Beiträge von Bierbrauer1988

    Da gebe ich dir definitiv recht.

    Auch wenn meine Vorfahren zu den Leuten gehörten, die zwar nicht viel Geld, hatten, aber ihr Silberbesteck gegen ein paar Kartoffeln eintauschen mussten.

    Wenn die Kinder Hunger haben, gibt Frau halt alles weg.

    Genau.

    Ich denke so wird es sich auch im Bezug auf Genussmittel wie Alkohol und Zigaretten sein.

    Sicher, in einer Krisenzeit wird man nicht gleich am Anfang mit sowas aufwarten, sondern bezahlt noch mit Geld. Aber wenn man irgendwann nicht mehr an Geld ran kommt, kommen halt die Genussmittel und "Luxusgüter". Also Dinge, die man nicht als Lebensnotwendig erachten kann. Wobei ich sagen muss: für jemanden der gerne Alkohol trinkt und/oder gerne raucht, der braucht es ja. Und wenn solche Leute nicht mehr die Möglichkeit haben, diesen Konsum zu... naja konsumieren und es zu Ausfallerscheinungen kommt, dann wird für solche Leute die Zeit schlimmer, denke ich zumindest.


    Man stelle sich eine Preppergruppe vor, 10 Menschen. Davon sind 3 oder 4 dabei, die immer ihre Zigaretten brauchen. Ich denke mal, nach einer gewissen Zeit wo sie auf "Entzug" sind, werden sie gewisse Ausfallerscheinungen haben und das wird sich negativ auf die Gruppendynamik und die allgemeine Lage der Gruppe auswirken, bis im Extremfall sogar zur Zerstreuung der Gruppe.

    Ich wollte jetzt kein neues Hochwasserkapitel eröffnen.

    Aber die aktuelle Lage zeigt uns mal wieder, wie wichtig Vorbereitung ist und vor allem rechtzeitige Vorbereitung.

    Ich wohne zwar in dem Gebiet, in dem das Wasser jetzt fehlt, was woanders zu viel runterkommt, aber ich verfolge die Lage.

    Ist ja jemand, der direkt davon betroffen ist und uns etwas schildern kann.

    Zum Beispiel wie sie/er rechtzeitig mit Auto oder Rucksack daraus gekommen ist oder mit den rechtzeitig gefüllten Sandsäcken schlimmeres verhindern konnte?

    Also ich selbst wohne auch nicht in einen Hochwassergebiet. Ich wohne mitten in München. Die Isar ist, glaube ich per Luftlinie, 2km entfernt. Bis die bis zu mir kommt ist die halbe Welt unter Wasser.


    Ich denke, es hängt nicht nur davon ab, ob WIR, also die Bürger etwas daraus lernen, sondern ob diejenigen was in absehbarer Zukunft etwas daraus lernen. Hochwasser gabs schon immer. Es hängt eigentlich mehr von 2 Faktoren ab

    Faktor 1: die Politik. Egal ob die "Politik" in einer Dorfgemeinde oder die Politik die für ganz Deutschland zuständig ist. Wir alle wissen ja: die Mühlen in Deutschland mahlen besonders langsam.

    Faktor 2: die Menschen: WENN mal etwas gegen das Hochwasser getan wird, gibt es besondere Menschen, die immer auch dagegen sind und protestieren.

    Ich erinnere mich mal, als ich noch in Niederbayern wohnte, wie man in der Gemeinde, wo mein Onkel wohnt, die einen alten Deich abreißen wollten um ihn 100 meter weiter "nach hinten" aufzubauen und dabei ihn größer zu machen. Leute die von ökonomischen Parteien und Gemeinschaften waren, waren da strickt dagegen, haben da demonstiert usw. Was wurde dann gemacht? Nichts. Als wir dann vor 10 Jahren oder so das Jahrhunderthochwasser hatten, was brachte da der alte Deich? Nicht viel.


    Was könnte man als direkt betroffene Person machen, abgesehen dass man, wenn man die Möglichkeit besitzt, NICHT in ein gefährdetes Gebiet zu ziehen? Die Lage beobachten aber Vorbereitet sein. Ich meine, auch das Hochwasser wurde vorangekündigt.

    Guten Morgen allerseits.


    Also auch ich möchte hierbei etwas sagen von meiner Uroma und wie ich es in der Zukunft sehen würde:

    meine Uroma lebte im bayerischen Wald auf nen Bauernhof, der der Familie seit Generationen schon gehörte. Vom Krieg selbst haben sie, weil sie ja sehr ländlich wohnten, nicht viel mitbekommen. Also ja sie hörten im Radio und in den Zeitungen aber jetzt direkt involviert waren sie nicht.

    Als jedoch die Lebensmittel knapper wurden, kamen mehr und mehr Leute in die Gegend auf der Suche nach was zu Essen. Egal ob Fleisch, Kartoffeln, Äpfel, Birnen, Milch, Eier, Käse, sogar Brot (meine Uroma konnte gutes Brot backen^^)

    Dabei kamen alle Leute, selbst die, naja so haben wir es schon immer gesagt, die "großkotzigen reichen Städter" kamen. Lebensmittel waren DAS Tauschgeschäft. Aber nur um uns hier zu verstehen, man hat es nicht ausgenutzt. Man hat nur so viel getauscht, was man halt konnte. Was hat meine Familie bekommen? Relativ teure Sachen.

    Angefangen schon Schmuckstücken und Uhren bis hin zu teuren Wein. Meistens wurden Lebensmittel gegen Lebensmittel getauscht. Dann kamen Genussmittel wie auch Zigaretten, Bier, Alkohol. Manchmal aber auch Teppiche, Klamotten.


    So wie sehe ich es in der Zukunft?

    Nun es kommt natürlich drauf an, was man hat und was man braucht. Auch wenn sich die Zeiten verändert haben, so denke ich persönlich, dass das Tauschgeschäft in Krisenzeiten sich vom Grundprinzip her nicht verändert haben. Man braucht halt was man braucht. Und wenn jetzt derjenige, der etwas hat und mit dem man tauschen will, kein gieriger Geldsack ist, kann man auch wenn man ein wenig "mehr" hinblechen muss, gut was bekommen. Daher denke ich, wird man in Zukunft weiterhin versuchen, Lebensmittel zu bekommen und tauscht dafür Sachen ein, die einen in der dort aktuellen Situation wenig bringt. Also auch wieder Genussmittel und Luxusgüter gegen Lebensmittel. Denn wie heißt es so schön? Gold kann man nicht essen.