Sind wir 'Krisenmüde' geworden?



  • Meine lieben Medienbekannten Kollegen sind da sehr fleißig, wahrlich, und es funktioniert -

    Da muss man ja auch wirklich mal erwähnen das der YT Kanal Preppers Germany zu den löblichen Ausnahmen gehört.

    Aber wenn man wie einige Tuber von YT leben will, muß man natürlich viel Klicks generieren. Also viele Videos raus bringen und "bad news" verkaufen sich da auch eben besser.

  • Da muss man ja auch wirklich mal erwähnen das der YT Kanal Preppers Germany zu den löblichen Ausnahmen gehört.

    Aber wenn man wie einige Tuber von YT leben will, muß man natürlich viel Klicks generieren. Also viele Videos raus bringen und "bad news" verkaufen sich da auch eben besser.

    Tja ... glaube mir, nicht nur ein mal war ich gut gepackt von dem Gefühl mich der Schiene der "Angstmacherei" und der "Übertreibung" zu bedienen, doch mein Stolz und Ehrgefühl waren stärker als der Drang Klicks zu generieren Jawohl!


    ALso nochmnal hier etweas umfassend das Thema: Ich finde, wenn dieser "Krisenüberdruss" bei uns Preppern vorherrscht, dann ist das gut. Wir sind vorbereitet auf vieles, wir müssen uns nicht rege mit Krisen befassen, weil wir bei Eintritt jener oftmals gut davonkommen können.


    Aber Nicht-Prepper, die dürften sich doch nochmal vorhalten "Wenn nun etwas geschieht, bin ich selbst Schuld un niemand üfr mich verantwortlich" denn als wären die vielen Krisen und Probleme nicht schon breitgetreten genug, so unternehmen die meisten dennoch nichts.


    Ein Krisenüberdruss bei Preppern und bei Normies ist ungleich gewichtet. Bei uns eher weil wir wissen um die Krisen und wir nach unseren Mitteln und Möglichkeiten oft bereits Vorkehrungen getroffen haben. Bei Normies hingegen ist es die Azeptanz "Ja dann rettet mich halt jemand".


    We_Are_Not_the_Same.webp

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Ich glaube es ist so ein psychisches "Problem".

    Ob man jetzt sagt, dass es "Krisenmüdigkeit" ist oder nicht, ist mal zweitrangig. Aber in der heutigen Zeit bekommen wir fast schon "Live" ja alles an Nachrichten rund um die Welt ins Gesicht geklatscht mit den Smartphone. Wenn man zu oft von solchen Themen erschlagen wird, akzeptiert es der Geist irgendwann und man denkt sich "naja schon wieder etwas".

    Wie war es denn früher? Sogar noch bevor das Internet so wurde wie es jetzt ist und es keine Smartphones gab? Man hat oftmals Stunden später erst etwas erfahren und dann auch immer nur Teile davon ehe mehr Informationen gekommen sind. Da hat man anders reagiert.

  • Die aktuellste Quelle war wohl das Radio, danach kam das Fernsehen so ab Nachmittag und am nächsten Tag konnte man etwas in der Zeitung lesen.

    Richtig. Aber verstehst was ich meinen will?

    Heutzutage bekommen wir so viele Informationen, egal ob bewusst oder unbewusst. Ich weiß noch früher hier bei uns auf den Land, ja da waren viele bestürzt wenn es zu schlimmen Nachrichten gekommen ist. Ich bin da genau so. Aber heute? Heute denke ich mir, wenn es wiedermal zu irgendwelchen Übergriffen kommt, nur noch "schon wieder so einer". (War nur als Beispiel)

    So wird es sich wohl auch beim Thema "Krise" kommen. Man nimmt es anders wahr als früher

  • ja, ich denke es ist eine Mischung aus unserem Spezialgebiet - ich meine wir beugen Krisen vor, wer wenn nicht wir befasst sich mit Krisen .... und der durchgehenden Verfügbarkeit der Informationen. Eine Mischung aus beidem.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Meiner Meinung nach ist Prepping ja ein recht beständiges Thema. Z.B. einen Essensvorrat brauche ich bei Blackout, Hochwasser, beim digitalen Zusammenbruch der Finanzdienstleister, oder auch beim worst case Kriegs-Szenario. Dass man sich über Zeit weiterentwickelt und aufstockt ist klar, aber ich habe einen Punkt erreicht an dem ich sehr zuversichtlich in meine Vorbereitung bin – egal für welche Krise – und daher nicht bei jeder neuen Nachricht zum Laden renne.


    Die permanente Nachrichtenerstattung kann ich gar nicht leiden. Auf der einen Seite gibt es 24/7 (wenn man will) schlechte Nachrichten. So viel kann man gar nicht mental verarbeiten und ins eigene Leben einordnen. Auf der anderen Seite ist die Berichtserstattung oft so durch Shock-Value geprägt, dass die Zuschauer nicht informiert, sondern mitgerissen werden sollen. Mein persönliches Highlight waren Social Media Posts über den Nahen Osten. Ich öffnete mein Instagram und sah auf der ersten Seite direkt ein Bild von einem getöteten Kind, ohne jegliche Zensur und ohne Warnung. Da die Posts einfach auftauchen, auch wenn man versucht Nachrichten auf Social Media zu entgehen, hat man wenig Möglichkeit dem zu entkommen. Da ist nur die Lösung für mich Abstand von den meisten (Sozialen) Medien zu nehmen, mich gelegentlich zu informieren und der Stimmungsmache weitestgehend auszuweichen.


    Natürlich sollte man trotzdem noch Bescheid über die Dinge wissen, die einen direkt betreffen. Ich habe mir sämtliche Warn-apps heruntergeladen, die mir sagen, wenn es in der Nähe brennt, Hochwasser zu erwarten ist, etc., und ich habe die lokale Zeitung abonniert. Die großen Events bekommt man sowieso immer mit, aber man erspart sich alles dazwischen.


    In der Vergangenheit war das noch anders: Corona war eine meiner ersten großen Krisen, wo ich von morgens bis abends Berichte geschaut und mir durchgehend Sorgen gemacht habe. Meine Oma war aber damals aber sehr entspannt und sage mir mal: die Welt ist schon immer untergegangen und das wird sie auch immer tun. Das habe ich mittlerweile auch als Mindset angenommen, und ich muss sagen, es lebt sich ganz gut ;)

  • Sehr schön geschrieben.

    In Zeiten von Nachrichten 24/7 ist es wirklich schwierig ein richtiges Maß zu finden, nicht uninformiert zu sein, aber auch nicht so viel Nachrichten zu haben, dass man vor Sorge nicht mehr zur Ruhe kommt.