Brandschutz im privaten Raum

  • Moin moin,


    da ich derzeit meine Brandschutzschulung absolvieren durfte sitzt das Thema noch recht frisch und fiel mir auf als etwas das ich im Gegensatz zu öffentlichen Räumen, Clubs, Veranstaltungshallen, EInkaufsläden etc im eigenen privaten Bereich ein bisschen abgetan habe als "Ach, ich habe ja einen Feuerlöscher". Doch das reicht nunmal nicht um einen ordentlichen Brandschutz zu gewährleisten.


    Statistisch gesehen ist ein hausbrand deutlich realistischer als ein EMP über Berlin.


    Daher bitte ich Euch, dass wir uns hierzu ein mal eingehendst austauschen:

    - Welche Brandschutzmaßnahmen habe ihr vorgenommen?
    - Welche Gadgets können lebensrettend sein?

    - Wie geht man mit einem Feuerlöschen um?

    - Sollte man Smart Home Feuermelder haben?

    etc pp

    Für mich persönlich heisst das erstmal an und für sich:

    Ein mal alle Feuermelder nochmal prüfen, eventuell gegen moderne Geräte austauschen und vor allem ALLE Räume ausstatten, denn dies ist bisher nicht der Fall.



    Ich freue mich auf regen Austausch und neue Ideen.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Mehrer Feuerlöscher sind vorhanden.

    Vernetzte Rauch und Gasmelder, die sich im Meldefall gegenseitig aktivieren so dass in jedem Raum der Alarm los geht wenn EIN Melder angeschlagen hat. So bekommt man auch mit, wenn es im Keller oder auf dem Dachboden brennt oder es zu einem Gasaustritt gekommen ist.

    Im oberen Stockwerk befindet sich eine Fluchtleiter (Strickleiter) Thema wurde ja schon mal angesprochen (klick hier)


    Was ich bisher immer noch vor mir hergeschoben habe, ist die Anschaffung von Dräger Fluchthauben.

  • Wir haben erst im Dezember in allen Räumen (ausser den Küchen und Bädern) neue 10 Jahres-Rauchmelder installiert.


    Für die minimal teureren 10 Jahres Rauchmelder haben wir uns entschieden, da die Sensoren ohnehin nur eine Lebensdauer von 10 Jahren haben.

    Kaufe ich nun einen Rauchmelder mit 9 V Block, tausche ich die Batterie (erfahrungsgemäß) etwa alle 3 Jahre aus, also 3 Batterien über die Sensorlebensdauer von 10 Jahren. Preislich liegt ein 9 V Block bei etwa 1,50 Euro, macht bei 3 Stück 4,50 Euro - womit der Rauchmelder mit fester Batterie rechnerisch 4,50 Euro teurer sein dürfte, in der Praxis beträgt der Preisunterschied aber nur 2 bis 3 Euro.

    Nicht zu vernachlässigen: die Warscheinlichkeit, beim Batteriewechsel von der Trittleiter zu fallen, entfällt so auch 🙂


    Nun gibts natürlich auch vernetzte Modelle, da hätten meine Nachbarn im Haus aber schon zwei Fehlalarme mitten in der Nacht erlebt - insofern bin ich ganz froh, dass wir nur 9 Euro/Stück für unvernetzte, anstatt <30 Euro für vernetzte investiert haben. Zugegeben: bei insgesamt 30 Stück für 2 Gebäude ist/war das natürlich auch eine Preisfrage.


    Getestet werden unsere 1x Jahr mit einem Testspray für Rauchmelder (und protokolliert) wie wir allerdings durch die Fehlalarme wissen, würde es auch mit einer E-Zigarette gehen...


    Dann gibts bei uns, wir heizen immerhin mit Holz, auch 3 CO-Melder. Auch da beträgt die Sensorlebensdauer 10 Jahre, manche Modelle haben allerdings Sensoren mit nur 8 Jahren Sensorlebensdauer (steht in der Anleitung). Hier empfiehlt es sich, wenn kein Herstellungsdatum auf dem Gehäuse vermerkt ist, selbst wenigstens das Datum der Inbetriebnahme zu vermerken.

