Verhalten und Aufgaben im Konvoi

  • Das Plünderungen nach Kathastrophen ins Reich der Mythen oder zumindest nicht in Europa und ganz bestimmt nicht in Deutschland passieren... Im Ahrtahl wurden die meisten Straftaten unmittelbar nach der Flut begonnen.
    Das heißt ja auch nicht, das es nicht im Gegenzug eine riesige Hilfbereitschaft und ein Zusammenschweißen der Betroffenen selbst gegeben hat. Ich will nur aufzeigen das unser Wertesystem einfach nicht mehr so ist, wie es sich jeder gerne wünschen würde...

    Solche Geschenisse fließen natürlich auch unbewusst oder ganz bewusst in andere Betrachtungen mit ein. Ich denke mir ja schliesslich nicht aus das hier jemand mit Pfeil und Bogen 4 Polizisten entwaffnet... das mit Nachtsichtgerät, Wärmebildkamera und Schalldämpfer 2 Polizisten einfach kaltblütig ermordet wurden. Wie sagte Scholz so schön - wir leben in der Zeitenwände. Das zieht sich für mich aber auch noch viel tiefer in die Gesellschaft, als nur in der großen Politik.


    Ich werde es darum auch weiterhin so halten, das in einer schweren Krise, gleichwelcher Art, wenn gleich auch eher selten, extreme Situationen "wie aus Filmen" auftreten können. Das heißt ja nicht das ich sie beschreie oder herbeiwünsche. Ich fände es sensationell, wenn wir im Gegenteil uns alle gemeinsam nur noch dem Entgegenwirken des Klimawandels widmen könnten.

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  • Meine Ausführung bezog sich rein auf die gedachte Szenerie mit dem Baumstamm, die ich mir nicht vorstellen konnte.

    Das Ding ist, das war eine echte Aufnahme. Spät Abends, ich glaube auch Schlechtwetter, Mann fährt dunkle Straße entlang, vor ihm - soweit die Lichter reichen - sieht man so langsam einen umgekippen Baum der die Straße versperrt. Mann wird langsamer und gibt schon sowas von sich wie "oh .. das macht mir Unbehagen" - Auto wird langsamer, aus den Straßengräben (bewaldet) kommen 4-5 Angreifer mit Machete raus - nicht alle auf einmal, beim Baumstamm auf jeder Seite einer und gut vor dem Baum noch welche (die haben vermutlich geplant das anhaltende Auto von allen Seiten einzukesseln). Gut, dass der mann zeitig reagiert hat bei erster Sichtung einer person und direkt den Rückwärtsgang eingelegt - die die ihn einkesseln wollten haben noch mit den Macheten das Fahrzeug getroffen.


    Man kann nie davon ausgehen, dass die potentiellen Aggressoren "dumm" sind und völlig chaotisch und unvorbereitet, aber auch nie, dass es direkt vollbewaffnete Milizen sind. Wenn ich mich auch nur gegen 80% der Optionen wappnen kann, sind das 80% mehr als nichts zu tun "oh nein ich darf ja gar keine Schusswaffe haben" - ja dann eben nicht, dann wird mit dem gearbeitet was vorhanden ist.


    Gerade dieses Pepperballthema: Ich möchte nochmal erinnern, dass niemand von uns einen Pepperball mit 7,5 Joule aus wenigen Metern entfernung in's Gesicht bekommen hat und ich behaupte: Niemand möchte das, weil egal welche Meinung man hat, jeder weiss, das endet sehr böse. LoneWolfTactics du hast ja auch die gleiche wie ich, lass dir in's Gesicht schießen aus 10 Metern Entfernung und sag die selbe Meinung nochmal.


    (hat zum Glück jemand schon gemacht ... ohne Pepper)

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    Sind die Angreifer nicht maskiert? Feierabend. Die erblinden von einem Treffer für den Rest ihres Lebens (3 pro Sekunde sind abgebbar). Ich würde ja gerne zeigen wie doll die sind, ohne fake YouTube Pussy Gehabe mit Rücken zum Schützen und "nur neben einen schießen um zu sehen ob das Pfeffer reicht" - niemand schießt in einer Notsituation neben den Angreifer - es geht direkt in die Fresse, aber meine Gesundheit ist mir lieber als "Recht zu haben". Bis einer der Neinsager so eine Patrone sich in's Gesicht schießen lässt, akzeptiere ich keine Verharmlosung - wird nie geschehen, weil insgeheim weiss jeder der sie kleinredet, dass sie Zapfenstreich macht :D Tötet nicht - richtig, aber reicht um Angreifer auszuschalten oder zumindest Zeit zu verschaffen.


    Weiter im Klartext: Eine ganze Kollone mit z.B. der HDB68 auszustatten liegt im finanziellen Ermessen von regulär arbeitenden Bürgern. Armbrüste sind auch möglich. Beides erfordert die Bereitschaft den Umgang damit regelmäßig zu üben. Somit hätte man ganz legal eine Kollonne abgesichert. (Bitte, erzählt mir nicht nochmal, dass man ja nur scharfe Waffen braucht, die bekommen Normalbürger nicht)


    Wie verstärkt man denn nun die Fahrzeuge von Außen?

