Verrückt, vielleicht probiere ich das auch mal aus, ich esse die Dinger ganz gerne.
Beiträge von MeerMann
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Im Falle einer unübersichtlichen Krise (ich brauche ja nur auf unser aktuell angeschlagenes Gesundheitssysten blicken) wäre es leichtsinnig bei der Krisenvorsorge dieser Thematik zu wenig Beachtung zu schenken.
In einer Krisensituation kann sich ein Virus sicher viel besser ausbreiten - was in Folge sogar wieder unkontrollierbare Mutationen hevorrufen kann.
Fange ich mir in einer Krise ohne die Möglichkeit einen Arzt zu konsultieren einen Virus ein bin ich 3-4 Tage ausser Gefecht. Im Zweifel wars das... ob ich dann an dem Virus oder durch die Schwächung an zB Lungenentzündung sterbe - kommt für mich aufs Gleiche raus.
Eben dies. Reicht ja einen Verkehrsunfall zu haben oder oder oder, die Krankenhauskapazitäten sind aktuell auch ohne Pandemie schon sehr angeschlagen (gilt auch für ambulante Angebote). Ich verstehe auch nicht, warum bei diesem Thema (wobei Grippepandemien älter sind als die Zeit selbst), einige so auf Durchzug schalten. Ich glaube, dass ein EMP, Blackout oder Krieg weniger wahrscheinlich ist als eine Pandemie in der nächsten Zeit, trotzdem wird das sehr leicht als "Panikmache" abgetan.
Stimme dir voll zu, Vorbereitung auf Gesundheitskrisen ist ein sehr wichtiger Teilbereich.
Die genannten Todesfälle bei Covid bezweifle ich stark an, das diese nur durch Covid entstanden sind. So, dabei belasse ich dann auch meine Kommentare zu diesen Thema. Trotzdem Danke für die regelmäßigen Infos.
Dazu muss ich glaube ich nicht mehr viel sagen......
Ich finde es schade, dass du dich selber dem Thema so entziehst, obwohl hier auch Raum ist um über kritische Themen zu sprechen. Wir sind sonst sehr differenziert in der Gefahrenbewertung, hier einfach ein "Gibts nicht, tschüß" zu "argumentieren" wird leider nicht reichen.
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Nichts für Ungut, aber schon bahnt sich die nächste "Panikmache" an.
Das gute an solchen Rahmenplänen ist ja die wissenschaftliche Beweisbarkeit. Das ist ja erstmal nur eine Vorwarnstufe, um eine Pandemie zu verhindern. Also wäre ja das Ziel eigentlich das Gegenteil von Panikmache, also die Verhinderung von einem Grund zur Panik.
Die Todesfälle bei (historischen) Grippepandemien, sind aber nichts für schwache Nerven (Spanische Grippe 1918-1919 ca. 40-50 Millionen von damals 1,8 Milliarden Menschen [1]). Nur mal als Perspektive, gibt es unten eine Graphik mit Übersicht zu den verschiedenen Pandemien und deren Todesopfern. Lustig wäre das nicht.
Ich kann an dieser Stelle nur wieder lamentieren, dass meine persönliche "Sars Cov 19" Erfahrung im Gesundheitswesen bzw. deren Ausprägung in Notfall- und Intensivmedizin nicht besonders toll war.
Es mangelt in diesem Thread ja aber nicht an Beweisbarkeit (wobei der Kern ja sogar ist, dass die Wahrscheinlichkeit ob das echt passieren wird unbekannt ist). Die ganze H5N1 Beobachtung existiert seit sehr langer Zeit (hier eine Quelle aus 2007) [2] und auch H5N1 als Pandemiekandidat ist nichts neues (siehe dazu Anfang des Thread).
Es ist am Ende ja deine Entscheidung ob und in wie weit du dich auf solche Szenarien vorbereitest. Ich probiere hier sehr differenziert und vor allem fachwissenschaftlich!!! den aktuellen Sachstand darzustellen. Ein einfaches "Panikmache", wird der Lage leider nicht gerecht.
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Nichts ist so dynamisch wie die Lage...
