Berlin ohne Strom - gerade zu Minusgraden

  • Dann würden in aller Welt so regelmäßig solche Sachen passieren. Tun sie aber nicht. Wenn man die Strafen verschärft, und auch durchzieht und Exempel statuiert, schreckt das Hobby-Terroristen ab. Hier aber wird es durch Dulden gefördert, ja fast schon herauf beschworen. Hat ja schon mehrfach geklappt, war lustig, machen wir weiter.

    Mich würden solche Sachen noch am wenigsten treffen. Bin relativ gut vorbereitet, nicht alt oder krank und auf keinerlei Hilfe angewiesen. Bin außerdem mobil und hätte einen Ausweichpunkt bei Verwandten.

    Mir könnte also also egal sein. Finde nur bemerkenswert, was sich da abzeichnet.

    ...das kann ich so leider nicht stehenlassen - in den USA, wo die Gesetze und Ordnungshüter ja bekanntermaßen strenger sind nutzen zB extreme Rechte Anschläge auf Stromnetze.

    War der großflächige Blackout in Spanien nicht auch ein Anschlag, weiß nicht ob das geklärt wurde - hätten fürs gleiche Geld eine katalonische Extremistengruppe sein können.


    Ich bin natürlich ganz bei dir, das wir in vielen Bereichen viel zu lasche Gesetze oder deren Auslegung haben, mehr und besser ausgerüstete Polizei her muß. Exempel statuieren könnte auch genauso von mir stammen. Ich glaube aber nicht, das es in dem Fall die Lösung des Problems ist.

  • Also Stand aktuell ist ja, dass die Polizei sich rangesetzt hat und die Sache nachverfolgt, mitunter auch Spurensicherung vor Ort, was z.B. die Reparatur verzögert. Das braucht wohl seine Zeit: Niemand war Vor Ort, es gibt keine direkten Zeugen die genau sagen können "Achja, der da, der war's" hier muss akribisch nachgeforscht werden zur Feststellung der Tatverdächtigen.


    THW, Freiwillige Feuerwehr, Ärzte - diese Instanzen arbeiten ja auch weiterhin un kümmern sich um Betroffene. Ich hingegen bin derzeit (mag eine temporäre Übersättigung sein) eher auf dem Trichter:

    "Naja, selbst Schuld - eingie Vorkehrungen der Betroffenen (hoffentlich haben sich einige gekümmert und gepreppt) sind nicht sehr kostenintensiv und möglich umzusetzen und das Thema Krisenvorsorge ist schon lang' genug auf dem Schirm. Wer Stand jetzt bei einer Krise keine Vorkehrungen getroffen hat, hat schlicht selbst Schuld und muss mit dem Minimum auskommen, das staatlich oragnisiert werden kann (Feuerwehr, Ärzte etc)."


    Wäre das verhinderbar? Ich denke kaum. Da muss es schon dann Schutzpersonal vor Ort geben und strenge Überwachungen. Da es abertausende solcher Anlagen gibt wäre das ein immenser Aufwand und die Kosten läppern sich dann bei den "armen Bürgern" (uns). Dann wäre das Gemecker auch groß, nur zu einem anderen Thema eben, zur Lösung.


    Berlin hat solch einen Ausfall mit 50.000 betroffenen haushalten im September erst erlebt. Vor DREI MONATEN. Was ahben sich die Bürger gedacht? "Ach, geschieht ja nicht nochmal." und dann einfach nichts unternommen und weitergelebt auf navier Basis? Wie gesagt, tut mir leid, aber mein Verständnis ist eingeschränkt.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Spanien waren technische Ursachen.

    Natürlich nicht die Umstellung auf " erneuerbare" Energien... Gut Recherchiert

    An der Stelle empfehle ich den Untersuchungsbericht der Übertragunsnetzbetreiber [1]. Alles andere zu dem Thema "Erneuerbare machen Blackout" ist in anderen Posts schon mehrfach genannt worden.

