Wehrpflicht - Wiedereinführung

  • Und ganz ehrlich, ein richtiger Schuss vor den Bug bei unserer Bundesregierung , ist bittet nötig.

    Nicht nur bei der Bundesregierung. Das sieht auf Landes- und Kommunalerebene auch nicht sehr viel berauschender aus.

    Es wird sich an zuviel Kleinkram aufgehalten, alles wird reglementiert und 5 mal überlegt, ob eine Äußerung evtl., unter Umständen, je nach Handschuhgröße der Oma, jemandem einen Darmwind entweichen lassen könnte.


    Alles wird nur noch besprochen.

    Sehen wir ja im Ahrtal.

    Erst nicht gewarnt/evakuiert.

    Dann wurde der Großteil privat geräumt und versorgt.

    Und die versprochenen Mittel sind mancher Orts bis heute nicht aufgeschlagen.


    Ein Hoch auf den Zusammenhalt und die Großzügigkeit an alle, die dort geholfen haben, aber es sind ebenso Bankrotterklärungen der Regierenden auf allen Ebenen

  • Zu lesen, dass Beamte die sich dem Volke und Staat verpflichtet haben, das Volk und den Staat fallen lassen, zeigt doch nur, dass diese nicht Beamte werden dem Staat und Volke zugute, sondern nur für den Vedienst von Geld. Selbiges las ich bereits im Discorsi Machiavellis: Das Volk braucht höhere Werte als Geld um der Republik zuverlässig zu dienen. Um beim Themazu bleiben gilt selbes auch für Soldaten.


    Die Bedürfnisse und Möglichkeiten sind hier relativ individuell, aber können sein: Zusätzliche Macht und Befugnis (Prestige und Adel), das Darstellen von Mut und Eifer als ein Effekt der durch den Dienst entsteht (Menschen lieben Mut und schauen eifrigen Menschen auf - Beamte sind weder für das eine, noch andere besonders gut bekannt), ein Glaube - gar überirdisches - das Ihnen Erlösung und Segen verspricht für Ihre Taten oder ganz einfach: Ein Mann dem sie folgen möchten, nicht müssen. (War ja bei mir so, ich hatte jemanden gefunden höheren Dienstgrades der einen Eindruck vermittelte der mich überzeugt hat den Dienst bestmöglich umzusetzen und das sehen wir mit Zelensky z.B. auch).


    Neben dem Praktischen an Umsetzungen zur Ermöglichung einer Wehrpflicht, gab es ja schonmal das Thema "Image der Bundeswehr" was nichts ist als oben genanntes. Die Menschen brauchen Gründe und Pflichtgefühl den Mitmenschen gegenüber und der Republik, sind in einer von Egoismus (Individualismus der über dem Gemeinwohl steht) und anderen Sünden verdorbenen Gesellschaft eines der Werte die im Mangel sind. Daher verstehe ich, aber habe kein Verständnis, wenn jemand ohne konstruktiven Grund beide Dienstmöglichkeiten ablehnen würde. Der Individualismus ist recht stark in unserer Gesellschaft und hat gelernt sich als moralisch über anderen Werten stehend zu verkaufen. Und das ist nur ein Faktor der mir nun ohne großes Nachdenken einfällt, wieso es Mangel an Pflichtbereitschaft gibt dem Volk gegenüber, den Mitmenschen, den Systematiken gegenüber die user bequemes Leben erlauben.


    Rational betrachtet gibt es, außer dem große Aufwad und den teure Investitionen die sich erst über längere Zeit auszahlen, keine Gründe die Wehrpflicht oder den Zivilien Dienst abzulehnen. Ein Diskurs hier zu ist nur möglich mit Argumenten und ein "ich will aber einfach nicht" ist nicht konstruktiv und bringt keine logischen Argumente, nur ein individuelles Bedürfnis etwas abzulehnen, das einem selbst nicht schadet, aber der Gemeinschaft dient. Erinnertm ich an die selben Begründungen keinen Sport machen zu wollen: Aus dem Antrieb des Nichtstuns.


