• Moin Leute,

    Als Einstieg zum Thema mal ein Zitat von Konz aus dem Magazinbeitrag: Vierte Säule des Preparedness: Gesundheit & Fitness

    Wir Prepper sind schon coole Typen (und Frauen), denn wir haben die beste Ausrüstung und die neusten technologischen Highlights die uns das Überleben einfacher machen, falls die Gesellschaft mal wirklich zusammenbrechen sollte. Das Problem ist oftmals, das wir eigentlich gar nicht fit genug sind um unsere High-End-Technologie von einem Ort zum Anderen zu bringen ohne Hilfsmittel wie Fahrzeuge.


    Physische Gesundheit

    In erster Linie hat es dir wichtig zu sein dein physisches Wohl zu erhalten und das funktioniert nur, wenn du auf dich achtest. Die größten Probleme der heutigen Gesellschaft ist u.a. das Übergewicht. Es ist mega cool, einen 60 Liter Rucksack gepackt zu haben um in jeder Situation überleben zu können, aber problematisch wird es, wenn du ohne Auto keine 5 Kilometer damit weit kommst. Daher beachte, dass unabhängig deines aktuellen physischen Zustandes du einen Zustand zu erreichen hast in welchem du eine gewisse längere Strecke zu Fuß hinter dich bringen zu können hast die dich außerhalb des SHTF betroffenen Szenarios bringt

    Nun habe ich gesucht und gesucht aber dazu keinen einzigen Forumsbeitrag gefunden der sich um das Thema Fitness oder Körperliche Leistungsfähigkeit dreht, was wiederum den Eindruck, dass dieser Aspekt im Leben der meisten Prepper sträflich vernachlässigt wird, umso mehr verstärkt.


    Daher meine Fragen an euch aus Neugierde in der Hoffnung auf einen regen Austausch:


    Was tut ihr um euch fit zu halten? Welche Betätigungen/Sportarten?

    Wieviel Zeit wendet ihr für die Abhärtung eures Preppertools Nummer 1 (euren Körper) auf?

    Was ist euer eigener Anspruch an eure Leistungsfähigkeit?

    Welchen Stellenwert ordnet ihr der Physical Preparedness in euren Vorbereitungen zu?



  • Als Verfasser des Beitragen wäre das ja eine echte Schande, wenn ich nichts tun würde. Aber ich bin dennoch eher Bewegungsfaul, wenn es keinen Spaß macht. Stumpfes Gewichteheben hat bei mir eher eine niedrige Relevanz.


    Kalte Jahreszeit:

    Hin und wieder, alle 2-3 Tage, paar Gewixchte heben für Rücken und Arme, manchmal auch Squads - aber ganz ehrlich, das ist wirklich wenig was ich da mache, nur das nötigste um nicht einzugehen.


    Ab Frühling geht es los:
    alle 2-3 Tage 4-5 Stunden Skateboard Fahren auf'm Skateplatz - das ist Todescardio und verlangt wirklich alles ab, neben dem eigentlichen Aufwand zu Fahren und Anschwung zu geben und Auszubalancieren kommen da die Tricks hinzu und das ist die Krux, manche Tricks verlangen Muskeln ab von denen weiss man erst am Abend mit Muskelkaten, dass man da überhaupt welche hat.


    Ein mal im Jahr nehme ich auch am Wolfrun teil (https://nywolf.org/ ◄ Großes Naturschutzgebiet, umzäunt, für Wölfe. Der Lauf ist zum Zwecke des Erhasltes der Wölfe in den USA - anders als bei uns gibt es in den USA größtenteils kein generelles Jagtverbot oder aktive Schutzmaßnahme dieser Spezies). Da laufen wir mit einer internationalen Gruppe binnen eines Monats 100 Meilen je Person.


    Sonst nach spontaner Laune wie z.B. vor ~2 Wochen. Da bin ich aus heiterem Himmel 30km gelaufen um meinen neuen Rucksack zu testen. (Nein, der ist für diese Strecke nicht bequem ^^ eher für Studenten um von SBahn zur Uni zu gelangen).


    Grundsätzliche befasse ich mich mit Calisthenics (Ist ein cooles wort für Turnen) jeden Sommer. Gute 4 Monate des Jahres mind. 1-2 Map die Woche geht es in einen Park in dem verschiedene Turngeräte aufgestellt sind. Da geht es dann 1-2 Stunden lang an allgemeine Übungen wie Laufen, Klimmzüge, Liegestützen, Spingen, Balancieren etc. Da gleicht meine Winterpause gut aus, in der ich fast jedes Jahr 4-5 Kilo zunehme und an Fitness verliere.


