• Ich glaube dass man die Frage garnicht so pauschal beantworten kann.

    Wer z.B. ein eigenes Haus mit Garten bewohnt, braucht teilweise andere Werkzeuge als jemand der in einer kleinen Mietwohnung ohne Balkon im dreizehnten Stock lebt.

    Ob man alleinstehend ist oder Familie mit Kindern hat, kann ebenfalls einen Unterschied machen. Außerdem ist es nochmal was anderes ob wir vom Alltag, also vom "normalen" Leben sprechen, oder von einer Extremsituation.


    Beispielsweise wird man zwangsläufig in einer Krisensituation vieles selber herstellen müssen oder reparieren was man sonst kaufen würde

    oder vielleicht wegwirft wenn es kaputt ist.


    Meiner Meinung nach ist die "Standardausstattung" für den "Otto Normalprepper":) völlig ausreichend.

    Hammer, evtl. Gummihammer, Meißel, Beißzange, Kombizange, Rohrzange, Schraubendrehersatz, Schraubenschlüsselsatz, Fuchsschwanz und Metallsäge, evtl. Raspeln und Feilen, Bohrmaschine, Spachteln und Pinsel.

    Damit kann man schon einiges anstellen.

  • "Haushaltsübliches" Werkzeug lasse ich mal aussen vor, das hat Zauberer ja schon sehr gut zusammengefasst.

    Ich habe hier bei mir in einer kleinen aber feinen Werkstatt die üblichen Handwerkzeuge zweier Werkzeugkästen plus was ich sonst noch in den letzten Jahren angesammelt habe, vor allem Metallbearbeitung und Elektrotechnik (berufsbedingt).

    An Elektrowerkzeugen sieht es bei mit eher mau aus, Akkuschrauber, Bohrmaschine, Stichsäge und Trennschleifer, dann ist schon Feierabend. Hinzu kommen sehr viele Gartengeräte.

    Das hat allerdings einen guten Grund, denn nur zwei Strassen weiter in meinem Elternhaus ist alles vorhanden was ich bisher je gebraucht habe, etliche Hand- und Elektrogeräte über Kreissäge, Ständerbohrmaschine, Schweißgerät und "KFZ-Grube", Häcksler, Betonmischer etc. pp.

    Einige Strassen in die andere Richtung hat mein Bruder die großväterliche Holzwerkstatt geerbt, passende Hand- und Elektrogeräte, Oberfräse, (Tisch-)Kreissäge(n), Gehrungs- und Kappsägen, Hobelmaschine, Drechselbank.


    Was ich auch als "Werkzeug" im weiter gefassten Sinn ansehe sind 2 Traktoren mit mehreren Anbaugeräten und diversen Anhängern. So sind auch die großen Sachen mobil und stehen ohne große Umstände dort wo sie gerade gebraucht werden.


    Wichtig bei Werkzeug ist eigentlich nur (wie bei jeder Ausrüstung) dass man es nicht kauft und einlagert für den Fall der Fälle, sondern damit auch arbeiten kann. Besser nur das haben was sich beim Hausbau, beim Renovieren oder bei diversen (Reparatur-)Projekten angesammelt hat. Wenn man es "geerbt" hat muss man manches wirklich erstmal ausprobieren wie es der Schwede weiter oben schon geschrieben hat.

    Ich weiß noch wie ratlos ich beim ersten mal vor der Hobelmaschine stand. Und vor Schweißgeräten und der Drechselbank habe ich einen gesunden Respekt. ^^


    Edit: Was mir nachträglich noch eingefallen ist: Insgesamt sind neben diversen Forstwerkzeugen auch noch 7 Kettensägen und zwei Greifzüge vorhanden die bei der Waldarbeit zum Einsatz kommen. Klingt viel, sind aber 4 Mann die damit arbeiten.

  • Ich denke Waschbaer spricht einige zentrale Punkte an: Mit Strom / Akku betrieben oder nicht. Die Größe: Kettensägen & Greifzüge hatte ich noch nicht auf dem Schirm.


    Gibt es da ernsthaft noch keine Listen?

    Auch zum Thema "Unterschiede zwischen Landvolk und 13.Stock Stadtbewohner"?


