Messerangriff in Solingen (NRW) - Ideensturm von PG

  • Moin Mitprepper,


    gerade vor wenigen Stunden gab es erneut eine gefährliche Körperverletzung, diesesmal in Solingen NRW, mit einem Messer. Dieser wurde jedoch beendet durch den Einsatz von TASERN und das bringt mich dazu das Thema doch nochmal auf den Tisch zu bringen:


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    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Bei einer Erhöhung der MINDESTstrafe wären eventuell Leute betroffen, die das Messer aus ihrer Sicht zur Verteidigung genutzt haben.

    Gibt z.B. einige Fälle im Netz, bei denen Menschen verurteilt wurden, weil sie einen Einbrecher mit dem Messer "angeriffen" haben.


    Das ganze ist ein Thema, dass man nicht mal eben behandeln kann.


    Wegrennen ist natürlich die beste Wahl, ist aber leider nicht immer möglich.

    Es gibt genug körperliche Einschränkungen (Rollator, Übergewicht usw) weshalb ein Angreifer schneller sein kann. Auch wenn man seine Familie dabei hat, ist eine Flucht schwierig. Mit einem 5jährigen Kind weglaufen ist eben nicht optimal.


    Allerdings ist es auch richtig, dass man nicht glauben sollte, man könnte sich mit Selbstverteidigung (ich sage bewusst nicht KampfSPORT, weil Sport immer Regeln folgt, die es bei einem Messerangriff nicht gibt) gegen Messerangriffe erfolgreich wehren.


    Auf dem YT Kanal "Active Self Protection" werden immer mal wieder Einsätze von Tasern gezeigt. Dort ist man von den Geräten nicht so begeistert, weil sie in nur ca 50% der Fälle wirken.

    Einmal editiert, zuletzt von taboe ()

  • Egal wie hoch die Strafe ausfällt, setzt nicht bei den meisten das logische Denken aus wenn sie solche Taten begehen? Also für mein Dafürhalten werden höhere Strafen nicht zum Erfolg führen. Denn sonst hätte auch dieser Täter Angst dovor haben können, das er Minimum zu 50% in Gefahr läuft von der Polizei erschossen zu werden.


    Natürlich sind Jagd- und Kampfmesser viel zu einfach zu beschaffen, aber selbst bei einem Verbot nimmt man einfach ein großes Fleischmesser. Selbst ein kleineres sehr scharfes Messer macht verheerende Wunden.


    ...und wären es keine Messer, kann man von whatever erschlagen werden.


    Was kann also eine Lösung sein? Flächendeckend Kameras einsetzen, die mittels KI bei gefährlichen Szenarien direkt die nächste Polizeistreife alarmieren?


    Mehr Polizeikräfte fände ich zB auch einen guten Ansatz.


    Man selbst kann sich ja auch mittels der großen Bandbreite an Schutzkleidung besser schützen.

    Si vis pacem - para pacem

  • Auf dem YT Kanal "Active Self Protection" werden immer mal wieder Einsätze von Tasern gezeigt. Dort ist man von den Geräten nicht so begeistert, weil sie in nur ca 50% der Fälle wirken.

    Wenn ich mir das Video auf dem YT Kanal BILD ansehe, hat der Taser in diesem Fall auch nicht (richtig) gewirkt.

    Normal bewirkt ein Taser eine Muskellähmung und die getroffene Person fällt um wie ein Brett.

    In diesem Fall reagiert der Täter erst auf die Anweisung "Hinlegen" durch die Polizistin.

  • Nach meiner Kenntnis gilt Schutzkleidung als "Passivbewaffnung" und könnte in Waffenverbotszonen zu Problemen führen.

    bei der unauffälligeren Schutzkleidung wird das wohl kaum jemanden auffallen, zB Stichschutz-Shirt auch als Langarm-Version zu bekommen. Natürlich bietet das auch keinen umfassenden Schutz. Und ziehe ich das wirklich jeden Tag an? Und Murphys Law kennen wir ja. Zudem würde durch häufiges Waschen solche Kleidung allmählich ihren Schutzmechanismus verlieren...

    Si vis pacem - para pacem

  • Also das Problem an der SELBSTVERTEIDIGUNG mit Messern ist, dass das Messer nicht nicht immer angemessen ist. Für die Reine Selbstverteidigung in z.B. Notwehr wird niemand bestraft. Für eine unangemessene Verwendung einer Waffe jedoch schon.


    Gewiss rutschen auch Einzelfälle durch die nicht so gerecht behandelt wurden wie es sein könnten, im groben und ganzen ist die Nutzung eines Messers in reiner Notwehr möglich, wenn es das mildeteste zur Verfügung stehende Mittel ist um den Angriff zu beenden.


    So als Beispiel zum verdeutlichen:

    In Notwehr dürftest du sogar eine undebatierbar illegale Kriegswaffe nutzen, wenn es kein anderes milderes Mittel gibt, um den von einem Menschen ausgehenden gegenwärtigen Angriff zu beenden. Also z.B. mit einem Flammenwerfen. Für die Notwehr würdest du nicht belangt werden, wenn es WIRKLICH KEINE anderen Mittel gerade gab zur Abwehr des Angeriffs, aber im Anschluss für den Besitz und Gebrauch einer Kriegswaffe, dafür gäbe es dann doch eine Strafverfolgung.


