Ich habe in den 1990ger Jahren einige wissenschaftliche Vorträge zum Thema Wasser besucht.
Darin hieß es, dass wir kurzfristig ganz viele Regenrückhaltebecken bauen MÜSSEN.
Dummerweise kosten solche Rückhaltebecken viel Zeit und Geld.
Nun erkläre als Politikerin mal der Bevölkerung, dass der neue Kindergarten, die neue Schule oder die Straße zu Gunsten eines Regenrückhaltebeckens gestrichen werden muss.
Diese Argumentation funktioniert nur gegenüber weniger gebildeteren Menschen im Bereich der Politik. Eine Investition gleicht nicht einer anderen gestrichenen. Es gibt gewisse Pötte aus denen Gelder bezogen werden können. Der Bezug aus einem Pot für "Infrastruktur" z.B. schließt nicht aus, dass ein Kindergarten gebaut werden kann, denn dafür gibt es einen eigenen Pot.
Um den Michel nochmal zu fangen, kann man das in's unendliche Spinnen und behaupten "Weil wir in der Ukraine Waffen liefern, können wir keine Wasserreservoires bauen" Stimmt natürlich nicht, denn diese Handlung entspricht nicht jener Konsequenz. Aber es liest sich gut und ist provokant, scheint oberflächlich logisch zu sein.
DIe wahreBegründung die ich hier sehe, ich kann auch falsch mit meiner Annahme liegen, ist die Priorität die gesetzt wird. Je kurzfristger die Auswirkungen eines Problems oder eines Gewinnes sind, desto höher werden diese Subventionen / Investitionen behandelt. Gewiss nicht alle, wer weiss schon was die "Bilderbergerilluminatenvereine" an langfristigen Plänen haben. Doch so scheint es auf mich. "Ach, es gibt genug Wasser, ist heute kein Problem" Ja, heute nicht, in 100 Jahren aber. Und dann wird das halt in der Prio runtergesetzt bis "in 100 Jahren", doch in 100 Jahren eine Lösung anzustreben ist kritischer, Zeit- und geldintensiver, als sich jetzt darum zu kümmern.
Ich handel z.B. genau gegnteilig hier, ich überlege "Welchen Vorteil hat das für später?" und selbst bei einem Einkauf, nehme ich einen nachteil für einen ganzen Monat (so böse "knappe Monate") inkauf und verschaffe mir Prepps für 3 Monate. Hätte ich mich jedes mal erst darum gekümmert "wenn es notwendig sei" gäbe ich deutlich mehr Geld aus und hätte weniger zur Verfügung für andere Tätigkeiten. Kurzfristige nachteile für langfristige Vorteile. Bei der Wasserversorgung in Süd-Italien ist es jetzt z.B. zu spät. Hätte hätte Fahrradkette, aber hätten die ihre Reservioires aufgepeppelt rechtzeitig, hätten sie jetzt weder die wirtschaftlichen Probleme, noch die Eingrenzug der Freiheit ihres Volkes. Das vermeiden einer Ausgabe hat zu Ausgaben geführt die nun noch höher sind mit zusätzlichen Konsequenzen.
Wenn eine Panzerfaust an einen Ukrainer geliefert wird, wirkt sich das nicht gleich darauf aus, dass ein Altersheim einen Angestellten weniger hat. etc etc die Auswirkungen von Investitionen durch die Regierung sind da etwas komplexer gestrickt. Nichstdestotrotz kann man Muster feststellen von "Vermeidung von Kurzfristigen Ausgabe für langfristigen Vorteile". Wenn ein Problem absehbar ist für "in 100 Jahren", dann ist das Problem bereits vorhanden! Ab Erkennis eines Problems erfordert es eine Handlung, egal wie weit das Problem in der Zukunft liegt, je eher gehandelt wird, desto geringer sind die Konsequenzen eines zukünftigen Problems. Dass Süd-Italien schon vorher bereits Wasserknappheiten erlebt hat, ist kein neues Problem, aber es ging bisher "ganz gut". Jetzt nicht mehr und das nur, weil der Zustand "geht ja noch ganz gut" akzeptiert wurde, anstatt zu handeln.
So oder so, Süd-Italien hat mies in's Klo gegriffen, können die sich bei Ihrem Bürgermeister vor die Tür stellen und meckern, ändern wird es an der jetzigen Situation nichts. Mögen die daraus lernen.