Das "European Center for Disease Prevention and Control (ECDC) also das "Gesundheitsamt / RKI / WHO" von Europa hat soeben eine "Pre Pandemische Vorwarnstufe / Plan" für die Vogelgrippe ausgerufen [1]. Erklärtes Ziel ist es, eine Ausbreitung in Form von Mensch zu Mensch Übertragung zu stoppen und eine Pandemie zu verhindern. Die auch hier diskutierten Entwicklungen lösen Besorgnis (vgl. ECDC, 2025, Seite 8) aus, was nun zu diesem Schritt geführt hat.
Was genau wird empfohlen ?
-Ein großer Teil ist die Risikoreduktion in der Geflügelhaltung / Landwirtschaft sowie in der Arbeit mit verendeten Wildvögeln (ECDC, 2025, Seite 18)
-Verschiedene Ausbruchszenarien werden thematisiert, um daraus Überwachungsmöglichkeiten abzuleiten und zu empfehlen (ECDC, 2025, Seite 23)
-Im Rahmen der Überwachung liegt ein großer Fokus auf infizierten Menschen, da diese ein hohes Risiko für eine Mensch zu Mensch Übertragung darstellen (Reassortment Event o.Ä.) (vgl. ECDC, 2025, Seite 25. Aber auch der bloße Verdacht auf menschliche Fälle löst bereits Reaktionen aus.
-Ausrufen der nationalen Alarmstufen für Influenza Pandemien (nach angemessenen Level) in den Mitgliedsstaaten (vgl. ECDC, 2025, Seite 27)
und vieles mehr.
Da wir hier ja Praktiker sind, der aktuelle Stand der Evidenz zu Schutzausrüstung für den Kontakt mit tierischen Infektionsquellen (Mensch zu Mensch ist aktuell nicht bewiesen, daher erstmal nur soweit):
Schutzausrüstung bei Kontakt mit infektiösen Tieren / Tierexkrementen (nicht "Mensch zu Mensch")
-Schutzbrille
-FFP2 Maske
-Nitrilhandschuhe o.Ä.
-CE Typ 5 oder 6 Overall
-Gummistiefel
(ECDC, 2025, Seite 18)
Was bedeutet das jetzt ?
Erstmal sind die Mitgliedsstaaten aufgefordert zu handeln. Wie bei allem in der EU, obliegt es dem Gutdünken der jeweiligen Staaten. Hier in Deutschland ist die Lage aktuell ja schwierig (heute wurden bereits auch tote Katzen positiv auf das H5N1 Virus getestet, was natürlich nochmal näher am Menschen ist als der durschnittliche Kranich / außerdem ist interspezies Infektion auch immer schlecht [2]).
Dazu kommt, dass heute die Grippesaison startet und zur Überraschung die "Subklade K2" des allseits bekannten H3N2 (saisonaler Virus) in Petto hat. Leider funktionieren mutmaßlich die Grippeschutzimpfungen nicht gut gegen diese Subklade [3]. Der Aufmerksame Leser von "MeerManns Vogelgrippen Update - die Show" wird sich erinnern, dass eben der Genaustausch (Reassortment Event) von handelsüblicher Grippe und H5N1 ein Weg ist, die Mensch zu Mensch Übertragbarkeit zu ermöglichen.
Wir werden sehen was das RKI machen wird, die sind eigentlich was Monitoring und Maßnahmen angeht recht zuverlässig und entspannt, im Vergleich zu anderen Staaten. Dieser Winter wird aus mehreren Gründen sehr interessant, da neben der Vogelgrippengeschichte, ja auch diverse andere Themen diskutiert werden.
Was sollte ich jetzt tun ?
Ich errinere hier an meinen Thread von vor genau! 364 Tagen (morgen ein Jahr her), wo es nochmal en detail alles zu Influenza und Vorbereitung gibt (sollte sich das was relevantes ändern Update ich den Thread). Für faule Lesende hier nochmal das tl;dr des ECDC Berichtes [4]
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Aber gibt es nicht wirklich irgendeine "magische Zauberlösung"?
Ich gebe mal ein Beispiel:
Ich selbst bin sportlich super-aktiv (außer außerhalb der Saison) in Form von 3-4 Stunden Cardio, Skateboardfahren. Das äußert sich in dauerhafter Belastung über mehrere Stunden (natürlich mit vielen kleinen Pausen) und oftmals sehr impulsiven spotnanten explosiven Bewegungen. Gerade zu Saisonstart sind Muskelkrämpfe ein Dauerthema, so die ersten 2-3 Wochen, bis sich der Körper wieder gewöhnt und gestärkt hat wo er Stärkung braucht.