    Ich wohne in einer Vorstadt. Sehe aber nicht unbedingt wesentliche Unterschiede, da über kurz über lang die Forderungen an beide die gleichen sein werden. Denn:

    In meinen Szenarien blende ich dauerhafte Verfügbarkeit von Elektrizität aus. Daher sind für mich alle elektrisch betriebenen Geräte langfristig "out".

    Vielleicht macht das die Antworten einfacher.

    Gleiches gilt für mit Betriebstoff betriebene Geräte: Kettensägen, Generatoren etc. Sind laut, können nicht unbegrenzt betrieben werden und locken Gesochs an. No go!


    Ganz abgesehen davon, mußte ich (!) bei einigen der von Euch genannten Begriffen "googlen", damit ich weiß was Ihr meint-

    "... Und da steht weiter ich will große Rachetaten an denen vollführen, die da versuchen meine Brüder zu vergiften und zu vernichten, und mit Grimm werde ich sie strafen, dass sie erfahren sollen: Ich sei der Herr, wenn ich meine Rache an ihnen vollstreckt habe."

  • Lässt man alles (Elektro-)motorbetriebene weg könnte man ins Detail gehen was das Handwerkzeug angeht. Wenn ich mal die Zeit finde schreibe ich das mal zusammen, einfach so auflisten wird arg ungenau und ich denke mal gerade die Sachen die man dann vergisst sind vielleicht genau solche die für andere interessant sind.
    Ich versuche es mal für den Themenbereich Brennholzgewinnung zusammenzufassen, das ist nicht allzu viel und die hatte ich in den letzten Wochen alle mal wieder in der Hand.

    Wenn es das ist was du unter Listen verstehst können wir ja für verschiedene Themenbereiche welche erstellen.



    Beile (350g bis 1.500g)

    Äxte (von der Standard-Holzfälleraxt bis zur Ochsenkopf Spaltaxt) und Fällkeile

    Spalthämmer, Spaltkeile


    Astsägen

    Bügelsägen

    2 Mann Trummsäge (Zugschrotsäge)


    Handsappie

    Hippe / Schweizer Gertl

    Zugmesser

    Schäleisen


    Greif-/Mehrzweckzug

    50 m Stahlseil

    Umlenkrolle

    mehrere Anschlagseile und Bandschlingen


    Forstmaßband

    Fällheber

    Wenderinge, Wendehaken

    Handpackzangen

  • So ist richtig. :thumbup::thumbup::thumbup:Auf die gute alte Art. Habe die passenden Klamotten in der Scheune liegen. Wobei ich ehrlich bin, die Sachen wurden schon einige Jahre nicht benutzt.

  • Setzt aber auch voraus das man damit umgehen kann. Das beste Werkzeug ist nur so gut wie der der es bedienen kann. Haben ist zwar besser als brauchen, aber noch nicht so gut wie können. Abgesehen davon, dann liegt jetzt ein gefällter Baum im Wald. Auch nach dem zerkleinern bleibt für viele das Problem wie sie ihn in ihre Stadtwohnung ohne Kamin und Ofen bekommen und was sie dort damit anfangen sollen. Von interessieren Mitmenschen ganz abgesehen.

  • Setzt aber auch voraus das man damit umgehen kann. Das beste Werkzeug ist nur so gut wie der der es bedienen kann.

    Richtig. Darum liegt es in der Scheune, und die Bedienung ist kein Problem. Bis dahin wird maschinell gearbeitet.

    Haben ist zwar besser als brauchen, aber noch nicht so gut wie können.

    Haben ist besser wie nicht haben und können kommt von alleine.

    Stadtwohnung ohne Kamin und Ofen

    ??? Was soll jemand in einer Stadtwohnung ohne Kamin und Ofen mit Brennholz? Wohnen ja nicht alle in einer Stadt. Zudem geht es hier um Werkzeuge und nicht um Szenarien.

  • ??? Was soll jemand in einer Stadtwohnung ohne Kamin und Ofen mit Brennholz?

    Er hat vll. einen HOBO und einen Balkon?

    Er lagert das als Tauschmaterial, weil sein Bekannter einen Kamin hat?

    "... Und da steht weiter ich will große Rachetaten an denen vollführen, die da versuchen meine Brüder zu vergiften und zu vernichten, und mit Grimm werde ich sie strafen, dass sie erfahren sollen: Ich sei der Herr, wenn ich meine Rache an ihnen vollstreckt habe."