    Letzteres gilt auch für Rauchmelder, wobei auch unsere alten, die wir im Dezember ersetzt hatten, fast alle einen Aufkleber mit dem Herstellungsdatum hatten.


    In jedem Raum befindet sich zudem ein Schaumlöschspray (in der Küche 2), im Gang noch ein großer Schaumlöscher, im Hausflur je Stockwerk ein Pulverlöscher. Und in unserer Werkstatt haben wir ausserdem noch 2 CO₂-Löscher.

    Si vis pacem, prepper pro bellum. © by: Rainer Meyer

  • Mehrer Feuerlöscher sind vorhanden.

    Nun durfte ich heute erfahren, dass auch im Privatbereich, die Feuerlöscher wohl alle zwei Jahre geprüft werden müssen. Ist dies nicht der Fall und entstünde ein Brand mit Versicherungsanspruch KÖNNTE Die Versicherung argumentieren "du hättest nicht dein Möglichstes getan um den Schaden abzuwenden", wenn die Feuerlöscher nicht ihre zweijährige Prüfung erhalten haben.


    Was jetzt nicht heisst, dass man lieber keine haben sollte, immerhin rettet das Leben, potentiell, und verhindert größere Schäden. Aber aus fremden Erfahrungen gesprochen finden Versicherungen genau bei sowas kleine Stricke die hier udn da paar Tausend Euro weniger Versicherungszahlung mit sich bringen könnten.


    Nun gibts natürlich auch vernetzte Modelle, da hätten meine Nachbarn im Haus aber schon zwei Fehlalarme mitten in der Nacht erlebt - insofern bin ich ganz froh, dass wir nur 9 Euro/Stück für unvernetzte, anstatt <30 Euro für vernetzte investiert haben. Zugegeben: bei insgesamt 30 Stück für 2 Gebäude ist/war das natürlich auch eine Preisfrage.

    Das finde ich hingegen ziemlich interessant. Ich habe hier knapp 70m², aber einige Räume sind stets geschlossen. Bei gutem Schlaf, so selten er auch ist, könnte man leicht den Beeper aus einem geschlossenen Raum überhören. Da hilft der Feuerlöscher eventuell noch um eine Flucht zu ermöglichen. Hier klingen die vernetzen doch gar nicht so wild. Lieber ein mal zu früh ausschlagen, als zu spät mitbekommen. Ich denke das ist eher kein Risiko, erhöhte Sensibilität, die man in Kauf nehmen könnte.


    Bei deinem Situation ist das natürlich ein immenser finanzieller Aufwand, da sprechen wir nicht von 4 Meldern mehr, verständlich, dass es Alternativen braucht. Aber auch die 9V Varianten haben ihre Probleme, gar keinen Nerv alle drei Jahre darauf achten zu müssen. 10 Jahre Rauchmelder klingt wieder sehr convinient - definitiv ansprechender als die gängigen.


    Hat denn jemand eine Löschdecke Zuhause? Einige brände sind ja auch fix unter Kontrolle gebracht durch Sauerstoffentzug und da eignet sich eine Löschdenke ziemlich gut. Draufwerfen und fertig, wenn man natürlich zeitnah mitbekommt, dass es einen Brand gibt. Dies scheint mir viel entspannter zu sein als ein Feuerlöscher - muss nicht alle paar Jahre geprüft werden, keine Technik im Spiel, durchgehende Verlässlichkeit - vllt nun nicht bei einem Elektrobrand, aber Ölbrände und anderweitige chemische könnte man damit fix in den Griff bekommen.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • - Feuerlöscher in Keller und Wohnung

    - Freuerlöschdecken in Keller und Küche

    - Rauchmelder überall

    - Gartenschläuche Griff bereit

    - Möglichkeit aus jedem Fenster zu flüchten

    - Lithium Akkus alle in speziellen Sicherheitsbehältern

    - Geräte wie Toaster, Wasserkocher, Ladegeräte ....Alle an hochwertigen Schaltersteckdosen, die bei nicht Nutzung ausgeschaltet werden

    - regelmäßige Feuerlöschübung ( letzte vor 3 Monaten)


    ....und nicht zuletzt eine sehr empfindliche Nase, die schon ab und zu , auch auf Arbeit, schmorende Leitungen gerochen hat.

