Prepping Anfänger

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Alfi23

17, Männlich

  

Beiträge: 3

Prepping Anfänger

von Alfi23 am 30.01.2017 19:54

Hi bin neu hier!
Habe mich in letzter Zeit viel mit dem Thema Prepping beschäftigt und bemerkt dass es doch ganz gut ist wenn man vorbereitet ist. Bin 17 Jahre alt und würde gerne mit Prepping anfangen da sich bei mir in der Famillie sich niemand für das Thema interessiert und wir, wenn es hoch kommt vielleicht 1-2 Tage ohne Supermartk zu Essen haben. Jetzt zu meinen Bedingungen: Ich habe in Meinem Zimmer ordentlich Platz den ich eh nicht nutze, also könnte ich ca. 10 Umzugskartons mit Equipment und Nahrung usw. Lagern. Zudem ist mein Budget auf ca. 300€ limitiert. Was wäre denn da erstmal so das wichtigste für den Anfang? (also Welche Nahrungsmittel, welche Waffen, Wasserfilter usw.)
Würde mich über Antworten freuen  

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Konz
Administrator

29, Männlich

  

Administrator Spezialisierung: DPL

Beiträge: 318

Re: Prepping Anfänger

von Konz am 31.01.2017 17:43

Moin Alfi,

aller Anfag ist ... beim Preppen leicht.

Wenn Du von Beginn an den richtigen Fokus setzt, dann bist Du mit deinem Budget in Kürze auf kleineres Unheil vorbereitet (Weltuntergang und Zombieapokalypse mal beiseitegestellt ;) )

1. Wasser / Wasserfilter
Da empfehle nicht nur ich den Sawyer Mini, der filtert (laut beschreibung) bis zu 100.000 Gallonen was Deine Familie über einige Jahre mit gefiltertem Wasser versorgen kann. Der Filter ist nicht dafür ausgelegt, dass Du mehrere hundert Liter filtest, da das eher ein Tracking/Outdoor Filter ist. Der Sawyer basiert auf einer Filterung die in Krankenhäusern für das Filtern von Blut konzipiert wurde und in Kombination mit Abkochen hast Du in nichts ganz null Komma nix sauberes und gesundes Trinkwasser. Kosten: 30-50 Euro und der Mehrwert: Unbezahlbar

2-3 Sixpacks Wasser, ohne Kohlensäure, sichert dir für eine Weile den Grundbedarf an Wasser.

2. Feuer und Licht
Einige Packungen Feuerzeuge, Streichhölzer und Magnesiumstahl (bei Amazon und Co. für kleines Geld verfügbar). Als Lichtquelle gibt es Kerzen und wenn Du es modern haben möchtest auch LED Campingleuchten (Beispiel im Beitrag hier)
Da kannst Du dann auch mal 40-50 Euro einplanen (inkl. Kerzen und LED Leuchte)

3. Kochen / Nahrungszubereitung
Ein Kochset und ein Campingkocher ist empfehlenswert (Kein Strom? Kein Problem!). Ich selbst habe stets einen Butangaskocher im Haus dessen Gaskartuschen in jedem Baumarkt vorhanden sind, also sinnvoll da stets verfügbar. Und mit guten 50 Euro ist auch das bereits erledigt.

4. Werkzeug / Verteidigung / Schutz
Hier bitte vorsichtig sein, denn nicht alles was im Internet verfügbar/kaufbar ist ist auch per Gesetzt erlaubt. Ich empfehle dir ein feststehendes Messer mit einer maximalen Klingenlänge von 14cm und ein klappbares für Outdooraktivitäten
Ruckzuck sind auch hier wieder 50 Euro ausgegeben. Ein Messer ist das essentiellste Werkzeug! Alles andere wie Macheten, Schreckschuss oder Bögen/Armbrüste würde ich auf der Wunschliste weiter nach hinten stellen, da weniger wichtig.

5. Nahrung
Mache nicht meinen Fehler! Wenn du gedenkst dir Dosen zu kaufen, dann hole dir je eine pro Sorte und probier diese erst. Ein voller Magen ist gut, aber wenn Du im Voraus schon dafür sorgen kannst, dass das auf den Krisentisch kommt was Du auch magst, dann wirst Du dir selbst dankbar sein :) Die Alternative ist möglcihst günstige Dosen zu kaufen und falls keine Krise eintritt hast Du den Sche*ss sinnlos rumstehen. Also erst 1-2 Dosen probieren, dann einkaufen. In der Regel kosten die Dosenvarianten zwischen 1-3 Euro.