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Bei dem Pepperballthema drehen wir uns ja immer wieder im kreis. Keine Meinung dazu wird sich von der anderen überzeugen lassen. Muss ja auch nicht.

    Ich würde von mir behaupten, dass ich (leider oder Gott sei Dank?!) schon in mehreren überdurchschnittlich gewalttätigen, gefährlichen Situationen war und wenn ich von Angriffen spreche, dann denke ich natürlich an solche Szenarien. Andere gehen da dann vielleicht von ganz anderen Szenarien aus. Denke daher kommt die unterschiedliche Einschätzung.


    Nebenbei erwähnt: Armbrüste halte ich sehr wohl für wirkungsvoll.


    Den CO2-Flinten-Test können wir gerne mal machen. Ich versuche den Schützen so oft wie möglich (aber maximal 6 Schläge) mit einem Gummiknüppel auf die Beine oder Arme zu schlagen und dieser versucht mich mit einer CO2-Flinte davon abzuhalten. Freiwillige? ;-b Ich schlage aber definitiv unter Adrenalin mit voller Kraft.

    Das Szenario fände ich mit einem Gummiknüppel schon zu brutal. Was, wenn es mehrere Angreifer mit Messern, Hämmern oder den oben genannten Macheten gibt?


    Zurück zum Thema?


    Absicherung eines Konvois scheint mir eine der schwierigsten Taktiken zu sein. Habe ich mir vorher noch nie richtig Gedanken drüber gemacht.

    "Wer es nicht schafft sich vorzubereiten, ist darauf vorbereitet es nicht zu schaffen!"

  • Ich grätsch hier mal dazwischen - obgleich wir lange den Faden verloren haben.


    Jetzt muß ich doch etwas überlesen haben - sind wir noch bei den einfachen Plastik-Pepperball-Pumpen oder hatten sich jetzt schon Luftgewehre mit eingeschlichen? Hier wäre ich um vieles vorsichtiger im Hinblick auf einen Waffenverkäufer aus Essen, der sehr wohl ernstzunehmende Flinten verkauft die mit einem Handgriff ungemütlich werden können und eine beachtliche Feuerrate haben.


    Bei Armbrüsten möchte ich ein wenig widersprechen, selbst mit einer Repetierarmbrust wird man im 10m Bereich doch sehr schnell ganz alt aussehen. Es sei denn man kann vom Kreuzfeuer mehrerer geübter Schützen profitieren, was aus dem Auto heraus aber schwierig wäre (Ausnahme, versenkbares Dachfenster).

  • Okay, haben wir geklärt, dass wir das nicht klären können :D Mannometer, es gibt schon so ein paar spannende Themen. Aus 10m Entfernung einen Knüppel zu nutzen scheint mir ineffizient. Es ist aj auch nicht so, dass wenn die Distanzverteidigung nicht geklappt hat und der Angreifer in Reichweite seines Schlagstockes ist, dass ich nicht auch über Nahkampfmöglichkeiten habe - nicht? 1. Abschreckung 2. Distanzverteidigung 3. Nahkampfmittel - ich halte das weiterhin für sinnig Distanzdefensive zu betreiben, bevor Nahkampf notwendig ist. Wenn es nicht hilft, kein Problem, geht dann halt im Nahkampf weiter - die HDB68 ist zeitgleich auch ein guter Knüppel. Aber apathisch zu sagen "Naja, ist ja eh keine Scharfe, dann gehe ich direkt in den Nahkampf" halte ich für etwas übereilt.


    (Schaut nochmal das Video von oben - nicht so sanft wie diese "Spielzeuge" besprochen werden - nach so einem Treffer noch weiterlaufen und Angriffsfähig sein ist sehr unwahrscheinlich, vorausgesetzt der Schütze kann das auch, aber Skill ist ein relativ leicht behebbares Problem)

    Aber wenigstens ein Faktor bei dem wir uns einig werden könnten: So oder so - nur mit Skill ist das auch nur irgendwie nützlich, egal welche Feuerkraft, und das muss gut geübt sein, was die meisten mit den "Spielzeugen" vermutlich nicht gemacht haben.


    Ohne viel Umschweife zum Thema Bewaffnung für den Konvoi: Für alles außerhalb von Erlaubnisfreiem habe ich einfach kein Geld - es steht so einiges im Weg. Von der Vereinspflicht zur regelmäßigen Anwesenheit (eher kleineres Problem), regelmäßige Vereinsgebühren, Prüfungsgebühren, über die Gerätschaften selbst, dann die Munition um regelmäßig im Training zu beliben und dann kommen noch die Aufbewahrungsmöglichkeiten dazu - das kommt dann fix auf eine Summe eines Gebrauchtwagens - ich fahre einen Chinaroller, zum Verständnis, ein zehntel nur eines Waffenschrankes, ohne alle anderen Kosten. Geld. Geld steht im Weg - das vergessen viele die sich das "nebenbei" leisten können. Mein Konvoi wäre demnach im besten Fall nur mit Spielzeugen, wie sie genannt werden, und Armbrüsten ausgestattet. Gewiss, hätte ich die Möglichkeit, sähe das nochmal anders aus, habe ich derzeit aber nicht.


