möchte ich nicht dabei sein. Aber okay, es kommt ja Hilfe aus den anderen Bundesländern. Wenn, ja wenn diese in einem gedachten Szenario nicht die selben Probleme haben.



    Vor dem Hintergrund betrachte ich die Blackout Thematik nicht nach der Wahrscheinlichkeit (ja in Deutschland wird viel dafür getan das so ein Fall nie eintritt und das ist beruhigend und sehr gut so!), sondern ausschließlich nach den gesammtgesellschaftlichen Folgen die ein solches Szenario haben würde, wenn es denn trotz aller Vorbereitung, aus welchem Grund auch immer, eintreten würde.


    Und klar, betrifft zB. einen alleinlebenden Prepper in seiner entsprechend ausgestatteten Kleinstadt Single Wohnung kaum. Sieht für die Durchschnittsfamilie oder diejenige alleinlebende Frau, wo der hungrige Mobb akut an der Plattenbau-Wohnungstür kratzt, evtl. aber ganz anders aus.


    Wie gesagt, einen echten Blackout oder auch eine anhaltende Häufung von gleichzeitigen Brown Outs halte ich ebenfalls nicht für sehr wahrscheinlich. Influencer Panikmache erkennen wir hier fast alle. Wir wissen sie einzuordnen und lehnen sie ab.

    Dennnoch finde ich es völlig richtig wenn sich Leute gezielt auf einen Blackout vorbereiten, weil ich die damot einhergehenden Sorgen und Ängste nachvollziehen und verstehen kann.

    Im Notfall kann man dann auch an einer ausreichend dimensionierten Powerstation oder einem Stromgenerator laden.

    Wobei wenn man Treibstoff für einen Generator hat, ist es fraglich, ob den nicht direkt in den Verbrenner schüttet.

    Wie groß soll die Powerstation bitte sein? Und, die musst du vorher ja auch aufladen, wobei Umspannungsverluste entstehen, die erneut entstehen, wenn du von einer (theoretisch ausreichend riiiieeeessigen) Powerstation aus einen Plug In Hybriden lädst. Da die Powerstation ja Wechselrichten auf 230V AC und minimum 2.300 W (übliches Minimum zum Laden eine Fahrzeug Akku) muss und das Ladegerät des KFZ, ja wieder umrichtet auf DC entsprechend der Lade V der verbauten Batterie.


    Mit dem Generator laden ist nur extrem begrenzt möglich.

    Leistungsstarke Baugeneratoren zerballern dir die Ladeelektronik des KFZ oder es funktioniert auf Grund des "unsauberen" Rechteck-Sinus" gar nicht erst.

    Du kannst natürlich mit einem Invertergenerator laden. Zumindest dann, wenn du etliche tausend Euro in einen mit einer Ausgangs-Leistung deutlich größer als 2,3 kW Ladestrom investierst. Das ginge. Dabei entstehen dir aber noch mehr Verluste. Einmal durch die Umwandlung der mechanischen Energie in elektrischen Strom ansich. Dann durch das Wechselrichen in einen sauberen Sinus und dann nochmal durch das Umrichten in DC vom Laderegler im Auto.


    Also ja, geht. Macht es Sinn? Null. Dauert es immer noch brutal lange im Vergleich zum Tanken aus Kanistern? Ja.


    Und wie gesagt, das Thema bezieht sich ja auf ein BOV. Also im weitesten Sinne auf ein Fluchtfahrzeug und nicht auf ein Fahrzeug, was man in einer langanhaltenden Dauerkrise über Jahre im Nahbereich möglichst vielseitig fahren/betreiben kann.

    Da ich mich mit E-Autos nicht auskenne bin ich überrascht über die Aussage "Eine Haushaltssteckdose reicht aus" - hat man dafür dann Zwischenstecker und Wandler von Haushaltsstrom zu welchespannungauchimmer das E-Auto braucht?

    Das Problem sind ja nicht nur die Lademöglichkeiten an sich, sondern vorallem die lange Ladedauer.


    Nachtanken mit Diesel aus Kanistern - 5 min für 60l ergo 1000 km Reichweite


    Nachtanken Elektro über Haushaltsdose mit üblichen 2,3 kW Ladestrom 230V 1 Phase - je nach Batterietyp, Ladezustand und Themperaturen bis zu 15 - 20 Std. (kleine vollelektrische) bzw 8 bis 12 Std. Plug in Hybride.


    Wer die Zeit auf der Flucht hat bzw. einplanen möchte und wer die Abhängigkeit von Ladeinfrastruktur UND den Zugang dazu für sich akzeptiert, bitte.


    Fakt ist, Diesel kannst du Lagern, tausende Liter für riesige Reichweiten. Strom kannst du (in ausreichender Menge) nur theoretisch lagern.

    Bei den genannten einfachen Blattsalaten reicht ein einfacher organischer Flüssigdünger in niedriger Dosis aus. Eher keine Mineraldünger nehmen und beim Düngen ist da weniger eh mehr. Feldsalat, Spinat etc. haben einen niedrigen Stickstoffbedarf. Mit sanften Düngen erntest du aber sicher mehr und vorallem grüner, ergo reicher an sekundären Pflanzenstoffen.

    Jump-Starter / autarke Starthilfe. Wenn man mal ne Nacht im Auto bleiben muss, es kalt ist, irgend ne Lampe in der Innenbeleuchtung (offenens Handschuhfach, hab ich schon mal erlebt...) dauer an ist, dann ist man sau froh, wenn man nicht Hilfe rufen, um Hilfe fragen, auf Hilfe warten muss und von Dritten abhängig ist bevor es weitergehen kann.

    Soweit ich verstehe braucht Salat aber sehr viel Sonne und zeitgleich keine zu hohe Hitze - was sich schwer vereinbaren lässt im Sommer. Also eher eine Idee für Frühling und Herbst, wenn man künstliches Elektrisches Licht vermeiden möchte (was ja auch wieder Strom bräuchte). Behalte ich im Sinn!

    Feldsalat wächst im tiefsten Winter, bei Frost, auch unter Schnee und braucht alles andere als viel Licht und Wärme! Spinat - je nach Sorte - auch.

    Pflücksalate sind auch anspruchlos, genau wie Rucola. Salat ist nicht Salat!

    Na die Frage ist ja, wie konstant der Nachschub durch die Norwegen Pipeline bleibt (vermutlich extrem konstant) und wie schnell Nachschub per LNG Tanker kommt/kommen kann. Angeblich liegen ja etliche prall volle LNG Tanker vor Anker und sind bereit sofort dann Gas zu liefern, wenn der Preis steigt. Willkommen im Super-Kapitalismus. Die Nummer mit dem Preis für ne Flasche Wasser in der Wüste ist zwar nicht neu, dass sie zum gesellschaftsfähigen Geschäftsmodell wird, liegt aber wohl an der zunehmend verfallenden Moral und dem Niedergang der Werte seit dem Beginn der neuen Weltordnung um 2000 und seit dem die Kinder des Westens maximal durchdigitalisiert, abhängig gemacht und (in der breiten Masse, Ausnahmen bestätigen die Regel....) verwöhnt und verweichlicht sind.


    Wie auch immer. Der Vorrat an Holz, Holzbrikettes, Torfbriketts und Kohle dürfte drei harte oder vier mildere Winter halten bei mir. Kann nicht schaden sich vom Energiekapitalismus etwas unabhängig zu machen.