Modulares Bug-Out-Rig (Fluchtrucksack neu gedacht)

  • ...keine Bange (erst einmal) keine drölfzigste neue Zusammenstellung für einen Fluchtrucksack. Haben wir doch auch alles durchgekaut von einfachem Fluchtrucksack, der auch für die Notunterkunft tauglich ist 😉 bis hin zum BOB, der sich kaum noch schleppen lässt...


    Warum also das Ganze? Hier mein Grundgedanke - im urbanen Bereich ist für mein Dafürhalten der reguläre Fluchtrucksack eher hinderlich als hilfreich. Trotzdem muß alles mit einem Griff mitzunehmen sein. Daher verfolge ich schon seit Jahren ein Konzept, mehr Material "am Mann" zu haben.


    Vorallem hat eine breitere Verteilung der Ausrüstung den Vorteil das Gewicht besser zu verteilen. Dadurch werde ich auch mobiler, als mit einem fetten Rucksack auf meinem Rücken. Dieser schränkt mich zusätzlich in einer Kampfsituation ein - schlimmer noch, er kann vom Gegner zu seinem Vorteil genutzt werden. Sobald ich ihn aber abwerfe, verliere ich fast meine komplette Ausrüstung.


    Zunächst möchte ich ein nicht nur verstellbares Tragesystem, sondern eins das ich komplett abnehmen kann. So könnte ich den Rucksack dann alternativ auf eine Plattenweste packen oder auch den Rucksack wie einen Hackenporsche⇲ ziehen. Wichtige Ausrüstungsteile werden zudem auf Bein-, Oberschenkel- Bauch- oder auch Brust-Taschen verteilt. Zunächst habe ich also hierfür eine Materialsammlung gestartet. Teilweise aus abgewrackter Ausrüstung oder auch mal ein geschenkten Wanderrucksack aus Kleinanzeigen geplündert. Als Testobjekt für den Rucksack nutze ich diesen 35L Dragon-Egg⇲    


    PC270766.jpg


    Der Testrucksack ist bereits vom Tragesystem befreit und bekommt stattdessen ein Schnellabwurfsystem⇲, das aber in ein modulares Tragesystem eingeschlauft werden kann. Hier muß ich jedoch noch Material bestellen um erste Ergebnisse präsentieren zu können.

    2 Mal editiert, zuletzt von Zeugmeister ()

  • WIr sprechen eine gemeinsame Sprache hier und erfinden derzeit etwas das noch nicht etabliert ist Das gefällt mir! Auch ich habe meinen BOB umstrukturiert und verteile das Gewicht und die Dinge modular. Lasst mich mal kurz meine grobe Aufteilung zeigen (noch im Aufbau):


    20251229_145031.jpg


    Nach einigen Ausflügen in Lost Places oder auch im Wald kamen stets die selben Probleme auf:

    Wenn man WIRKLICH gut vorbereitet sein will mit allem Drumherum, dann wird der Rucksack irgendwann bombastisch groß und schwer. Zusätzlich kommt das Problem dazu, dass wenn man ein Shelter aufbaut, der Rucksack mit all seinen Dingen abgelegt ist und man muss immer wieder zum Rucksack zurück um sich weiter auszustatten.


    Mit einem modularen RIG kann man den Nutzen und die Last verteilen. Was man nicht prompt benötigt und rein für das Shelter gedacht ist, kann sich weiterhim im Rucksack befinden (ich habe hier bewusst einen leichteren und kleineren Rucksack gewählt - größere Varianten sind natürlich auch möglich und vorhanden) und was man sofort am Mann braucht, kann man am Mann behalten.


    Am Mann kann man z.B. Messer, Erste-Hilfe-Basics, Kommunikationsmittel, Snacks, Kleinstelektronik, Wasserfilter etc behalten, wärend Isomatte, Schlafsack, großer Erste-Hilfe-Kasten, Wasser, Nahrung und Kleidung dann beim/im Rucksack bleiben können.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Ich hatte anfänglich eine Chest-Rig, darunter eine Stichschutzweste (Das Gebaumel ist nur um alles mit einem Griff zu haben und wäre dann in Taschen verschwunden).


