Meine Gedanken dazu:
-Grundlagen von "ich bewege mich von A nach B" beinhalten die Fragen: Warum, Wann und Wie. Wenn ich z.B. fluchtartig Weg muss, ist das was anderes als geplant zu einer BOL zu fahren. Das Wann ist auch spannend. Ich bin mit dem Grundsatz "Never move at night" aufgewachsen, allerdings gibt es Dinge und Orte, wo auch die Bewegung in der Nacht sinnvoll ist. Hier kommt es natürlich darauf an, ob das Risiko den Nutzen wert ist. Beim Wie sind wir auch schon bei der Technik also Konvoi oder Einzeln. Hat beides Vor- und Nachteile. Ich weiß pauschal ja nichtmal ob mein Ziel sicher ist, daher sollte man da bevor ich mit allem Gerödel auftauche mal aufklären.
-Thema Route ist auch so ein Ding. Als "Konvoiführender" muss ich Anmarschrouten definieren (gerne mehr als eine) und auch einen Exitplan haben (also wie komme ich da weg). Die Routen sind den Gegebenheiten anzupassen (Sicherheitslage, Meiden von Autobahnen, Hindernissen) und tagesaktuell zu gestalten.
-Ich muss alle Fahrer (sowie Reservefahrer) briefen und mit den Routen sowie der Lage vertraut machen. Außerdem sind hier das Thema Abstand (50 Meter sind ein gute Idee), Funk (Kanal, Art und Inhalt, etc.) und Verhalten bei Problemen (von der Reifenpanne bis zum Angriff) zu besprechen.
-Es wäre auch sinnvoll eine Taktik zu haben, wie man mit potentiellen Aggressoren umgeht. Von Opa Meier, der einscheren will, bis zum Hinterhalt bzw. dem Gelegenheitstäter. In jeder größeren Krise muss ich mit Checkpoints (Polizei, Militär oder illegale Checkpoints), daher sollte auch das Verhalten an Checkpoints beherrscht werden.
Fazit: Ist alles nicht so leicht. Aus meiner (Auslands)Erfahrung ist die alltägliche Konvoiarbeit mit ungelernten Menschen harter Tobak, bisweilen sehr gefährlich und immer mit massiven Risiken verbunden, weswegen ich da (sofern möglich) die Finger von lassen würde.