Beiträge von Konstantin


    Würdet ihr euch für die szenarien „Camping auf dem überfüllten Bahnsteig“ und „das Leben in vollen Zügen genießen“ anders vorbereiten?

    Naja, meine Lösung sind nicht die Öffis. Daher, ja, ich würde mich gewiss anders vorbereiten. Ist aber nicht meine Wahl, definitiv sinnig, wenn man bisschen Strecke zurücklegen möchte, aber nicht für mich derzeit

    Wenn wir schon vom Thema abweichen, dass mit deiner ehemaligen Lebensabschnittsgefährtin, kenne ich genauso mit einem eh ehemaligen Lebensabschnittsgefährten von mir, das ist damit kein weibliches Phänomen. Der Herr ist in jedem Tunnel und in jedem Stau gerade zu hysterisch geworden, so dass ich das Steuer übernehmen musste.

    Ach, so weit offtopic ist das nicht :) Leichte Rückführung: Aus Erfahrung habe ich (nunja, wir) genug Informationen die bestätigen, dass die regulären Straßenverkehrswege voraussichtlich blockiert sein werden. Nicht nur aufgrund der Menge der Fahrzeuge, sondern auch aufgrund zusätzlichem "Endzeit-Stress" der das Verhalten von Personen negativ beeinflusst, die bereits in alltäglichen Situationen nicht vollumfänglich effizient ihr Kraftfahrzeug steuern können.


    Daher: Ja, eine gute Überlung auf die Öffis auszuweichen.

    Ganz spannende Idee. Also wenn ich den Feierabendverkehr, selbst in unserer Kelinstadt, so sehe, dann wird es in Problemzeiten kein Vorankommen auf den Straßen geben. Und wir haben nur knapp 35k Einwohner. Bei 100k und mehr werden die Straßen vollständig tot sein. Stillstehende Autos. Unsere Autofahrer im Allgemeinen, in Friendszeiten, schaffen es doch kaum Rettungsgassen zu Bilden oder sich bei Straugefahr angmessen zu verhalten - in Zeiten der panik wird das noch schlimmer. Der Führerschein beinhaltet ja nicht das Stressbewusstsein abzuprüfen. In unserer ruhigen liebevollen Kleinstadt (naja, zumindest da wo es so ist ^^) schieben die gut betuchten Muttis schon Panik und wissen nicht wie sie sich verhalten sollen, wenn ich mal mit dem Skateboard auf der Straße fahre - und das ist ja noch das niedrigste was man so an Stress oder "unbekannte Situation" erleben kann.


    Eine meiner Ehemaligen Lebensabschnittsgefährinnen hätte z.B. auch ganz gut getan Stressbewältigung zu lernen. Fällt die bei einem Sturm mit Starkregen nicht ernsthaft in eine Paniksituation und fängt fast an am Steuer zu heulen. (Ich habe übernommen, beruhigt und Verständnisgezeigt - war ja kaum 5m Vorausschauen möglich, Zeit gegeben, meine Kompetenz als Sicherheit vermittelt und uns sicher heimgebracht). Solche labilen Persönlichkeiten werden in SHTF-Situationen die Straßen in null komma nix gefüllt und zum Stillstand gebracht haben.


    Zumindest die Bahn hat das Potential eine gute Möglichkeit zu sein verhältnismäßig schnell von A nach B zu gelangen. Vermutlich aber auch stark überfüllt und reglementiert, Zwischenstationen könnten eventuell nicht mehr angefahren werden aufgrund von überfüllten Zügen. Dennoch bringt das einen weiter voran und ist eventuell eine valide Transportmöglichkeit. So sehr ich auch (vermutlich wie alle in der BRD) meinen Stress und Ärger mit der Bahn hatte, so sind die letzenendes dennoch fast immer zuverlässig in ihrer Eingangsaufgabe: Von A nach B bringen.


    Ich erwäge doe Öffis nicht als Transportmittel in Krisenzeiten. Ausnahme wie von Robinson gut beschrieben, Krisenzeiten die sich nicht außergewöhnlich auswirken oder bei "kurz-vor-Krise-Zeiten". Da kann man auch mal fix mit dem Bus das nächste Dorf erreichen. Generell ist das jedoch für mich keine Option, wenn es wirklich kritisch wird. Schwer zu beschreiben, aber es gibt so eine Art Threshhold, also so eine Art "krtischen Punkt" - wenn der erreicht ist, dann fallen Öffis weg als Lösung, selbst, wenn sie noch fahren.


