Vorratsziel – aber woher wisst ihr eigentlich, ob ihr dort angekommen seid?

  • Danke fürs Zeigen.


    Interessant zu sehen, dass du damals einen deutlich breiteren Ansatz verfolgt hast.


    Ich versuche mein Projekt bewusst klein zu halten und mich zunächst nur auf Vorräte, Wasser und Kochenergie zu konzentrieren. Sonst wird so etwas vermutlich sehr schnell zu komplex.


    Danke für die Inspiration.

  • Ich würde dir für den Anfang folgende Herangehensweise empfehlen.

    Überlege dir worauf du dich vorbereiten willst, mach dich schlau was das für deine Bevorratung bedeutet.


    Beim Essen, mach dir einfach Gedanken was du regelmäßig isst und schau dann was sich davon gut lagern lässt. Dann rechnest du hoch wie viele Tage du mit diesen Sachen auskommen willst.


    Dann besorgst du dir einen entsprechenden Vorrat Wasser, bevorzugt in Glasflaschen und wenn du davon ausgehst, dass deine primäre Kochmöglichkeit ausfällt, noch einen Gaskocher mit entsprechenden Vorrat an Kartuschen.


    Eine Taschenlampe mit entsprechender Anzahl Batterien und kleines Radio, dass die selben Batterien nimmt und du bist um kleines Geld schon stark aufgestellt.


    Von dort aus kannst du dann ergänzen was die wichtig ist.

    Ganz wichtig bestimmt mal deine Medikamente und Hygieneartikel um gesund zu bleiben, erste Hilfe etc.


    Du weißt dann dass du angekommen bist wo du sein willst, weil du dir vorhin in kleinen Portionen greifbare Ziele gesteckt hast.


    ... und ganz zufrieden wird man nie sein. :)

  • Danke für deine Antwort.


    Ich kann deine Herangehensweise gut nachvollziehen.


    Letztlich beantwortet das auch die Frage, die ich mir am Anfang gestellt habe: Wo stehe ich eigentlich gerade und wann habe ich mein persönliches Vorratsziel erreicht?


    Jeder wird das natürlich etwas anders lösen, aber die grundsätzliche Logik dahinter erscheint mir sehr sinnvoll.


    Danke für den Denkanstoß.

  • Das ist eigentlich eine sehr gute Frage.

    Bei mir wäre jetzt meine persönliche Antwort gewesen:


    Ich "rechne" mir meinen Vorrat aus in Form von Kalorien.


    Wobei viel wichtiger ist, wenn ich daheim einen Vorrat anlege, wäre wohl das aller erste, das ich da schauen und abschätzen würde: wie viel Platz habe ich zur Verfügung.

    Habe mal gesehen, dass man in eine normale Kiste, welche Maße von 70cm länge, 40cm Breite und 30cm Tiefe auch schon einiges reinstellen könnte.

    Also wäre bei der Überlegen vom Vorratsziel bei mir Prio 1: der Platz


    Priorität 2 wäre aber auch wichtig: was will ich damit erreichen?

    So plant man ja auch gleichzeitig den nächsten Schritt. Will ich jetzt länger zu Hause es aushalten, nur eine kurze Zeit zum überbrücken oder gehöre ich eher zu denen, die vorher schon abhauen bevor alles den Bach runter geht und man am Ende wohlmöglich gar nicht mehr fliehen kann. Es würde ja nichts bringen, wenn man zu Hause einen kompletten Schrank voll mit Lebensmittel packt, wenn man eh auf Bug Out geht.

    Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Beitrags muss ich sagen, wären Prio 1 und Prio 2 im Grunde genommen eh eher ein "Grundgedanke" auf das man aufbaut. Der Grundgedanke ist eher DAS Ziel. Will man raus oder bleibt man zu Hause.


    Zurück zum Thema.

    Kann hier natürlich nur für mich persönlich sprechen. Aber im Grunde genommen bleibe ich dabei. Erst schaue ich, welche Kalorienanzahl ich brauche. Habe es schon mal geschafft am Tag mit nur 500 Kilokalorien auszukommen. Aber auf Dauer ist das nichts. 2000 Kilokalorien pro Tag ist ein gutes Mindestwert. Wobei man hier auch sagen muss: das ist auf einen "normalen Menschen" ausgerechnet. Wenn man größer und/oder stämmiger ist braucht man theoretisch mehr.

    Anhand der Kalorien kann ich dann errechnen, was ich brauche damit ich weiß, wie viel Platz ich zur Verfügung habe. Hat man eine ältere Küche, hat man, so denke ich es, mehr Platz zum Verräumen als in den modernen Küchen.

    Es kommt aber auch vom Platz her, WAS man alles als Vorrat zu Hause hält. Wenn man jetzt nur so gefriergetrocknete Päckchen von Tactical Foods hat, die eh wenig Platz verbrauchen (die würde ich eher für Unterwegs mitnehmen) oder ob man große Dosen stapelt. Hierbei würde ich auf ne Mischung gehen zwischen Fertigdosenessen und Tactical. Weil man braucht ja auch Wasser und die Möglichkeit, das Wasser oder die Nahrung zu erhitzen. Solange man daheim Strom und/oder Gas hat geht es ja noch. Aber wenn das weg ist wird es manchmal schwierig.