Umfrage - Auf welche Krise bereitest du dich vor?

  • Sorry Jungs und Mädels, musste hier mal kurz Wischen. Bitte denkt dran, PG ist kein Forum für Politik und Verschwörungsthemen, es ist ein Forum NUR für Krisenvorsorge. (Empirisch nicht belegbare Annahmen und darauf aufbauende Schlussfolgerungen sind Verschwörungstheorien)


    Was wir tun: Aktive, private Krisenvorsorge.

    Was wir nicht tun: Politik, Politikphilosophie, nicht bestätigbare Annahmen und Schlussfolgerungen aus solchen.


    ^ dies ist oft ein Grund in den letzten Jahren hier für Unmut, als "dürfe man hier seine Meinung nicht frei äußern" und das ist auch richtig, darf man hier auch nicht. Das ist ein von mir privat betriebes Projekt und ich habe beschlossen was wir besprechen und was nicht. Ich verbiete Euch Eure Meinungen nicht, aber die Äußerungen jener auf PG, wenn sie nicht "Krisenvorsorge" im Kern beinhalten.

    Weiter im Klartext:

    Auch wenn ich das selbst nicht gemarkert habe (es gibt einiges an realistischer Auswahl), so wundert mich der geringe Wert bei "Finanz-, Banken-, Liquiditätskrise". Das wäre auch so eine Situation mit großflächigen Auswirkungen auf Privathaushalte und Unternehmen, vor allem dann ja aber auch auf die Kaufkraft das dann eventuell sogar eine Wirtschaftskrise nach sich ziehen kann. Es klingt erstmal banal, das bedeutet aber auch: Jede Person kann sich nicht mehr so viel kaufen. Von Nahrung, über Miete, über Zweitauto etc Sehr persönliche Krise, wenn auch nicht die eigene Person "erstmal" betreffend.


    Die Frage, meinem Unwissen nach, wäre: Was braucht es für solch eine "Finanz-, Banken-, Liquiditätskrise"?

    Wie realistisch ist sowas spezifisch in Deutschland? Aber auch, wie wirkt sich das aus wenn ausländische Banken solche Krisen erleben mit denen wir eventuell Handel führen oder bei denen wir Schulden haben oder in Ländern die bei uns Schulden haben?

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Du hast es doch schon treffend beschrieben Konstantin. Eine Finanz-, Banken-, Liquiditätskrise, ist abstrakter und nicht so leicht greifbar wie es zB. der Schuß aus dem gewehr auf "dein Haus" ist.


    Interesant ist, wir hatten 2007 bis 2009 eine heftige Finanz-, Banken-, Liquiditätskrise.

    Aber wenn hat es getroffen? In erster Linie Die Vermögenden durch Vermögensverlust. In zweiter Linie Einzige Zigtausend Mitarbeiter im Bankensektor. In dritter Linie "das Volk" durch einen schlechten Arbeitsmarkt, Teuerung, Nullzins auf Sparanlagen, Mietpreissteigerungen, erschwerte Kreditvergabe etc.

    Das sind ja Vorgänge, die langesam und schleichend stattfinden. Es ist für die Familie eh schon schwierig nen Hauskredit zu bekommen. Mutti hat den Job jetzt noch verloren. 3 Zimmer Whg ist zu klein für die Familie mit zwei Kindern, aber so teuer wie nen Neubau am Stadtrand. Familie bleibt in der kleinen Whg. kinder wachsen in anderem Millieu auf. Vielleicht resultiert daraus, dass die Kinder später selbst weniger Geld verdienen werden. Kreislauf dem man entkommen muss. Über Dekaden.


    Da hat es doch gleich nen ganz anderen Impakt wenn....Rumps, Bum, Zack, alle Lichter, Fernseher, Heizungen, Türen, Kassen, Fahrstühle etc.pp aus sind und mann die direkten Folgen des Ereignisses sofort sieht, fühlt und erlebt.


    Ein weiterer Punkt ist sicher die mediale Präsenz, die je nach media Bubble ja auch bei jedem unterschiedlich sein kann.

    Ukraine Krieg und Blackout sind halt die beiden Themen, die bei preppern und der breiten Masse präsent sind, weil sie in den Medien präsent sind.


    Was mich halt wundert, die wenigste Vorsorge haben wir (inkl. mir selbst) offenbar bei den wahrscheinlichsten Ereignissen. Das lässt schon nachdenken an der eigenen Vorgehensweise. Nen Küchenbrand ist vermutlich 1000 fach wahrscheinlicher als nen Blackout und nen Extremwetterereignis vermutlich 100 mal wahrscheinlicher als ein konventioneller Krieg auf deutschen boden. Hoffe ich zumindest.