Gibt es denn kein Nahrungsergänzungsmittel oder reguläre Nahrung die vorbeugend wirken können oder entsteht das wirklich rein aus der Überbelastung (in diesem Beispiel)?
Sowas gibt es in der Medizin eigentlich nie. Wenn das so ein Thema ist würde ich das mit deinem Hausarzt besprechen und mal auf die Elektrolyte schauen. Aber tatsächlich wird Dehnen (auch wenn es nach Hokus Pokus klingt) in Zusammenhang mit den anderen Maßnahmen am sichersten empfohlen.
Alternativ biete ich dir gerne den "Bodensatz" des beweisbaren an:
"Verzehr kleiner Mengen von essigsauren Flüssigkeiten (Saure-Gurken-Sud) oder scharfen Lebensmitteln, die reflektorisch auf oropharyngealem Weg als TRP-Rezeptor-Agonisten fungieren (Chili, Senf, Zimt, Ingwer)" [1], dass würde am ehesten an eine magische Zauberlösung kommen :D
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Moin,
wir besprechen wir ja oft und viel sehr detailierte Themen (Heizung und Wärme, Notstromversorgung @ home etc.), dazu gibt es vom BBK eine wissenschaftliche Untersuchung mit konkreten Vorschlägen. Man denkt bei BBK ja oft an "die Liste" zu Notfallbevorratung, allerdings liefert das BBK noch weitaus mehr interessante Beiträge.
Es geht um: "Autarke Notstromversorgung der Bevölkerung", eine BBK Fachinformation (erschienen in Praxis im Bevölkerungsschutz, Band 19) im Jahre 2015 [1].
Die (wichtigsten) Kapitel
2. Ursachen und Auswirkungen eines flächendeckenden Stromausfalls: Für den geneigten Prepper sicherlich nichts neues, allerdings ganz interessant. Es gibt aber bessere Quellen zu den Folgen (ist aber ja auch nicht Sinn der Fachinformation)
3. Analyse der notwendigen Basisstromversorgung anhand Szenarien: Hier interessant ist, dass sowohl alleinerziehende Eltern mit Kindern sowie ihrer individuellen Bedingungen und Bedürfnisse betrachtet werden, aber auch ein Einfamilienhaus zum Thema Heizung und noch weitere. Hier ist also für jeden und jede was dabei.
4. Übersicht zum Thema Photovoltaikanlagen in Krisen, sehr umfangreich.
Im Anhang sind dann noch viele Informationen zu den Genehmigungen und Förderungen zu finden.
Fazit
Das BBK liefert hier erneut eine sehr gute und weiterhin aktuelle Fachinformation, die der privaten Krisenvorsorge durchaus zuträglich ist. Außerdem ist sie sogar wissenschaftlich evaluiert, was die Anwendbarkeit nochmal verbessert. Zu vielen Themen existieren BBK Fachinformationen, ist immer eine Recherche wert. Viele Unterlagen und Magazine lassen sich kostenfrei auf der Website bestellen.
[Bildquelle: BBK, 2015]
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Magnesium/Kalium/Kalziumspiegel ist ein guter Hinweis - muss eh mal einen Check-Up machen lassen.
Chinin bin ich jetzt aber nicht so ein Fan von, auch wenn das gerade bei Wadenkrämpfen super gut sein soll. Es hat doch einen Sack voll Nebenwirkungen. Ich muss das mal mit meiner Ärztin besprechen. Aber die ist bei allen Themen gefühlt nicht so zugänglich. Egal ob es um vernünftige Schmerzmittel, oder andere Arzneien geht. Gut natürlich, weil sie sehr verantwortungsvoll damit umgeht. Schlecht wenn ich etwas Bestimmtes haben möchte was ich gut vertrage und die Wirkung schätzeIch unterstelle der Kollegin mal die leitliniengerechte Verordnung (200mg nach dem Abendessen, im Verlauf ggf. Steigerung auf 400mg) nach entsprechender Untersuchung und Indikationstellung (Deutsche Gesellschaft für Neurologie, 2024, Seite 12). Bei sowas darf aber auch gerne ein Neurologe drüber schauen, gerade wenn der Verlauf komplex ist und weitere Begleiterscheinungen auftreten.
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Moin,
ich führe dazu gerne, ergänzend an das EDC Thema aus:
Grundsätzlich erstmal zur Einordnung: Was sind Muskelkrämpfe ?