    PC300765_2.jpg


    Zum Rucksack würden sich wohl diese Taschen gesellen - der Grayl aber am Rucksack. Im Falle des Rucksackverlust hätte ich noch einen Sawyer-Mini am Mann. Das Konzept wird aber noch verfeinert, da meine Hose noch etliches frisst. Auch zB das IFAK ist noch viel zu ausladend.


    PC300764.jpg

  • Ich habe den Paracordgriff vom Rucksack entfernt und ersetze ihn durch ein vernünftigen Griff. Als nächstes nutze ich eine der oberen Klettabdeckungen (die wohl für die Trinkschlauchdurchführung gedacht waren) werde eine Öse reinsetzen und darunter eine Seiltasche in den Rucksack integrieren. So ist es super schnell einsatzbereit und wie bei den Profis gelagert und vor Dreck, Beschädigung und Verknäulung geschützt.


    P1010765.jpg   P1050764.jpg

    2 Mal editiert, zuletzt von Zeugmeister ()

  • Deine Vorhaben mit dem Modular Rig sind überraschende Parallelen zu wie sich PreppersGermany entwickelt hat: Robuste aber "okay" Basics als Fundament und dann ganz viel manuelle händische Aufwertungen und individuelle Anpassungen an den Eigenbedarf bis es einzigartig ist und zuverlässig wie kaum etwas gekauftes.


    Ich bin immernoch nicht dazu gekommen alles ordentlich zu befüllen für das Rig - gibt grad richtig viel zu tun an allen Ecken und Kanten. Überall Fortschritte, langsam, aber sicher und überall Zeitgleich - auch eine Parellle zu wie sich PreppersGermany entwickelt hat Darauf 'nen Kaffee! nur mal so als Randnotiz - ein voller Erfolg würde ich behaupten.


    Ich habe für mein Rig den perfekten Pulli: Auch schwarz, ganz üblich, und mit Reissverschlusstasche am Oberarm.


    Habe mir nochmal erlaubt den Titel des Themas umzubennen (Modulare Bugout Rigs etablieren)

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Konstantin

    Hat den Titel des Themas von „Fluchtrucksack neu gedacht“ zu „Modulares Bug-Out-Rig (Fluchtrucksack neu gedacht)“ geändert.
  • Meine Erfahrungen sind da etwas anders! Alle Ausrüstungsgegenstände die wirklich lebenserhaltend sind (weniger Ausrüstung ist immer besser), gehören an einen Survival-Gürtel, in eine kleine Bauchtasche oder in die Taschen der Oberkleidung die man immer trägt, so kann man schön zivil bleiben und erweckt deutlich weniger Begehrlichkeiten bei anderen Menschen .. Waffen wie z.B. Messer gehören immer verdeckt aber schnell zugriffsbereit getragen, Innenbund auf 1 Uhr halte ich aus mehreren Gründen für ideal .. Alles was in zweiter Linie dem Überleben dient, gehört in einen kleinen, möglichst zivilen Rucksack der natürlich auch in einer gedeckten Farbe gehalten sein sollte ..

    Im Groben kann man sagen, mit der kompletten Ausrüstung sollte man im Alltag einer Großstadt nicht auffallen, dann hat man weitestgehend alles richtig gemacht ..

    Einmal editiert, zuletzt von KG1 ()

  • Meine Erfahrungen sind da etwas anders! Alle Ausrüstungsgegenstände die wirklich lebenserhaltend sind (weniger Ausrüstung ist immer besser), gehören an einen Survival-Gürtel oder in die Taschen der Oberkleidung die man immer trägt, so kann man immer schön zivil bleiben und erweckt deutlich weniger Begehrlichkeiten bei anderen Menschen .. Alles was in zweiter Linie dem Überleben hilft, gehört in einen kleinen, möglichst zivilen Rucksack ..

