Verhalten und Aufgaben im Konvoi

  • Soweit ich mich entsinne werden immer drei Personen empfohlen. Wenn etwas sein sollte und eine Person ausfällt, kann ein gesunder fitter bei der Person bleiben und der Dritte Hilfe holen. Also drei pro Fahrzeug ist schon ganz angenehm. So bleibt auch mindestens ein Platz frei. Funktioniert leider nicht, wenn man Jimney fährt ^^*


    Einen Mechaniker braucht man im Konvoi mindestens, ich wäre das nicht, ich bin eher ein Fahrer.


    Privat sehr gerne schnell gefahren und sagen wir "gerne auch mal StVO-grenzwertig gefahren". U-Turns sind noch drin, mit Handbremse und Co und schnelle Startmanöver sind auch problemlos. Kurven etwas fixer nehmen mache ich auch sehr gerne - natürlich nur in einer Krisensituation. Fehlende PS habe ich auch nicht selten durch höhere Drehzahlen und gekonnter Fahrzeugkontrolle wettgemacht. Bis auf wenige Ausnahme nie mit Beifahrern natürlich und nur bei freier abgelegener Straße - die Mitmenschen sind mir schon sehr lieb. (Ich darf echt keinen M2 fahren ^^ da juckt der rechte Fuß nur beim dran denken und bei Führerschein sagt auch schon präventiv "Okay, ich verschwinde dann mal für 2-3 Monate wieder" :D Nicht lobenswert im Alltag, aber in SHTF durchaus nützlich). Und solche Fahrer braucht man in jedem Fahrzeug.


    Dennoch was Packen angeht wären alle fahrzeuge gut gepackt: Mindestens für die drei Personen tägliches Wasser, da kommt schon richtig viel zusammen. Also 40-50 Liter sollte man schon haben, das würde dann auch für 7 Tage reichen, pro Fahrzeug. Dann Kocher pro Fahrzeug, Nahrung pro Fahrzeug pro Mitfahrer, Zusätzliche Kleidung, Unterkunftsmöglichkeit und je einen Schlafsack, grundsätzliches Werkzeug in jedem Fahrzeug, Bewaffnung entsprechend möglichkeiten, Snacks, Beleichtung, Zusatzkanister - da ist ein normaler Auto schnell man proppenvoll. (Nebenbei: Es fährt sich dann auch nochmal deutlich anders ... an die die glauben Fahrer sein zu können)

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Bewaffnung ist immer ein Thema, das schwierig ist - egal ob im Konvoi oder per pedes. Was einige dabei nicht bedenken, die Zivilisation wird ja nicht komplett zusammenbrechen und somit kann es auch Kontrollen geben, gerade wenn man in sicheres Gefilde kommt. Also entweder man trennt sich in sicherer Entfernung von Waffen oder man riskiert Ärger.


    Ich bin jetzt auch kein Gegner von Waffen - aber alles hat immer sein für und wieder. 🤔

  • Soweit ich mich entsinne werden immer drei Personen empfohlen. Wenn etwas sein sollte und eine Person ausfällt, kann ein gesunder fitter bei der Person bleiben und der Dritte Hilfe holen. Also drei pro Fahrzeug ist schon ganz angenehm. So bleibt auch mindestens ein Platz frei. Funktioniert leider nicht, wenn man Jimney fährt ^^*

    Naja. Funktioniert auch nicht, wenn man einen Smart fährt ;)



    Einen Mechaniker braucht man im Konvoi mindestens, ich wäre das nicht, ich bin eher ein Fahrer.

    Ich wäre auch eher der Fahrer oder der Beifahrer. Ein Mechaniker bin ich nicht. Ich könnte euch alles bis auf die kleinste Schraube auseinander bauen, aber nix mehr zusammen bauen.