    Und Erfahrungen mit der Brandbekämpfung ( auch als Nicht Feuerwehrmann ) habe ich auch..

  • Nun durfte ich heute erfahren, dass auch im Privatbereich, die Feuerlöscher wohl alle zwei Jahre geprüft werden müssen. Ist dies nicht der Fall und entstünde ein Brand mit Versicherungsanspruch KÖNNTE Die Versicherung argumentieren "du hättest nicht dein Möglichstes getan um den Schaden abzuwenden", wenn die Feuerlöscher nicht ihre zweijährige Prüfung erhalten haben.



    Wusste ich bisher nicht, guter Hinweis, danke.


    Kennt sich denn jemand mit diesen Fluchthauben aus? Da gibt es ja doch ordentliche Preisunterschiede.

    Ich möchte allerdings nicht erst im Ernstfall herausfinden, dass die preisgünstigen Dinger nicht (richtig) funktionieren.


    Es gibt ja auch solche Filterstücke, die man sich einfach nur in den Mund steckt und eine Nasenklammer aufsteckt.


    Dann gibt es ja auch solcher "Retter" zum Arbeitschutz in Chemiebetrieben. Filtern die anders als Filter für Brandrauch?


    NACHTRAG:

    Im Zusammanhang Brandschutz möchte ich auch auf den Gesprächsfaden Brandlöscher (klick hier) hinweisen.

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  • Nun durfte ich heute erfahren, dass auch im Privatbereich, die Feuerlöscher wohl alle zwei Jahre geprüft werden müssen

    Woher hast du diese Info? Mein Wissensstand deckt sich mit dem der Google-KI:

    Zitat von Google-KI

    • Für private Feuerlöscher besteht keine gesetzliche Prüfpflicht. Dennoch wird dringend empfohlen, Feuerlöscher alle zwei Jahre von einer Fachfirma warten zu lassen, um die Funktionsfähigkeit sicherzustellen. Regelmäßige Sichtprüfungen durch den Besitzer können ebenfalls helfen, die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten.

    • Kein "Feuerlöscher-TÜV": Da keine Pflicht zur Vorhaltung in Privathaushalten besteht, gibt es auch keine Pflicht zur Wartung.


    Von einem unserer Feuerwehrler habe ich beim Übungsfeuer löschen auf der "langen Nacht der Feuerwehr" einen Tipp erhalten - er riet mir dazu, sämtliche Pulverlöscher wenigstens 1x pro Jahr auf den Kopf zu drehen und dann so für 2, 3 Tage stehen zu lassen. Erklärung dazu war, dass sich das Pulver über die Zeit am Boden sammelt und diese Prozedur das Pulver wieder auflockern kann.

    Ausserdem gabs den Hinweis, den Löscher zu ersetzen, wenn sich das Pulver nicht mehr lockert, man hört das innen "rieseln" beim umdrehen, wenn es locker ist.

    Desweiteren empfahl er mir generell Löscher mit Manometer/Druckanzeige, unabhängig vom Löschmittel. Da sähe man sofort, wenn der Druck nachlässt und nicht mehr im grünen Bereich ist.


    Ah ja, Nachtrag

    Im Haushalt sind Schaumlöscher, der korrosiven Wirkung des Pulvers wegen, klar die bessere Wahl.

    Möchte man aber einen Feuerlöscher in frostgefährdeten Bereichen vorhalten (unbeheizte Garage, Terrasse etc.) kann ein Schaumlöscher einfrieren. Es gibt zwar einige Modelle, die bis -25° C frostsicher sind, das kann aber in ungeschützten Bereichen nicht ausreichend sein.

    Si vis pacem, prepper pro bellum. © by: Rainer Meyer

  • Konstantin hatte sich ja auf Vertragsbedingungen von Versicherungen bezogen.

    Zumindest in unserer Brandversicherung gibt es keine Klausel, die uns auferlegt, einen Feuerlöscher vorzuhalten.

    Si vis pacem, prepper pro bellum. © by: Rainer Meyer