Ohne Sympthome einer Infektion mit Borrelien, behandelt kein Arzt der Welt auf blanken Verdacht antibiotisch gegen etwaige Borrelien.
So schauts aus.
Die Reihenfolge hier im Borreliose-Risikogebiet ist:
• Zecke selbst zügig entfernen (ob mit Karte oder Pinzette hängt von den persönlichen Vorlieben ab), Einstichstelle desinfizieren
• Einstichstelle dann für 4-6 Wochen beobachten, sofern sich eine Wanderröte zeigt, sofort zum Arzt
• Keine Wanderröte: nach 6 Wochen beim Arzt einen sog. ELISA-Suchtest und anschließend den Immunoblot-Bestätigungstest auf Borrelien machen lassen
Was auch geht, ist die Zecke entweder selbst direkt nach dem Entfernen mit einem Zeckenschnelltest oder mittels Labortest (dazu muss die Zecke eingeschickt werden) auf Borrelien zu untersuchen - das sind dann aber auch die einzigen Möglichkeiten einer frühzeitigen Diagnose und ggf. Behandlung.
Zusammenfassend kann man allerdings feststellen, dass es besser ist, gar nicht erst gestochen zu werden. Borrelien werden ausserdem erst gegen Ende des Saugvorganges, also oft erst nach 12 bis 24 Stunden Saugdauer, übertragen. Eine frühzeitige Entfernung der Zecke kann also durchaus eine Infektion verhindern.
Schnelligkeit ist das Gebot der Stunde - keinesfalls erstmal abwarten, bis man beim Doc einen Termin hat und drankommt.