                                                                            Si VIS PACEM PARA BELLUM

    5 Mal editiert, zuletzt von John Doe ()

  • Am 10./11.05.2024 stand ich draussen und habe das erste mal erfolgreich Polarlichter in Süddeutschland fotografiert. Bevor ich allerdings raus bin, habe ich alles ausgeschalten und runtergefahren, was Schaden nehmen hätte können und/oder nicht redundant vorhanden war. Ja, ich habe sogar meinen Laptop in einen Metal-Hobbock gepackt.


    IMG_0429_sm.jpg


    IMG_0466_sm.jpg


    Und was war in Deutschland, nach dem extrem starken Sonnensturm (immerhin mit G5 und einem Kp-Index von 9 der stärkste seit über 20 Jahren) ausser schönen Lichtern am Himmel? Nix.

    Kein Transformator ist explodiert, kein PC abgeraucht, kein Handy kaputt gegangen, zumindest habe ich in der Medienlandschaft nicht eine einzige diesbezügliche Meldung - trotz aktiver Suche - gefunden.


    Dieses Jahr im Januar (G4, Kp-Höchstwerte erreichten 8-9) stand ich wieder draussen, diesmal gabs sogar grünes (!), visuell deutlich wahrnehmbares Polarlicht, sichtbar hier in Süddeutschland und weit bis nach Österreich hinein, aber wie schon im November 2025 (G3 bis G4, Kp-Höchstwerte ebenfalls 8-9) habe ich bei weitem nicht mehr derartige Sicherungsmaßnahmen ergriffen wie noch im Mai 2024...


    Trotzdem verfolge ich aktiv, was unser Zentralgestirn so treibt und ggf. in unsere Richtung abfeuert, habe aber einen EMP durch Sonnensturm in der Umfrage nicht angekreuzt - wenn mir aber dann mein Bauchgefühl beim sichten der Daten suggerieren würde, dass akuter Handlungsbedarf besteht, handle ich wieder genau so, wie damals im Mai 2024. Ansonsten steht die Kamera mittlerweile griffbereit auf dem Stativ Gut Recherchiert

    Si vis pacem, prepper pro bellum. © by: Rainer Meyer

    4 Mal editiert, zuletzt von Enomis () aus folgendem Grund: Bilder eingefügt

  • Ich habe mal dazu einen Artikel geschrieben, ist eventuell nochmal interessant:

    Die Erde ist schon ganz gut gerüstet gegen EMPs aus dem Weltall.


    Was mich halt wundert, die wenigste Vorsorge haben wir (inkl. mir selbst) offenbar bei den Wahrscheinlichsten Ereignissen. Das lässt schon nachdenken an der eigenen Vorgehensweise. Nen Küchenbrand ist vermutlich 1000 fach wahrscheinlicher als nen Blackout und nen Extremwetterereignis vermutlich 100 mal wahrscheinlicher als ein konventioneller Krieg auf deutschen boden. Hoffe ich zumindest.

    Dem ist wahrscheinlich so. Das schöne am Ganzheitlichen Preppen (Ja Mensch, das könnte ein Trendbegriff werden ^^) ist, dass man mit Vorkehrungen für Größere Ereignisse viele weitere potentielle Krisen mit abdecken kann. Ist ein angenehmer Nebeneffekt. Da wir ja aber von "was ist wohl realistisch" sprechen, ja ich denke es gibt hier noch deutlich mehr weniger drastischere und weniger globale Krisen.


    Eine durchaus realistische Krise ist es, wenn Menschen am Limit ihrer Einkünfte Leben und die Inflation oder durch Kriege beeifnlusste Preise oder anderweitige Ereignisse Preissteigerungen in unterschiedlichen Segmenten mit sich bringen. Ich habe nicht selten menschen erlebt die mit gutem Einkommen sehr unbedacht mit ihren Finanzen umgehen "Ist ja genug vorhanden" bis sich Preise geändert haben, langsam und schleichend, und irgendwie war dann doch nicht mehr genug da für den Lebensstil. Dann muss der kleine BMW weichen für einen gebrauchten Dacia. Viele leben vor sich hin mit etlichen laufenden Verträgen für alles unnötig mögliche, weil es zur Zeit einfach möglich ist. Da lebe ich nach dem Printzip "Nur weil du's kannst, heisst es nicht, dass du es sollst"


    Brauche ich Amazon Prime, Netflix, RTL+, Telecom TV, Samsung Streaming, iTunes, Spotify, Tidal, YouTube Premium etc und wie sie alle heissen? Manche haben wirklich 10 Streamingdienste gleichzeitig abonniert für Musik und Video. Das sind mal fix 10 bis 15 Euro mal 10. Das sind zwei Tankfüllungen die weggeschmissen wird oder 1g Goldplättchen als Anlage.