    Es lässt sich grundsätzlich schwer voraussagen wer als potentielles Ziel ausgewählt wird, da hier sehr viele Faktoren reinspielen.


    Die First-Line direkt am Mann zu haben war immer schon gut und das wird auch weiterhin so bleiben. Mit dem Rucksack bin ich auch ganz bei dir. Ich bin einfach nicht so geprägt worden, das ich mir einen Blümchen-Rucksack 😜 auf den Rücken schnalle. Sicher werde ich die Thematik ganz anders betrachten, wenn die Situation es mit sich bringt, sich als Gray-Man möglichst unsichtbar mit Wendejacke zu bewegen. Was unbestritten zu einer der besten Techniken, gerade in unsicheren Szenarien zählt, die aber auch geübt werden sollte.


    Ich will hier auch niemanden verkaufen das ich ein Top-Predator bin. Meine Strategie fußt auf meiner Erfahrung und Beobachtung, die ich in Jahrzehnten, meist in Großstädten gemacht habe, sowohl hier als auch in Ländern, wo ich nicht immer willkommen war.


    Auch wenn ich nicht durch Kriege und Krisengebiete (ausser Sri Lanka) gegangen bin, wurde ich bisher trotz der Brennpunkte an denen ich mich aufgehalten habe, nie als Ziel focusiert worden - oder ich hab den Spieß umgedreht und bin diese Gefahr aktiv angegangen. Wenn dann jemand seinen Schlagring präsentiert und ich keine 5 Minuten später eine teure Hein Gericke Lederjacke geschenkt bekommen habe - behaupte ich mal alles richtig gemacht zu haben. Und das muß überhapt nicht durch Gewalt gelöst sein worden.


    Wie vieles in dem Forum, ist es nicht die eine Weisheit, sondern nur ein Konzept-Angebot und wenn nur eine kleine Inspiration davon ausgeht oder ich halt durch Anregungen Dinge an meiner Ausrüstung/Verhalten verbessern kann hat sich dieser Thread schon gelohnt.

    4 Mal editiert, zuletzt von Zeugmeister ()

  • Der hier gepostete EH-Inhalt machte allein keinen Sinn - wird zu einem späteren Zeitpunkt in Verbindung von anderer Ausrüstung nochmal gezeigt. SORRY

    4 Mal editiert, zuletzt von Zeugmeister () aus folgendem Grund: Der hier gepostete EH-Inhalt machte allein keinen Sinn - wird zu einem späteren Zeitpunkt in Verbindung von anderer Ausrüstung nochmal gezeigt. SORRY

  • in mein berghaus atlas 2 und grusader sind eingepackt. innen von unten nach oben: 2 dosen a 800 gramm futter 2 kilo seven oceans und bw-wr. - tarp 3x4 meter, ein tarnnetz 1x 2 meter, klappsäge von guten temu für 2 euro ( tut wunderbar),firekord 20 meter, 10 meter paracord 10 mm, einige 240 lieter müllsäcke, wechselklamotten eingeschweist und vakuumiert, küchenrolle mehrfach gefalten vakuumiert als zusätzlichen rückenpolster, trinkblase mit petling anhang gefüllt mit sirup für die schnelle zuckerzufuhr, kleine powerbank mit faltbarem solarpaneel in der selben grösse, 2 pettlinge mit salzsäure und natrium gefüllt für chlordyoxid, klaine flasche dr bronner´s allzweckseife, zahnbürste rasierer und so zeug. rasierer ist wichtig wenn man doch mal unter leuten gehen muss will man ja nicht aussehen wie ein yeti. oben zum abschluss regenzeug.

    messer feuer rettung udg trage ich am mann oder frau was immer euch beliebt.


    unter dem rucksack ein fertiges bündel bestehend aus elefantenhaut bivak iso und schlafsack. alles so eingerollt das selbst bei starkregen ich nur abrollen muss und fertig.