    Der logistische Aufwand hingegen ist schon heftig. Das ist es woran es scheitern könnte.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Das gute aber ist, dass wir „noch“ die Möglichkeit haben uns gegen Beamte, die ihren Job nicht machen zu wehren. (Ich habe da mal auf ganz demokratischen, legalen Weg, eine Behörde für Monate lahm gelegt und für eine deutliche Verbesserung gesorgt)

    Und ich kenne viele Beamte, die ihren Job sehr gut machen. Dass muss auch mal erwähnt werden.

    Ich fürchte jedoch, dass der „Schuss vor den Bug“, von demjenigen hier geschrieben wurde, dafür sorgt, dass diese Möglichkeiten, seine Rechte friedlich durch zu setzen abgeschafft werden.

  • Das Thema ist nun hier in mehreren Threads aufgegriffen worden, ich möchte hier ein mal, in einem der eher ursprünglichen Themen, ein Update teilen:


    Die ersten knapp 200.000 Schreiben sind nun raus und die Rückmeldung ist spannend, eher unerwartet - zumindest von mir unerwartet: Knapp die Hälfte der 86% beantworteten Schreiben, äußern ein potentielles Interesse zumindest an einem 6 Monatigen Grundwehrdienst.


    Freiwilliger Wehrdienst: Wie ist der aktuelle Stand?
    Seit Januar müssen 18-jährige Männer in Deutschland einen Fragebogen ausfüllen, ob sie bereit sind, freiwillig Wehrdienst zu leisten. Wie viele haben sich…
    www.br.de


    Der Tonus "Die Jungen Erwachsenen sind faul und scheren sich nicht um ihr Land" und andere Alteisen-Boomer-Vorwürfe scheinen hiermit widerlegt zu sein. Es sind somit um und bei 100.000 Junge Erwachsene die in betracht ziehen sich zumindest grundlegend ausbilden zu lassen durch die Bundeswehr. Das ist eine sehr stattliche Summe für den ersten Schwank an Ausrufen.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Wenn nun bis 70 Jahre gezogen werden kann, Stelle ich es mir so, wie im Film : " R.E.D. - Älter, Gärter, Besser " vor !

    Übrigens sehenswerte , leicht lustige Kost mit Bruce Willis

  • Ich denke hier ist der Berührungspunkt noch etwas kritisch, denn eigentlich ist die Wehrpflicht mit neun Monaten nicht verbunden mit Auslandseinsätzen. Es ist "nur" eine Ausbildung über neun Monate, ohne Einsatzverpflichtung. Also sinngemäß wird der Wehrpflicht derzeit viel kritischer betrachtet als sie eigentlich ist. Es sind neun Monate lernen in einer Gruppe zu funktionieren, Befehle zu verstehen, Hierarchien anzunehmen, Kompetenzen aneignen, stabil und robust zu werden - psychisch und physisch.


    Aber verbunden, so scheint es mir, wird die Wehrpflicht direkt mit:
    Ich muss in den Krieg. Doch dem ist nicht so.


    Altmännergelaber hier:

    Es schadet den neuen Generationen nicht etwas Struktur und Disziplin kennenzulernen in einer Welt in der jeder sonst mit Samthandschuhen angefasst wird, sich identifizieren kann als Fuchs und Dreigeschlechtlich, wo jeder behandelt wird wie eine sanfte Schneeflocke, in einer Welt die falsche Rücksicht verspricht den individuellen Kinkerlitzchen nach.


    Es hat auch mir nicht geschadet. Weitere Verpflichtungen nach den 9 Monate ohne EInsatz gibt es nicht, jeder darf im Anschluss selbst entscheiden ob er/sie eine berufliche Laufbahn bei der Bundeswehr einschlagen möchte und wenn nicht,dann zurück in's zivile Leben, nur eben etwas robuster - psychisch und physisch - als vorher.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.