Umfrage - Auf welche Krise bereitest du dich vor?

  • Brennstoffe und Lebensmittel scheinen das neue Sparbuch zu sein.

    Absolut.


    Aktuell sehe ich "Europa" (die meisten europäischen Länder) in eine Bürger-Versorgungskrise steuern.

    Das hängt mMn. mit den Gasspeicherständen, dem Dieselmangel und dem Abbau der strategischen Reserven, der allgemeinen Verteuerung von allem, der wachsenen Abhängigkeit der breiten Masse von öffentlicher Versorgung und intakter Infrastruktur, der Situation am Wohnungs- und Arbeitsmarkt, sowie den Kriegen in der Ukrine und dem Iran, zusammen.


    Vor dem Hintergrund wächst mein Autarkiebedürfnis aktuell enorm.

                                                                            Si VIS PACEM PARA BELLUM

    3 Mal editiert, zuletzt von Konstantin () aus folgendem Grund: Politische Polarisierung/Unterstellung entfernt.

  • Aktuell, so absurd das wirken mag in einem Zeitalter der Automatisierung und Digitalisierung des Krieges, wird der Konventionelle Krieg, aus meiner Beobachtung, realistischer.

    - Russland stockt auf und baut aus

    - Europa tut dies auch, insbesondere Deutschland stockt auf mit Konventioneller Armee

    - USA rüstet mit B2-Nachfolgern auf zwecks China

    - Konflikt im Nahen Osten hat Deutschland involviert (Türkische Südgrenze zwecks Aufklärung)


    Es gibt derzeit einige Spannungsfelder die, auch unabhängig von Drohnenkriegen, die Wahrscheinlichkeiten von Konventionellem Krieg mit Einmischung Deutschlands nach sich zu ziehen scheinen.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Dein Punkt 2 macht mir die meiste Sorge, weil da heftigste Kriegsrethorik und Aufrüstung stattfindet.

    Und selbst eine ausgerufenen "Spannungsfall" hat zur Folge, das keinen Wahlen statt finden ( ala Ukraine) und die jetzige Regierung ewig an der Macht bleiben kann...

  • Ich muss sagen, dass ich mir gerade über solche Szenarien zunehmend Gedanken mache. Wenn man mitbekommt, dass es im Raum Aachen beinahe zu einem Anschlag auf die Stromversorgung gekommen wäre, macht einen das schon nachdenklich. Genauso die Bilder vom Hochwasser im Ahrtal, als plötzlich Straßen unpassierbar waren und ganze Orte von der Versorgung abgeschnitten wurden.

    Ich glaube, meine größte Sorge ist gar nicht unbedingt die eine große Katastrophe, sondern dass mehrere Dinge gleichzeitig ausfallen: kein Strom, keine funktionierende Kommunikation und Probleme bei der Versorgung, weil wichtige Verkehrswege nicht mehr nutzbar sind.

    Genau deshalb beschäftige ich mich mit Krisenvorsorge. Nicht, weil ich ständig vom Schlimmsten ausgehe, sondern weil ich im Ernstfall meine Familie und unsere Tiere versorgen möchte, ohne komplett aufgeschmissen zu sein.

  • Ich muss sagen, dass ich mir gerade über solche Szenarien zunehmend Gedanken mache. Wenn man mitbekommt, dass es im Raum Aachen beinahe zu einem Anschlag auf die Stromversorgung gekommen wäre, macht einen das schon nachdenklich. Genauso die Bilder vom Hochwasser im Ahrtal, als plötzlich Straßen unpassierbar waren und ganze Orte von der Versorgung abgeschnitten wurden.

    Ich glaube, meine größte Sorge ist gar nicht unbedingt die eine große Katastrophe, sondern dass mehrere Dinge gleichzeitig ausfallen: kein Strom, keine funktionierende Kommunikation und Probleme bei der Versorgung, weil wichtige Verkehrswege nicht mehr nutzbar sind.

    Genau deshalb beschäftige ich mich mit Krisenvorsorge. Nicht, weil ich ständig vom Schlimmsten ausgehe, sondern weil ich im Ernstfall meine Familie und unsere Tiere versorgen möchte, ohne komplett aufgeschmissen zu sein.

    Und in Berlin ist es erfolgreich dazu gekommen. Gerade erst letzten Winter. Zusätzlich habe wir Drohnenangriffe auf Flughäfen, Ausspähungen von Militäranlagen, digitale Missinformationskampagnen und dann noch die Umwelteinflüsse die "von sich aus" zu Problemen werden (nicht können, werden, regelmäßig, jedes Jahr irgendwo im Land).