    Absicherung eines Konvois scheint mir eine der schwierigsten Taktiken zu sein. Habe ich mir vorher noch nie richtig Gedanken drüber gemacht.

    100% Treffer - es gibt vieles worüber man eher selten nachdenkt, aber nicht abwegig sind. Es reicht ja nur die Idee, dass man mit 2-3 Kumpels und 3 Autos von A nach B will in einem Krisenszenario.


    Also Voraussetzung, zur bestmöglichen Bewaffnung, ist schonmal, dass alle Fahrzeuge über mindestens gute PMR Geräte verfügen zur Aufrechterhaltung der Kommunikation, noch besser wären mobile CB-Quetschen aufgrund der Reichweiten, mehr Kanäle und bei Verlassen der Fahrzeuge sind sie weiterhin nützlich, weil eben mobil.


    0 8 15 Idee zur Verstärkung der Fahrzeuge wäre, wenn man bereit ist das Fahrzeug zu "demolieren" Metallplatten und Gitter die man fix ranschrauben kann, direkt an die Karosserie. Ist zwar nicht geschweisst, aber würde z.B. rundum die Fenster schließen und etwas Schuss-und Angriffssicherer machen.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Nachtrag: Im Video sieht man einen ausländischen Paintballmarkierer. Im Thema ging es aber um deutsche CO2-Flinten wie die TB68. Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

    "Wer es nicht schafft sich vorzubereiten, ist darauf vorbereitet es nicht zu schaffen!"

  • Darf ich mal bitte hier reingrätschen?

    Es freut mich dass ihr hier viel zu Diskutieren habt. Aber solche "Waffen" haben ja eigentlich nix mit einem Konvoi zu tun, oder?

  • Darf ich mal bitte hier reingrätschen?

    Es freut mich dass ihr hier viel zu Diskutieren habt. Aber solche "Waffen" haben ja eigentlich nix mit einem Konvoi zu tun, oder?

    Teils-Teils, man muss so einen Konvoi ja auch bewaffnen, wenn eine Weiterfahrt oder Flucht nicht möglich ist.


    Zu jedem Fahrzeug einen Extrakanister Sprit, das sollte natürlich nicht fehlen, denn es gibt im Anschluss, wenn SHTF sich gelegt hat, auch eine Rückreise nach Hause oder Zwischenfahrten, wenn man die BOL schon erreicht hat zur Ressourcenbeschaffung. Da haben wir ja bereits das Thema ganz gut ausklabüstert: RE: Wie viel Sprit darf man mitführen?


    Noch eine Frage wäre: Wie verhält man sich, falls ein Fahrzeug ausfällt? Ausrüstung zurücklassen? Fahrzeug vor Ort reparieren? Menschen mitnehmen? Letzeres geht ja auch nur, wenn die Fahrzeuge nicht bereits voll sind - also jedes Fahrzeug mit mind. einem freien Platz lassen.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Noch eine Frage wäre: Wie verhält man sich, falls ein Fahrzeug ausfällt? Ausrüstung zurücklassen? Fahrzeug vor Ort reparieren? Menschen mitnehmen? Letzeres geht ja auch nur, wenn die Fahrzeuge nicht bereits voll sind - also jedes Fahrzeug mit mind. einem freien Platz lassen.

    Daher würde ich ja dafür sorgen, dass die Fahrzeuge nicht alle "voll besetzt" sind. Mindestens dennoch 2 Personen pro Fahrzeug. Man könnte dann in solchen Fällen Ausrüstung und die Personen mitnehmen.

    Klar es kommt immer drauf an, wie groß die Fahrzeuge sind und allgemein wie voll sie sind. Aber gehe ich mal davon aus, dass diese Prepperfahrzeuge "Standartausrüstung" dabei haben finde ich, ist da noch mehr Platz. Weil: wieso sollte man den ganzen Hausstand mitnehmen und das Auto vollpacken damit es dann so aussieht?

    auto bepackt.jpg


    Also ja ist jetzt etwas übertrieben aber ihr wisst was ich meine. Weil was man alles in ein Fahrzeug einpackt für den Notfall, das haben wir ja im Thread über ein BOV ja auch schon durchgegangen:


    Also könnte man die Ausrüstung mitnehmen und auch die Personen, natürlich auf die anderen Fahrzeuge verteilt.

    Wegen Reparatur glaube ich, hängt es vom "Problem" an. Wenn man jetzt nicht direkt auf der Autobahn zusammenkracht, könnte man selbst da kleine Reparaturen erledigen. Aber im Notfall sollte man wirklich auch eventuell ein Fahrzeug aufgeben, vielleicht dennoch auf einer Karte markieren wo man es abgestellt hat. Oder man versucht noch schnell in eine abgelegene Straße zu gelangen um dort was zu machen.