Endlose Diskussionen sind gut. Gibt ja unendliche Erfahrungen und Meinungen.
Bei Hieb-, Stoß- und Schlagwaffen bin ich hingegen eher vorsichtig. Das verleitet zu längeranhaltenden Kämpfen. 'nen Pflasterstein muss man erstmal richtig werfen, stark genug und vor allem irgendwas vitales treffen, davon hat der Mensch nicht so viel. Mit einem Schlagstock muss man mehrfach draufprügeln um den Angreifen auszuschalten. Dabei ist doch das Ziel dem Kampf zu entkommen, also sich selbst Zeit zu verschaffen. Ich kann dir sagen, an mir selbst bemessen, so ein Schlagstock hindert mich kaum daran weiterhin anzugreifen, er ist sichtbar, also berechenbarer udn das Ausholen dauert einen Moment und wenn ich auch nicht so robust bin, ich bin schnell. Mag unangenehm sein, die Vorstellung, aber es hilft sich die Frage zu stellen "Wie würde ich reagieren, wenn ich der Angreifer wäre" und so ein Stein der nicht gerade das Gesicht trifft ist völlig nutzlos und so ein Schlagstock kann auch gut abgefangen werden. Aber 50.000 Volt? Da ist man erstmal geschockt (wortwörtlich :) ) und das reicht um diese 2-3 Sekunden zu haben um fliehen zu können.
Es gibt gewiss heftigere und effizientere Methoden einen Angreifer zu stoppen, aber den Elektroschocker würde ich lieber nicht unterschätzen. Um mal ein Extremfall zu nennen: Ich habe da mal so ein Video gesehen von einem Typen, recht breit und groß und robust und voll auf heftigsten Drogen. Der Elektroschocker hat ihn nicht zum Umfallen gebracht, aber es gab eine merkbare Mannstoppwirkung, wenn auch nur für 2-3 Sekunden. Und im Regelfall ist kaum jemand diesem Beispiel gerecht "Groß, Breit, robust und auf heftigsten schmerzunterdrückenden Drogen".
Sehen wir das mal von der rechtlichen Seite:
Wenn man auf einen Angreifer mehrfach einschlägt, denn sonst steht er ja wieder auf oder wird garnicht erst gestoppt, dann ist das nicht die (Wortlaut entfällt mir etwas) "geringstschädliche Verteidigungsmöglichkeit". Man kann dann recht schlecht argumentieren, dass der dritte Schlag im Affekt war oder eben der 10te. Noch schlimmer ist die Vorstellung, wenn der ANgreifer einen Schlag blockieren kann und dann den Schlagstock wegnimmt, dann hätte man den Angreifer mit einer Waffe ausgerüstet. Den Gegner aber kurz zu stunnen mit 50k Volt um dann wegzulaufen, das ist rechtlich vermutlich vollkommen okay.
Meine wilde Zeit ist vorbei, ich möchte keine Kämpfe und Prügeleien eingehen, aber wenn es zu einem kommt, dann ist es doch ideal binnen einer Sekunde den Gegner temporär "auf Standby" zu bringen um dann die Beine in die Hand zu nehmen. Den Rest kann dann eine Anzeige gegen Anonym regeln (oder man kennt den Angreifer).
Wenn wir natürlich von einem Endzeit-Szenario reden, dann kannste den Stromschocker vergessen ^^/
P.s.: Es geht zwar hier um den Elektroschocker, aber ich stimme dir zu, dass ein Pfefferspray um ein vielfaches effektiver ist als ein Elektroschocker.