    Also 40-50 Liter sollte man schon haben, das würde dann auch für 7 Tage reichen, pro Fahrzeug

    Da frage ich mich: wie lange kannst du mit dem Auto fahren? Ich sehe einen Konvoi und auch das BOV eher so, dass ich damit von A nach B komme. Raus aus der Gefahrenzone, rein in die Safezone. So viel Wasser bringt nichts. Außer du planst, mit den Konvoi rechnerisch soweit zu fahren, wie es der Spritz erlaubt um dann wo wie die alten Pionieren in den USA mit den Wagen zu kampieren. Nur mit dem Unterschied, dass du dann mit den Fahrzeugen an einen Ort verweilst.

  • Hätte eigentlich erwartet das hier Rückfragen kommen, aber scheint alles bereits bekannt zu sein? Was ist denn nun ein TIC, was tue ich bei überholenden Fahrzeugen?

    In welchen Abständen fahre ich wann?

    Wann durchstoßen und wann ausweichen und was bedeutet das überhaupt?

    Abstand? Naja einen Abstand wählen damit man nicht einfach so den anderen hinten drauf fährt würde ich sagen.

    Und was ist ein TIC?

    Was tue ich bei überholenden Fahrzeugen? Das Fahrzeug beobachten?

    Durchbrechen oder ausweichen? in welcher Situation?


    Leute, kommt mir jetzt bitte nicht mit Mad Max Situation oder wo schon wieder irgendwelche Banditen Straßensperren aufgebaut haben und man da "durchbrechen" will obwohl vor einen 20 schwere Maschinenkanonen, Panzer usw. stehen.


    Sorry wenn ich jetzt böse werde aber jetzt einmal ohne Witz.

    Wenn die Kacke so am dampfen ist, dass es schon soweit ist, hat man als Prepper versagt, dann brauchste so ein Gebiet gar nicht mehr mit einem Fahrzeug verlassen, da schaust, dass du unauffälliger sogar als Gruppe dich aus den Gebiet schleichst.


    Klar ich hätte auch die Frage stellen können: WANN benutzt man einen Konvoi?

    Meine Antwort: bevor die Lage sich zuspitzt und man erste Aktionen befürchten kann.

    Ja ich weiß, einige wohnen in Gebieten, wo es schon im Alltag nicht einfach ist. Aber ganz ehrlich? Auch Banditen und Banden brauchen Zeit um sich vorzubereiten, Straßensperren zu erbauen, sich auf die Lauer zu legen. Bleibt also bitte realistisch.

  • Sorry das ich das mal so hier reinstreue - vllt habe ich auch zu viel kriminelle Energie - aber eine Straßensperre steht unter 5 Minuten, wenn ich sie allein aufbaue - minimalistisch mit Bissl Dreck und Krähenfüßen oder professioneller mit Nagelkette (alles aus dem "Lächelnden Karton").

    Und um es klar auszudrücken - nicht NUR Prepper sind gut ausgerüstet und allzeit bereit. Das ist leider die Realität.

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  • Sorry das ich das mal so hier reinstreue - vllt habe ich auch zu viel kriminelle Energie - aber eine Straßensperre steht unter 5 Minuten, wenn ich sie allein aufbaue - minimalistisch mit Bissl Dreck und Krähenfüßen oder professioneller mit Nagelkette (alles aus dem "Lächelnden Karton"

    Und um es klar auszudrücken - nicht NUR Prepper sind gut ausgerüstet und allzeit bereit. Das ist leider die Realität.

    Ja.

    Aber da sind wir wieder bei dem leiden gleichen Thema:

    man denkt gefühlt immer, und das meine ich nicht Böse oder so, dass kaum nach 5 Minuten, nachdem eine Situation eingetreten ist, ganze Herrscharen aus den löchern kommen, Straßensperren aufbauen, Wohnungen plündern, Brände legen und alles geht auf einmal den Bach runter. Und bereits nach 10 Minuten ist gefühlt jede Stadt abgeriegelt durch Banden und nix geht mehr.

  • Ja.