Was IMMER geht sind Nudeln: Spaghetti, Ravioli, Penne, Fussilli. Weizenprodukte (fast) jeder Art sind lange haltbar und benötigen "nur" Heißwasser zur Zubereitung (Dank Butangas-Campingkocher und Sawyer Filter kein Problem ;) ). Reis ist ebenfalls auf der primären Einlagerungsliste.

Bei Nahrung sollte möglichst das gekauft werden was auch wirklich genutzt wird, denn sonst wird's irgendwann schlecht oder ungenießbar und dann wird weggeworfen, das wollen wir nicht nur der der Umwelt zuliebe nicht.

Mit 50 Euro kommst Du eine gute Weile aus (Spaghetti 50 cent! Dose Ravioli 1 Euro! Da kommt was zusammen )

5. Hygiene / Medizin
2-3 Packungen Toilettenpapier, Hygiene/Desinfektionstücher, Erste Hilfe Set (da reicht meist für den beginn ein's für's Auto, gibt es häufig im Baumarkt auch im Angebot), freie Medikamente wie Abführmittel und Schmerztabletten. Eventuell ein paar Röhrchen VItamintabletten (Wasser mit geschmack = Boost für die Moral und einige VItamine sind ja auch noch dabei).



So hättest DU dein Budget effizent genutzt. Natürlich gibt es verschiedene Variationen je nach Ziel. Ich habe mich jetzt bei den Tips darauf fokussiert, dass Du Zuhause bleibst. Als zweiten Schritt kannst Du dann anschließend dich mit dem Bugoutbag auseinandersetzen: Hier ein Bibliothekbeitrag

Wenn Du schnell und sinnvoll einsteigen möchtest empfehle ich dir meine Liste und erst dann den Bugout Bag. Viele Preppen steigen ein mit dem Bugoutbag (auch ich) und stellen dann fest, dass die realistischsten Situationen eher ein gutes Lager erfordern anstatt eines Fluchtrucksacks. Aber ehrlich zugegeben: Den FLuchtrucksack zusammenzustellen macht deutlich mehr Spaß. :)

VG, Konz
Bleib vorbereitet

"Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung."

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Alfi23

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Beiträge: 3

Re: Prepping Anfänger

von Alfi23 am 31.01.2017 18:30

okay danke schonmal für die Tipps
Bei mir ist jetzt natürlich das Problem dass ich ein Schönes, Marodes AKW (Fessenheim) in der Nähe habe (Luftlinie unger 25km). Macht es dann trotzdem Sinn so viel auf das Zuhause zu setzen oder sollte ich dann lieber mehr auf Mobilität setzen?

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Alfi23

17, Männlich

  

Beiträge: 3

Re: Prepping Anfänger

von Alfi23 am 31.01.2017 19:53

ach ja und könntest du mir links von den Beschriebenen Sachen, also Wasserfilter usw., von Amazon geben? Wäre sehr nett!

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Ben

32, Männlich

  

Spezialisierung: MDZ

Beiträge: 114

Re: Prepping Anfänger

von Ben am 31.01.2017 23:22

Moin Alfi,

erstmal willkommen in der Community. Danke an Konz für die schöne List!

Wenn du wirklich in der Nähe ne tickende Zeitbombe hast macht es vielleicht wirklich Sinn auf Mobilität zu setzen. Was die Liste von Konz nicht sinnlos macht. Du packst einfach alles in einen Rucksack. Fertig. Am besten unternimmst du ein paar Camping Ausflüge in den Wald. Natürlich im Sommer. Du bist ja kein Gebirgsjäger. Oder? ;)

Beim übernachten im Wald wirst du sehr schnell merken was du noch brauchst. Und natürlich was mehr Ballast als Nutzen hat.

Schau immer wieder mal in Baumärkten oder auch bei Online Händlern was grad so im Angebot ist. Oft kann man sich auch was nützliches von der Arbeit mitnehmen. Erlaubnis vom Chef vorausgesetzt. Aber es bleibt ja oft mal was übrig was die Firma wegschmeißen würde.

Bei Dragen frag uns gerne.

Mfg Ben

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