-nächtlich Auftretende Muskelrämpfe ohne klare Ursache
-Muskelkrämpfe nach Belastung oder Sport.
Krampfanfälle etc. gehören nicht dazu.
Was sind die Ursachen ?
Wie so oft gibt es keine direkte und immer zutreffende Ursache, es lassen sich aber durchaus häufige Ursachen formulieren. Oft sind es eben Elektrolytmangel (durch Dehydration), Verspannungen, Schilddrüseprobleme oder Medikamentennebenwirkungen.
Wie behandele ich Muskelkrämpfe ?
Manuelle Maßnahmen:
-Dehnen (sehr gut belegt und bewiesen in der Akutbehandlung sowie Prophylaxe u.A. [1])
-Wärme auch hilfreich, Dehnen ist aber besser
Medikamentöse Optionen:
-Magnesium hält sich ja hartnäckig als "Mittel der Wahl". Zum einen liegt selten ein Magnesiummangel als Ursache vor (wir sollten so 300-400mg Magnesium / Tag zu uns nehmen, wobei im Schnitt ca. 150mg über die normale Ernährung aufgenommen werden). Dazu kommt, dass eine Überdosierung mit Magnesium durchaus zu Nebenwirkungen wie Durchfällen, Übelkeit und Erbrechen sowie Schwindel etc. führen kann. Der Knackpunkt ist, dass wir uns mit zusätzlichen Magnesium ("Doppel Herz 600mg" als Beispiel [2]) überdosieren, was zu ernsten Folgen führen kann, ohne die Probleme zu lösen. (Ingesamt also keine gute Idee)
-Chinin z.B. Limptar hat eine sehr gute Evidenz und wird in der Leitlinie auch empfohlen, als Mittel der Wahl. Dazu bitte aber zum Hausarzt und einmal Blutbild etc., da der Blick auf die Elektrolyte sowie Nierenwerte etc. sinnvoll ist, außerdem sind diese Medikamente verschreibungspflichtig [3]
Für die Krise:
Magnesium macht durchaus Durchfülle und Erbrechen, was in einer Krise leicht zu Dehydration und damit zu potentiell lebensgefährlichen Folgen führen kann, Finger weg (außer so verschrieben).
Dehnen in den Tagesablauf etablieren, gerade wenn man mehr als sonst aktiv ist.
Bei einer Neigung zu Muskelkrämpfen vorzeitig mit einem Arzt sprechen, abklären und ggf. Chininhaltige Medikamente verschreiben lassen, sofern vom Arzt für sinnvoll befunden.
[Dieser Beitrag ist keine medizinische Beratung, bei Fragen oder Problemen fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker]
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Tatsächlich bin ich schonmal mit genau dieser Studie auf die Unwirksamkeit von Magnesium hingewiesen worden. Ich persönlich (vllt bin ich aber auch einfach ein Alien) muss wiederholt feststellen das, wenn ich längere Zeit kein Magnesium mehr nehme, immer mal Krämpfe in den Unterschenkeln bekomme. Sobald ich wieder einen Spiegel augebaut habe ist Ruhe.
Zusätzlich soll sich das höherwertige Magnesium aber auch positiv auf die Migräneanfallhäufigkeit auswirken.
Wer schonmal bis zu 300 Migränetage im Jahr hatte greift da schon ganz gerne zu jedem Strohhalm. Konnte mich ja nicht nur von Maxalt Lingua ernähren. Heute bin ich auf dem Status nur noch ab und an eine Schmerztablette zu nehmen.Hast du mal beim Hausarzt nen Spiegel abnehmen lassen ? Eigentlich entstehen Krämpfe eher durch den Mangel an anderen Elektrolyten (Magnesium ist Ursache Nr. 3 oder 4), wobei bei Krämpfen eher zu Chinin als Wirkstoff (z.B. Limptar 200mg [1]) eingesetzt wird. Das sagt auch die Studie, dass das "pauschale" Magnesium nehmen keinen Effekt hat, da dies eine seltene Ursache ist.
Aber gerade bei Migräne kann das wirklich was ausmachen, da hast du Recht ! Vielleicht ist das ja mal eine Idee im Rahmen der Check Ups beim Hausarzt nen Magnesiumspiegel abnehmen zu lassen (wobei Kalium und Kalzium eh mitbestimmt werden).