    Seit Jahren der selbe Rythmus:
    Im Winter Einhamstern und überleben um dann im Sommer wieder aufzubauen.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Ein mal im Jahr nehme ich auch am Wolfrun teil (https://nywolf.org/ ◄ Großes Naturschutzgebiet, umzäunt, für Wölfe. Der Lauf ist zum Zwecke des Erhasltes der Wölfe in den USA - anders als bei uns gibt es in den USA größtenteils kein generelles Jagtverbot oder aktive Schutzmaßnahme dieser Spezies). Da laufen wir mit einer internationalen Gruppe binnen eines Monats 100 Meilen je Person.

    Das ist Interessant. Kannte ich bisher nicht, wo läuft man denn da, bzw wie weit pro Tag ist so eine Strecke? Und Innerhalb eines Monats 100Meilen? Heißt, es gibt dann in diesem Monat zb jedes Wochenende feste Termine für den Lauf?


    Ich habe vor nächstes Jahr am Dodentocht Marsch (auch Totenkopfmarsch genannt) in Belgien teilzunehmen. Dabei hat man 100Km Marsch in weniger als 24 Stunden zurückzulegen. Quasi das ultimative BugOut :S

    Als richtiges Training sehe ich den Totenkopfmarsch nicht an, da er nur einmal jährlich stattfindet, sondern eher als Prüfung der eigenen Willensstärke und Leidensfähigkeit, was auch extrem wichtige Punkte in einem SHTF Szenario sind.


    Ansonsten trainiere ich seit 19 Jahren Kraftsport, Zeitweise überschneidend mit Kampfsport und nebenbei Military Fitness was grob gesagt (Zitat) "ein cooleres Wort für" eine Mischung aus Crossfit und Calisthenics ist.


    Ich trainiere sowohl im eigenen Home-Gym (3x die Woche, je 90min) als auch im Fitnessstudio (ebenfalls 3x die Woche je 2Std.), teilweise aus Zeitgründen, teilweise weil mein Studio im Keller natürlich nicht die Vielfalt an Möglichkeiten wie das richtige Fitnessstudio abbilden kann (wenn auch das meiste davon).


    Dabei versuche ich immer ein Mittelmaß zwischen Kraft und Ausdauer zu finden, wobei der Ausdauerpart mir weniger Spaß macht. Ich orientiere mich dabei an diesem Buch (hier bei Amazon)


    Kraftbereich liegt bei mir bei 200kg Kreuzheben, 165kg Bankdrücken (Kniebeuge hab ich kein aktuelles Maximalgewicht wegen Gründen, Ziel ist hier aber ebenfalls die magische 200Kg Grenze die ich mir bis Ende des Jahres vorgenommen habe) bei einem Körpergewicht von momentan rund 100Kg, wovon ich noch ungefähr 5Kg runter will durch Intervallfasten um bei meinem Wohlfühlgewicht von 95kg zu landen.


    Für Cardio fahre ich meistens Fahrrad (hab eins für drinnen) in der Regel um die 30min und die Schwierigkeit dann angepasst an Tagesform, verprügel den Boxsack oder mache unsinnige Übungen wie Navy Seal-Burpees, allerdings keine 500Stk. wie der Kollege hier:

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    Bei schönem oder bei richtig schlechtem Wetter geh ich auch gerne mal Wandern.

    Bei mir hat die eigene Fitness im Prepper-Repertoire einen sehr hohen Stellenwert (Vielleicht auch weil ich als Ex-Einsatzsoldat weiß wie entscheidend die eigene Körperliche Leistungsfähigkeit im Ernstfall sein kann, oder zumindest wie demütigend es ist wenn man mit voller Ausrüstung und leerem Magen bei 35°C im Schatten oder -15°C im Schnee, einen Geländelauf nicht in der vorgegebenen Zeit schafft:rolleyes:). Weshalb ich auch dementsprechend viel Zeit, Geld und Energie da reinstecke (ich brauche davon abgesehen auch einfach den körperlichen Ausgleich, sprich "Dampfablassen" im Alltag, würde es also auch ohne das Preppen praktizieren, leicht fällt es mir aber trotzdem nicht immer).

  • Da erwähnst du einen sehr wichtigen Punkt: Dampf ablassen. Ich merke in der Winterzeit wo meine Fitnessprogramme ruhen bin ich sehr unausgelastet, mental. Umsomehr freue ich mich auf den Frühling und beginne inzwischen wieder nun meine Routine.