    Aber da sind wir wieder bei dem leiden gleichen Thema:

    man denkt gefühlt immer, und das meine ich nicht Böse oder so, dass kaum nach 5 Minuten, nachdem eine Situation eingetreten ist, ganze Herrscharen aus den löchern kommen, Straßensperren aufbauen, Wohnungen plündern, Brände legen und alles geht auf einmal den Bach runter. Und bereits nach 10 Minuten ist gefühlt jede Stadt abgeriegelt durch Banden und nix geht mehr.

    Dann sei auch bitte so realistisch, das du nicht in 5 Minuten jede Gefahrenlage so analysiert hast um schon unterwegs zu sein. Zumindest wenn sie wirklich überraschend kommt.
    Und natürlich kommen keine Horden von Wasauchimmer aus den Löchern wenn es sich um NORMALE Katastrophen handelt - wo ich auch garnicht fliehe sondern meist in dem Maße, wie Normalbürger es können HELFEN werde...

    Wenn ich fliehe, ist es Zuhause nicht mehr sicher, unsere nächste BOL bei einer befreundeten "Light"Prepperin wird aus Grund XY nicht zu erreichen sein - also kommen nur noch Ausweich-BOL's zum Tragen. Unterwegs noch den Sohn einsammeln. Ich bin nicht der Typ der beim ersten Warnzeichen alle Zelte abbricht. ERGO werden auch schon genügend auf der Straße sein, wenn ich meine Frau dazu bewegen konnte...
    Als wenn ich hier einen "Alarmstuhl" stehen hätte und Zack - los geht's - da bin ich echt zu alt für. 🤣


    Es gibt nicht den einen wahren Ablauf - da wir alle anders ticken - wird entsprechend auch unterschiedlich reagiert...

  • Meine Gedanken dazu:

    -Grundlagen von "ich bewege mich von A nach B" beinhalten die Fragen: Warum, Wann und Wie. Wenn ich z.B. fluchtartig Weg muss, ist das was anderes als geplant zu einer BOL zu fahren. Das Wann ist auch spannend. Ich bin mit dem Grundsatz "Never move at night" aufgewachsen, allerdings gibt es Dinge und Orte, wo auch die Bewegung in der Nacht sinnvoll ist. Hier kommt es natürlich darauf an, ob das Risiko den Nutzen wert ist. Beim Wie sind wir auch schon bei der Technik also Konvoi oder Einzeln. Hat beides Vor- und Nachteile. Ich weiß pauschal ja nichtmal ob mein Ziel sicher ist, daher sollte man da bevor ich mit allem Gerödel auftauche mal aufklären.

    -Thema Route ist auch so ein Ding. Als "Konvoiführender" muss ich Anmarschrouten definieren (gerne mehr als eine) und auch einen Exitplan haben (also wie komme ich da weg). Die Routen sind den Gegebenheiten anzupassen (Sicherheitslage, Meiden von Autobahnen, Hindernissen) und tagesaktuell zu gestalten.

    -Ich muss alle Fahrer (sowie Reservefahrer) briefen und mit den Routen sowie der Lage vertraut machen. Außerdem sind hier das Thema Abstand (50 Meter sind ein gute Idee), Funk (Kanal, Art und Inhalt, etc.) und Verhalten bei Problemen (von der Reifenpanne bis zum Angriff) zu besprechen.

    -Es wäre auch sinnvoll eine Taktik zu haben, wie man mit potentiellen Aggressoren umgeht. Von Opa Meier, der einscheren will, bis zum Hinterhalt bzw. dem Gelegenheitstäter. In jeder größeren Krise muss ich mit Checkpoints (Polizei, Militär oder illegale Checkpoints), daher sollte auch das Verhalten an Checkpoints beherrscht werden.


    Fazit: Ist alles nicht so leicht. Aus meiner (Auslands)Erfahrung ist die alltägliche Konvoiarbeit mit ungelernten Menschen harter Tobak, bisweilen sehr gefährlich und immer mit massiven Risiken verbunden, weswegen ich da (sofern möglich) die Finger von lassen würde.

    "All the places I've been and things I've seen

    A million stories that made up a million shattered dreams

    The faces of people I'll never see again

    And I can't seem to find my way home"

    ~Far from home by Five Finger Death Punch