    Muss es der Einkauf mit Markenprodukten sein die Prestige versprechen, weil "hat man ja im TV gesehen" - ich weiss ganz genau, dass es unmengen an Menschen gibt die völlig unreflektiert kaufen was die Werbung suggeriert als Qualitativ wertig (ist unserem preppersegment genauso) oder könnte man 10 Minuten recherchieren und ein Equivalent finden das günstiger ist? Bei 12 Monaten EInkaufen hat man mit ein paar Alternativwaren die equivalent in Qualität sind, aber günstiger im Preis auch mal ein 15g Anlegergold in der Hand stattdessen.


    Das größte Problem das ich hier in dem Kontext sehe, neben den vielen unnötigen oder versteckten nebenbei laufenden Kleinverbrauchern an Finanzen, sind Autos. Der Deutsche liebt sein Auto, verstehe ich, ich auch, aber ein Mercedes ist für ein Mercedes Einkommen mit trotz Mercedes viel Luft nach oben gedacht, wenn dies nicht vorhanden ist muss man sich mit einem Dacia abfinden. Hier und da kann auch ein BMW gefahren werden, nur dann bleibt 5% Luft nach oben nach allen Ausgaben und wenn der gute BMW oder Mercedes doch mal was hat, dann ist das eine sehr drastische Krise - dieses Prestige kostet nunmal nicht nur in der Anschaffung und im Allgemeinen Unterhalt.


    Ich beobachte das an mir selbst, meine finanzielle Situation scheint sich bessern zu wollen und beim Umschauen nach Autos merke ganz deutlich das gefühl von "Ja ne, da ist noch Luft für gut mehr an PS" und beim kleinen Opel folgt dann sowas wie "NENE! BMW , Mercedes - let's go! SUV!" und ja, viele Menschen folgen genau diesen Impulsen, anstatt der Vernunft. Und dann, bei z.b. Inflation von über 40% von 2009 bis 2026 steht ein Mercedes in der Auffahrt, aber man lebe -20% der eigenen Mittel.


    Das ist so eine Krise die wird nicht offengelegt, sie ist sehr persönlich, aber auch selbstverschuldet. Und niemand möchte über die eigene Schuld reden, dann lieber über den Blackout :)


    "WILL + BRAUCHE ich das wirklich oder ist das ein Impuls, weil ich es mir derzeit schlicht leisten könnte?"

    Nach dem Prinzip bleibt immer noch gut Luft nach oben, denn ich lebte einst auch so am Limit.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Absolut. Da stimme ich dir zu 100% zu Konstantin.


    Auch im eigenen Umfeld über die Jahre X Mal erlebt. Leute die sich reich fühlen weil sie ein Haus gekauft haben, für 350 000 € und nie verstanden ahben, das sie über 40 Jahre 800 000 Euro zurückzahlen und dann auf ner 40 Jahre alten Bude sitzen. Typen die dachten sie werden 12 cm größer wenn sie nen Tuareg leasen oder 25 k€ in nen 15 Jahre alten R350 AMG stecken. Damen die konsumkredite ohne Ende laufen hatten und über andere Damen geschimpft haben wie assig die wären, ohne zu refelktieren das ne Bürgergeld Empfängerin ohne Schulden "reicher" ist wie sie selbst mit 13 k€ Schulden für ne Gucci Brille, Nagelstudio, nen gebrauchten und nicht angezahlten Mini, etc.pp.


    Charlie Munger sagte mal - "Arme Menschen geben sehr viel Geld dafür aus, dass man ihnen nicht ansieht wie Arm sie sind. Daher gibt es erfolgreiche Marken wie Nike, Swatch, Coca Cola, Pepsi, Heinz, Mc Donald, uvam. Sie kaufen sich das Gefühl nicht arm zu sein und sie scheuen sich keine Sekunde sich dafür Geld zu leihen. Daher empfehle ich denen die nicht arm sind, in solche Marken zu investieren und ganz sonders auch in die Banken die diesen Leuten sehr teuer das Geld dafür leihen!"


    Und Paul Panzer hat mal in ganz simplen Wort, wunderschön erklärt wie ne Finanzkrise funktioniert....