    Das Thema mit den Migrierten Fahrern ist nicht so ganz zu vernachlässigen, aber man kann mit meinen nachfolgenden Aussagen auch nicht wirklich arbeiten, denn das (Sozioökonimische und Kulturelle Hintergründe) verdient ein eigenes Thema und einiges Studien um das besser zu verstehen etc pp. Denn es ist richtig, als jemand der - ich behaupte mal - echt gut integriert ist, kann ich bestätigen, dass relativ frische Migranten oder Flüchtlinge, ein ganz anderes Denken haben. Denen ist die Öffentliche Ordnung egal, sie sind "nur ein Teil" davon, identifizieren sich nicht damit und sie agieren nur innerhalb des Systemes, sie sind mental nicht Bestandteil dessen. Wenn es SHTF gibt, dann sind sie nicht mehr Teil der Gesellschaft und das vermutlich ein gutes Stück früher als die Einheimlischen. Dann wird die Prio auf eigene Familie ganz schnell umgeschaltet. Zeitgleich gibt es aber auch welche, die in das andere Extrem gehen und ihren Bus noch fahren, selbst, wenn Deutschland brennt. Also ja, Migranten neigen zu weniger "ausgeglichener Balance in Ihren Aufgaben innerhalb der Gesellschaft". Entweder sind sie die ersten die weg sind und sich um sich selbst und die Lieben kümmern - noch bevor der Einheimische merkt, dass was nicht stimmt - oder sie Fahren durch, bis zum Bitteren Ende. Der Einheimische ist da deutlich ausgeglichener und Mittiger in diesem Spektrum, denn der kennt das an sich ja zuverlässige stabile System und hat intuitiv gelernt, dass es immer irgendwie lösbar ist und zur Normalität findet. Um hiernochmal die selbe Ex einzubinden, hat sie immer gut gesagt, tolles Deutsches Mädchen "Einen Augenblick, das regelt sich gleich wieder." Und genau den EIndruck habe ich von den meisten Deutschen, sie wissen oder lebens es förmlich, dass sich alles wieder einpegelt.


    Ich hoffe auf die "selbst, wenn Deutschland brennt" Migranten ^^ denn so einer bin ich selbst, vermutlich. Denn auch ich bin einst geflohen um hier zu leben, ich werde mein möglichstes tun um auch hier zu bleiben! Und dieses Mindset gibt es bei meinen Landsleuten und anderen Herkünften vermutlich auch relativ stark ausgeprägt. Das kommt aber erst nach ein paar Jahren, die ersten Jahre sind "Scheiss auf Deutschland, der Job ist nur Geld." und auch davon wird es so einige geben.


    Das ist nun alles recht Subjektiv, aber so sehen "wir" die Deutschen:
    Der Deutsche bleibt, bis der Chef sagt "Wir haben ein Problem". Der Deutsche fragt sich dann wo Ahmet und Sergej sind, die wussten, dass es das Problem gibt, schon vor 'nem Monat und sind bereits in der Heimat. Und dann gibt es noch Mehmet und Alexej, die sagen "kein Prablem Chef, kain Plablem" und arbeiten weiter ^^ Hoffen wir, dass Mehmet und Alexej die Busfahrer sind.

    Moin Mitprepper,


    der Warntag war ja so eine Katastrophe für sich.

    Aber man muss auch Lob lassen wo Lob hingehört: Der aktuellste Warntag war ja schonmal nicht schlecht.


    Hat sich bei Euch in der Umgebung seit den ganzen Warntagen was getan? Mir haben die eine Sirene gefählt auf's Haus gestellt ^^ Heute erst wieder im absoluten Tiefschlag gewesen, aber ab der ersten Sekunde der Sirene intuitiv mitgezählt im Schlaf und ab dem zweiten Aufheulen direkt wach und aufmerksam. EIn mal ist ja nur ein Sirenentest, alles ab zwei mal kann von Bedeutung sein. Instinkte funktionieren auf jeden Fall :)


    Ich bin damit ja nun sehr direkt betroffen, da kann der falsche Eindruck entstehen, dass sich durch die Warntage gut was getan hat. Also bei mir auf jeden Fall, wir haben eine neue Sirene oder sie wurde repariert. Da fällt halt auch mal auf wie oft was los ist, selbst in so einer bedeutunglosen Kleinstadt und eigentlich ja modernem Leben bei dem alles mögliche abgesichert ist. Hat sich bei Euch war merkbar getan, sonst noch bei jemandem neue Sirenen aufgestellt worden?

    [...] Zur Besteckfrage: ich bin der Überzeugung man braucht ohnehin nur einen Löffel zum Essen unterwegs [...]

    Bin ich voll bei dir! Vor allem hat man ien Messer ja sowieso dabei, sei es am Multitool, das gute Schweizer oder irgend ein anderes. Nur bei der Idee mit dem Tee in Ziplocks, da habe ich eine kurze Erleuchtung gehabt - so einfach und so genial!