    "All the places I've been and things I've seen

    A million stories that made up a million shattered dreams

    The faces of people I'll never see again

    And I can't seem to find my way home"

    ~Far from home by Five Finger Death Punch

  • Ich bin vor kurzem aus Berlin weggezogen und kann von vom Stromausfall betroffenen Bekannten dort berichten, die leider die eigene Vorsorge nicht besonders ernst nehmen, da bisher ja immer zeitnah Rettung kam… kurz vor meinem Umzug wurde ich noch schräg angeschaut, da ich einiges an Vorräten an sie verteilt habe, die ich zwecks Umzug z.T zurückgelassen habe. Heute dann eine Nachricht bekommen, dass sie jetzt für meine Sachen Verwendung hatten. Es geht glücklicherweise allen gut, aber ich hoffe, dass sie es sich mit ihrer Vorsorge nochmal überlegen. Gerade mit der Größe der Stadt und Anzahl der Menschen die im Notfall auf Hilfe angewiesen sind möchte ich mir die möglichen Zustände da nicht vorstellen.

  • 1700 Notstromaggregate haben wir an die Ukraine verschenkt, diese fehlen uns jetzt.

    ERNSTHAFT? Ich glaube die Ukraine braucht die auch dringender, etwa schon vergessen das die im Krieg und dauerhaft unter Beschuß sind? Dagegen sind das hier fast schon Luxusprobleme, weil Leute einfach keine Krisenvorsoge betreiben wollen.

  • ERNSTHAFT? Ich glaube die Ukraine braucht die auch dringender, etwa schon vergessen das die im Krieg und dauerhaft unter Beschuß sind? Dagegen sind das hier fast schon Luxusprobleme, weil Leute einfach keine Krisenvorsoge betreiben wollen.

    OK. Dem Argumentationsmuster folgend mal eine bewusst etwas überspitzte Frage: Meinst Du nicht, dass ein Obdachloser in deiner City deinen Schlafsack nicht dringender braucht als Du? Unsere Bugout- Vorbereitungen sind ja eher Luxus-Hobbys. Bringst Du den Schlafsack jetzt dahin?

    "Wer es nicht schafft sich vorzubereiten, ist darauf vorbereitet es nicht zu schaffen!"

  • Wer war dringender braucht ist eine moralische Frage udn sowas ist immer relativ, da gibt kein ultimatives Richtig oder Falsch. Was aber Fakt ist, dass der Ausfall teile der Haushalte bis Donnerstag betreffen wird. Das ist ausgerechnet jetzt bei Minusgraden ziemlich schnell lebensgefährlich.


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    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • OK. Dem Argumentationsmuster folgend mal eine bewusst etwas überspitzte Frage: Meinst Du nicht, dass ein Obdachloser in deiner City deinen Schlafsack nicht dringender braucht als Du? Unsere Bugout- Vorbereitungen sind ja eher Luxus-Hobbys. Bringst Du den Schlafsack jetzt dahin?

    Gott sei Dank hast du Schlafsack gesagt - sonst hätte ich echt dumm aus der Wäsche geguggt. Natürlich gebe ich nur Sachen ans SKFM ab, die ich über habe. Bei der Aktion 2022 mit den Generatoren war ich davon ausgegangen das man Bestandsgeneratoren abgibt, die ohnehin ersetzt worden wären...


    Natürlich war es nicht besonders schlau, teilweise neu beschaffte Generatoren direkt mal zu verschenken, ohne das bekannt wäre ob diese nachgeschoben werden. Hier kann ich auch nur so argumentieren das in unserer Region gerade das THW neue Standorte aufgebaut hat und bei uns kein Mangel herrschen würde.


    Als Staat ist die Entscheidung schwierig wichtige Ausrüstung abzugeben und einen Mangel bewußt in Kauf zu nehmen. Vielleicht sollten wir die Ukraine einfach aufgeben - Der Iwan wird uns dann schon "Feuer unterm Arsch" machen... 😜

    btw - da ich nur im Speckgürtel von Düsseldorf wohne, gibt es bei uns keine Obdachlosen, die im Winter auf Platte pennen müssten.


    In Dssd selbst werden bei diesen Temperaturen auch beheizte Schlafgelegenheiten angeboten, leider werden diese Angebote nicht immer von allen Obdachlosen angenommen. Hier greifen dann oft Wärmebusse um Durchgefrorene zu retten.

    2 Mal editiert, zuletzt von Zeugmeister ()