    Externer Inhalt youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

                                                                            Si VIS PACEM PARA BELLUM

  • Die Sache mit dem Blackout ist ja die, was in Berlin passiert ist hat ja gereicht um Todesopfer zu fordern [1]. Die Annahme "Heute ist alles gut, wenn was passiert ist noch Zeit" ist falsch, da schon heute sämtliche Ressourcen am Ende sind (Rettungswagen, Krankenhäuser etc.). In solch einer Krise sterben die Personen, die sonst vielleicht noch gerade so gerettet worden wären. Die Sars-Cov-19 Pandemie ist ein gutes Beispiel dafür, dass nicht das Ereignis selbst, sondern seine Auswirkungen Todesopfer fordern. Und in Berlin sprechen wir von knapp unter 100.000 Menschen, wenn die Sache in Spanien länger angehalten hätte, wäre das auch anders gelaufen. Und das ist das Wesen vieler Szenarien. Da setzt ja auch Prepping an. Ich bin eben nicht abhängig davon jeden Tag einzukaufen, aber auch nicht bei jedem Weh Wechen ins Krankenhaus zu müssen. Gesundheitskompetenz ist hier das Stichwort.

    "All the places I've been and things I've seen

    A million stories that made up a million shattered dreams

    The faces of people I'll never see again

    And I can't seem to find my way home"

    ~Far from home by Five Finger Death Punch

  • Die Sache mit dem Blackout ist ja die, was in Berlin passiert ist hat ja gereicht um Todesopfer zu fordern.

    Absolut!


    Und dabei war der Vorfall in Berlin ja nicht mal ein Blackout, sondern "nur" ein klassischer Brownout (sprich örtlich klar begrenzt und zeitlich "überschaubar"). Bundesweit oder Hälfte der Repulik wäre noch mal ne ganz andere Nummer.

                                                                            Si VIS PACEM PARA BELLUM

  • der Vorfall in Berlin ja nicht mal ein Blackout ... Bundesweit oder Hälfte der Repulik wäre noch mal ne ganz andere Nummer.

    Insgesamt waren da 46 Netzersatzanlagen im Einsatz:

    "Wir haben in diesem Fall gelernt, dass die Notstromaggregate, die eingesetzt worden sind, echt einen Unterschied gemacht haben", erklärte Landeck. Durch insgesamt 46 dieser "Netzersatzanlagen" seien rund 10.000 Haushalte früher wieder mit Strom versorgt worden, vor allem vulnerable Kundengruppen wie Krankenhäuser und Pflegeheime.

    Ausgerechnet in der Satiresendung "Heute Show" gabs dann aber eine interessante Grafik (ab Minute 30):

    heute-show vom 30. Januar 2026
    Oliver Welke und sein Team sind zurück mit den Themen: Lifestyle-Teilzeit, US-Demokratie unter Druck und mangelhafter Schutz kritischer Infrastruktur.
    www.zdf.de

    Netterweise gibts unten in der Zeitleiste "Sprungpunkte" zu den einzelnen Themen, die betreffende Grafik ist im Beitrag zum Berliner Stromausfall unter "Größter Darkroom Europas" (Minute 26 und 8 Sekunden) eingeblendet.


    Ursprünglich stammt die Grafik aus der Sendung "Frontal" vom 20.01.2026 mit dem Thementitel "Die Lehren aus dem Berlin-Blackout" (ab Minute 15 und 23 Sekunden - keine "Sprungpunkte"):

    frontal vom 20. Januar 2026
    Mit den Themen: Streit um Erbschaftsteuer, Islamistische Teenie-Terroristen, Die Lehren aus dem Berlin-Blackout, Illegales Online-Glücksspiel
    www.zdf.de


    gelegentlich kommts mir beim Zappen unter. Immerhin, bei der Heute Show kriegen wenigstens alle gleichermaßen ihr Fett weg, unerheblich, welche politische Position der kritisierte Adressat einnimmt.

    Si vis pacem, prepper pro bellum. © by: Rainer Meyer

  • Absolut!


    Und dabei war der Vorfall in Berlin ja nicht mal ein Blackout, sondern "nur" ein klassischer Brownout (sprich örtlich klar begrenzt und zeitlich "überschaubar"). Bundesweit oder Hälfte der Repulik wäre noch mal ne ganz andere Nummer.

    Brownout ist eher die geplante, rollierende Abschaltung bei Strommangel, zur Aufrechterhaltung des Gesamtnetzes bzw. Stromschwankungen im Hochspannungsnetz je nach Quellenlage [1].

    Das war einfach ein Stromausfall. Ein Blackout gab es in Spanien (da 18 Stunden Dauer, mehrere Millionen betroffen etc.), wobei es auch keine Definition gibt was ein Blackout eigentlich genau ist.

    "All the places I've been and things I've seen

    A million stories that made up a million shattered dreams

    The faces of people I'll never see again

    And I can't seem to find my way home"

    ~Far from home by Five Finger Death Punch