    So ähnlich sieht es aus mit Selbstverteidigung mit Messern aus. Wenn das ein Springmesser ist, dann wird man nicht für Notwehr selbst belangt, aber für das Führen von verbotenen Waffen nach WaffG. Oder ein feststehendes Bowieknife mit 20cm Klinge womit man sich verteidigt im öffentlichen Raum. Auch da wird man für die Nutzung dessen nicht belangt, wenn es das mildeste verfügbare Mittel war zur Beendigung des gegenwärtigen Angriffs, aber wieder dann im Anschluss für die gesetzwidrige Führung von verbotenen Waffen.


    Das muss man immer etwas differenziert sehen, wofür diese Leute wirklich bestraft worden sind, die sich mit Messern verteidigt haben. In der Regel haben wir aber auch keine Absicht uns mit Messern zu verteidigen, es sind Werkzeuge zur Ausübung von Freizeitbetätigungen oder Berufstätigkeiten.

    Auf dem YT Kanal "Active Self Protection" werden immer mal wieder Einsätze von Tasern gezeigt. Dort ist man von den Geräten nicht so begeistert, weil sie in nur ca 50% der Fälle wirken.

    Da schaue ich mal fix rein im laufe des Tages, mir sind di Taser neu, was in DE sich nicht etabliert hat interessiert mich meist nur sekundär, aber nun haben wir einen erfolgreichen Einsatz als Beispiel. Hier hat es funktion.


    Was kann also eine Lösung sein? Flächendeckend Kameras einsetzen, die mittels KI bei gefährlichen Szenarien direkt die nächste Polizeistreife alarmieren?


    Mehr Polizeikräfte fände ich zB auch einen guten Ansatz.


    Man selbst kann sich ja auch mittels der großen Bandbreite an Schutzkleidung besser schützen.

    Hmmm ... aber diese Lösung klingt nach einem Überwachungsstaat und das wollen wir aus Erfahrung von vor circa 90 Jahren nicht mehr stattfinden lassen (Polizei- und Überwachungsstaat haben das Volk geplagt ... auch absurd, dass unglaublich viele Haushalte Privatunternehmen eine totale Überwachung ihres Leben bereits erlauben >_> ).


    Nach den ersten richtig miesen Verurteilungen wird sich das schon rumsprechen, dass Messerangriffe riiichtig mies bestraft werden. Aktuell ist das Mindeststrafmaß so gering, dass potentielle Täter nichtmal wissen wie sie bestraft werden - einfach Messer mitnehmen, weil ist effektiv und cool und leicht zu verstecken. Aber wenn die Medien aufzeigen "Messerangreifer hat Opfer leicht verletzt, 5 Jahre Knast bekommen" dann hat das schon seine Wirkung - gewiss nicht auf alle, aber einen gewissen Teil potentieller Messertäter kann man damit vermutlich abschrecken, Taten reduzieren.


    Man sollte auch im Verstand behalten, dass bisher solche Taten nur dazu geführt haben, NOCH MEHR EINSCHRÄNKUNGEN durchzuboxen für normalos wie und .. zur Abwechslung wäre das doch mal nice, wenn stattdessen das Mindeststrafmaß angehoben wird :)

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Beim Thema Erhöhung der MINDESTstrafe haben wir wohl verschiedene Ansichten und weden dort wohl keine Einigung finden, aber das müssen wir ja auch nicht.


    Zum Thema "mindeste zur Verfügung stehende Mittel" ist man im Moment der Tat als Verteidiger/Angegriffener eventuell anderer Meinung, als Später ein Richter.


    Wenn ich mir dieses Video ansehe


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    habe ich den Eindruck, als wäre der Taser zwar gezogen worden, aber nicht zum Einsatz gekommen. Wie gesagt, wenn ein Taser wirkt, fällt man um wie ein Brett. Hier hat der Täter aber erst seine Waffe abgelegt und sich dann auf Anweisung auf den Boden gelegt.


    Nachtrag:

    Falsches Video nachträglich ausgetauscht.


    2. Nachtrag

    Hier nochmal die Festnahme aus einem anderen Blickwinkel und mit Ton


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    Einmal editiert, zuletzt von taboe ()

  • Allerdings ist es auch richtig, dass man nicht glauben sollte, man könnte sich mit Selbstverteidigung (ich sage bewusst nicht KampfSPORT, weil Sport immer Regeln folgt, die es bei einem Messerangriff nicht gibt) gegen Messerangriffe erfolgreich wehren.

    Krav maga eben nicht, das folgt nur der Regel, bei einem Angriff zu überleben

    nichts weiter........

    hab das ne Weile in Südeuropa trainiert,

    ich bin weiterhin begeistert..................................

    bei einem Messerangriff zeigte uns der Trainer wie es gehen kann....

    freilich war ich nicht so fortgeschritten dass ich sagen könnte ich kann das wirklich managen