    Das ist auch weise von dich gedacht, denn so sehen das viele von uns: Es ist vermutlich nicht "dieses eine Ereignis" das unsere Gesellschaft und Zivilisation aus dem Ruder wirft. Es ist vermutlich eine Eskallation unterschiedlicher Brandherde die an allen Stellen mehr oder weniger gleichzeitig sich addieren. Das kostet Hilfskräfte an allen Stellen und diese Hilfskräfte sind nicht dazu ausgelegt mehrere Probleme zeitgleich angehen zu können. DIe Kapazitäten sind hier beschränkt, wenn auch das was da ist lobenswert sein mag.


    Wenn wir dann noch eine panische, chaotische, unvorbereitete, moralisch instabile, physisch zerbrechliche, von Hilfe abhängige Bevölkerung haben, dann ist das Chaos vorprogrammiert. Jeder der auch nur 14 Tage für sich selbst sorgen kann, ohne die Bude verlassen zu müssen oder auf externe Hilfe angewiesen zu sein, ist bereits Bestandteil der Lösung. Denn dann haben wir einen Vorsprung beim Wiederherstellen eines wünschenswerten Zustandes im Falle einer Eskallation verschiedener Krisen. Das gibt Hilfskräften Zeit zum durchatmen, reduziert die Einsatzgebiete/betroffene Personen und erlaubt das Fokussieren der Kräfte dort wo sie am dringlichsten Bedarf finden.


    Stell mal vor die gesamte Deutsche Bevölkerung könnte 14 Tage, oder wie wir Prepper nicht selten auch mal 2-3 Monate, alleine auskommen. Wir wären eine Festung von Zusammenhalt und robust wie keine andere Bevölkerung dieser Welt - jede Krise wäre dann eher so "Ja, okay, also auf Prepps zurückgreifen, chillen, aus dem Weg gehen ... voilá wünschenswerter Zustand wiederhergestellt, 1-2 Wochen später kann der Alltag uneingeschränkt weitergehen." Wunschdenken Lass' mal kurz nachdenken Es gab alleine in meiner Lebenszeit bereits mehr als genug Situationen auf die Gesunder Menschenverstand mit Vorkehrungen hätte reagieren können, aber die Realität zeigt, dass der Mensch gerne unerwünschtes abtut und ignoriert sobald es vorbei ist - regelt ja wieder irgend jemand anderes irgendwie.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • 14 Tge vorbereitet und das jeder im nahe umfeld. Dann gäbe es theoretisch keine wirkliche Katastrophe mehr.


    Bei mir ist das Ganze sogar etwas spielerisch angehaucht: Ich nutze das Szenario einer Zombieapokalypse als Gedankenexperiment, um meine Vorbereitung systematisch durchzugehen. Natürlich nicht, weil ich das als realistisch halte (denkt also nicht ich sei Irre) Darauf 'nen Kaffee! , sondern weil man dabei ziemlich schnell auf ganz reale Symptome stößt:
    Hamsterkäufe und leere Supermarktregale
    Unruhe, Panik und zunehmende Verunsicherung in der Bevölkerung
    Zunehmende Gewalt und Plünderungen
    Wegfall der öffentlichen Sicherheit und Überlastung der Polizei
    Überlastete Krankenhäuser und Rettungsdienste
    Ausfälle von Strom, Wasser und Kommunikation
    Zusammenbruch von Lieferketten und Versorgung
    Verkehrschaos, Straßensperren und Evakuierungen
    Verbreitung von Gerüchten und Falschinformationen
    Einschränkungen des öffentlichen Lebens und staatlicher Dienstleistungen
    Zunehmende Konflikte um Lebensmittel, Wasser und andere lebenswichtige Güter
    Rückzug ins Private und Bildung lokaler Gemeinschaften zur gegenseitigen Unterstützung


    Am Ende geht es mir nicht darum, mich auf den Weltuntergang vorzubereiten, sondern im Rahmen meiner Möglichkeiten für verschiedene Krisen gewappnet zu sein. Ob man das nun klassisch Krisenvorsorge nennt oder ein fiktives Szenario als Gedankenstütze nutzt, ist für mich zweitrangig. Entscheidend ist, was man daraus für die Realität lernt und genau das empfehle ich auch Freunde und Verwandte, um sich ein kleines Netzwerk aufzubauen. Etwas das ich mir hier auch sehr gut vorstellen kann.


    14 Tage sind daher bei mir das angestrebte Minimum