Ich tue mich sehr schwer mit dem Bild von "ich bin ein normaler Mensch, beschäftige mich mit Krisen, werde paranoider und dann glaube ich an Illuminaten" (Hyperbell des Kommentatoren also mir).
Ich würde hier gerne sehr zynisch antworten und sarkastisch, aber die Ernsthaftigkeit des Themas und der Vorwürfe von "Experten" ist zu seriös dazu. Aber gewiss habe ich einen schelmischen Spruch im Ärmel :)
Ich denke ein bisschen haben wir Prepper auch selbst Schuld, wir Prepper im Großen und Ganzen. Mit unserer eingehender Geheimnistuerei eingehendst als die Prepperbewegung Antrieb erfuhr, so circa 2014-2015 wenn ich mich recht entsinne, da war diese Kommunikation überwiegend in Facebook Gruppen, anstatt auf eigenen Plattformen. Und ja, wenn ich mich zurückdenke, dann hatte ich Gründe diese Facebook Gruppen zu verlassen - unfreundliches Verhalten, runterspielende Äußerungen gegenüber allem was nicht "Ami Prepper level ist", Anfeindungen, sich profilierende Klugscheisser und sehr viele Äußerungen der Unzufriedenheit gegenüber Staat und Politik. Deshalb gibt es ja uns (PreppersGermany), weil ich die Tonlage bzw die Atmosphäre (da gibt es gewiss bessere Begrifflichkeiten) nicht vertreten konnte und weil ich mir mehr Erfahrungsaustausch gewünscht habe, mehr gegenseitiges Helfen, mehr Austausch, anstatt Kritik an einander.
Gewiss sollte man damit nicht hausieren gehen, aber auch nicht als "wertvolles Geheimnis" halten. Ja, ich habe mit 30kg Barilla Pasta gekauft in einem absolut günstigen Angebot. So brauche ich die nächsten Monate keine teure Pasta mehr kaufen, aber Markenpasta kochen. Ja, ich habe ein paar Sixpacks Wasser hier, stets und immer, ist ja aber auch normal ne? Wir hatten vor einer Weile erst in der Nachbarskleinstadt ein Wochenende ohne Trinkwasser aus'm Hahn. Ist ja nur vernünftig.
Die Extremen Ausschläge unserer Idee der Eigenverantwortung hat gewiss auch einige Extreme, in alle politische Richtungen, ob nun Links oder Rechts, denn der Selbsterhaltugnstrieb kennt keine Politik. Ausgelegt in Zahlen wird das vermutlich eine sehr lächerliche Ziffer der Extreme sein, auf der sich der ein oder andere Experte die Zähne ausbeisst.
Generell heisst es aber auch, man soll nicht den Helden spielen und nur Teilen, wenn man sich selbst damitnicht gefährded. Also mit einer Woche Pastavorrat sollte man eventuell nicht gleich zur freiwilligen Ausgabe werden. Aber dem ein oder anderen Nachbar unter die Arme zu greifen sollte stets eine valide Option sein.
Sei es die nachbarin die vergessen hat genug Katzenstreu nachzukaufen mit der man einen Sack teilt oder der eine Nachbar dem man ein 5L Kanister Nutzwasser überreicht, weil einer unfachmännlisch aus Versehen das Wasser im Block abgestellt hat. Zählen tue ich nicht auf meine Nachbarn und enge Freunde sind wir auch nicht. Aber je nach Krise, habe ich die Bereitschaft von mir aus auf sie zuzugehen hinsichtlich dem Teilen ovn Ressourcen oder Informationen. Einer von meinen ist Soldat, ein anderer ist selbst ein bisschen Prepper ohne sich so zu bezeichnen, ein anderer hat Kinder die letzten Sommer mit PMR Funken gespielt haben die man einbinden kann und die andere ist eine ältere Dame die mir schonmal Auffälliges Verhalten vor meiner Haustür melden konnte weshalb ich mir doch noch eine Überwachungskamera zugelegt habe ♥