Wenn ich bei meinen Waldwanderung mit oder ohne Kind in Badelatschen oder Turnschuhen und ganz normalen Klamotten unterwegs bin und wir sind im Allgemeinen 20 km und mehr unterwegs. Dabei treffe ich öfter so ne Typen, die so aussehen und könnte mich totlachen die fallen schon nach 6 km aus ihren schweren Schuhen.
Und preppen und Survival ist nicht immer militärisch und nicht immer mit militärischen Konflikten verbunden.
Das Prinzip Grayman haben die auch nicht so richtig verstanden.
Preppen ist doch auch gut, wenn plötzlich so viel Monat am Ende von Geld ist oder Frau aus irgendwelchen Gründen eine Zeit lang nicht aus dem Haus kann.
Keine Wiederworte meinerseits hier. Du hast recht. