Meiner Meinung nach ist Prepping ja ein recht beständiges Thema. Z.B. einen Essensvorrat brauche ich bei Blackout, Hochwasser, beim digitalen Zusammenbruch der Finanzdienstleister, oder auch beim worst case Kriegs-Szenario. Dass man sich über Zeit weiterentwickelt und aufstockt ist klar, aber ich habe einen Punkt erreicht an dem ich sehr zuversichtlich in meine Vorbereitung bin – egal für welche Krise – und daher nicht bei jeder neuen Nachricht zum Laden renne.
Die permanente Nachrichtenerstattung kann ich gar nicht leiden. Auf der einen Seite gibt es 24/7 (wenn man will) schlechte Nachrichten. So viel kann man gar nicht mental verarbeiten und ins eigene Leben einordnen. Auf der anderen Seite ist die Berichtserstattung oft so durch Shock-Value geprägt, dass die Zuschauer nicht informiert, sondern mitgerissen werden sollen. Mein persönliches Highlight waren Social Media Posts über den Nahen Osten. Ich öffnete mein Instagram und sah auf der ersten Seite direkt ein Bild von einem getöteten Kind, ohne jegliche Zensur und ohne Warnung. Da die Posts einfach auftauchen, auch wenn man versucht Nachrichten auf Social Media zu entgehen, hat man wenig Möglichkeit dem zu entkommen. Da ist nur die Lösung für mich Abstand von den meisten (Sozialen) Medien zu nehmen, mich gelegentlich zu informieren und der Stimmungsmache weitestgehend auszuweichen.
Natürlich sollte man trotzdem noch Bescheid über die Dinge wissen, die einen direkt betreffen. Ich habe mir sämtliche Warn-apps heruntergeladen, die mir sagen, wenn es in der Nähe brennt, Hochwasser zu erwarten ist, etc., und ich habe die lokale Zeitung abonniert. Die großen Events bekommt man sowieso immer mit, aber man erspart sich alles dazwischen.
In der Vergangenheit war das noch anders: Corona war eine meiner ersten großen Krisen, wo ich von morgens bis abends Berichte geschaut und mir durchgehend Sorgen gemacht habe. Meine Oma war aber damals aber sehr entspannt und sage mir mal: die Welt ist schon immer untergegangen und das wird sie auch immer tun. Das habe ich mittlerweile auch als Mindset angenommen, und ich muss sagen, es lebt sich ganz gut ;)