    So richtig für Bankdrücken und Co habe ich nur wenig Interesse - ich war eine Zeit lang im Fitnessstudio, aber ich brauche die frische Luft, das Draußen Sein. Zuhause habe ich auch nur begrenzte Mittel und die nutze ich halt eher faul.


    Obsessives Sporttreiben habe ich nur beim Skateboarden, da kommen noch ein paar Faktoren zum Cardio dazu: Tricks lernen, es fordert und fördert die Motorik ungemein und die Erfolge sind deutlich sichtbar: Man konnte einen Trick nicht, dann kann man den. Sport ist so eine Sache für jeden Individuell, manche liebes es zu sehen wie die Zahl der gedrückten Gewichte steigt, andere bevorzugen es eine Stunde draußen zu spatzieren und den Kopf frei zu bekommen und andere widerum brauchen direklte Ergebnisse um motiviert zu bleiben.


    Ungeachtet dessen sind wir uns ja schon einig, irgendwas muss man tun, im Stillstand, Büroalltag, vor dem TV oder der Konsole - da geht der Körper ein und auch das wirkt sich auf den mentalen Zustand aus.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Also ich bin hier eher ein Negativbeispiel!

    Ich treibe keinen Sport, und meine Fitness.....naja.

    Allerdings gehöre ich auch nicht zu der Sorte von Leuten die mit dem Auto zum nächsten Briefkasten fahren, sondern ich gehe gerne und viel zu Fuß, mache längere Spaziergänge.

    Mit anschließender Einkehr im Biergarten versteht sich:)

  • Eine ehrliche Ansage Zauberer.

    Wie siehst du deine Fitness in Hinblick aufs preppen? Also empfindest du deine Kondition als ausreichend für deine Pläne oder verlässt du dich eher auf dein Equipment oder Bunkerst dich ein und sagst "egal was passiert ich werde in einem SHTF Szenario niemals sprinten müssen" oder bist du der Meinung das du körperlich eigentlich fitter sein solltest aber dir dein innerer Schweinehund einfach zu sehr im Weg steht?


    Welchen Stellenwert misst du der Fitness beim preppen generell bei (ungeachtet dessen ob du dich jetzt selbst an diesen Grundsatz hälst oder nicht) ?


    In Katastrophen Filmen/Serien oder auch in der Tierwelt sterben ja meist diejenigen zuerst die nicht schnell genug entkommen können, deshalb hängt preppen und Fitness für mich auch untrennbar zusammen. Mich würde deshalb auch eure Meinungen zum Thema allgemein intressieren, abgesehen von eurer Sportroutine ein bisschen die Hintergründe.


    Es gibt dabei ja kein Richtig und kein Falsch, jeder hat wahrscheinlich andere Pläne, manch einer setzt auf BugOut, manch einer taucht ab in den eigenen Bunker, manch einer zieht marodierend durch die Straßen und ein anderer schließt sich mit einer Gemeinschaft zusammen. Je nach Situation ist die Körperliche Leistungsfähigkeit natürlich für den einen wichtiger als für den anderen deswegen soll hier natürlich auch keiner geshamed werden wenn er garkeit Sport treibt und mit dem Auto zum Briefkasten fährt ^^. Ich finde aber die unterschiedlichen herangehensweisen sehr intressant.

  • Naja. Für Büroleutete und Harz4ler mag Fitness wichtig sein. Leute die grundsätzlich einen anstrengend Job haben, stellen sich nicht diese Frage.

    Nein, ich tue nichts.

    Ähm okay ;( :D

    Ist erstmal auch ne Meinung.


    Also bist du mit deinem Fitnesslevel zufrieden und fühlst dich Körperlich jedem Szenario gewachsen? Einen verletzten Angehörigen und vielleicht Ausrüstung über mehrere Kilometer zu schleppen beispielsweise?

    Anstrengend sind viele Jobs, die aber leider nichts zur Fitness beitragen sondern nur die Knochen kaputt machen, welche Aktivitäten umfasst denn deine berufliche Tätigkeit?

  • Nein. Diesem Zensrio fühle ich mich mehr gewachsen. Ich bin nicht mehr Fit. Meine Lungenkrakheit schränkt mich ein.


    Aber darum geht es nicht.


    Z.B. Gerüstbauer oder Stahlbauer denken nach der Arbeit nicht welches Fitnesstudio sie gehen.


    Fitness ist wichtig.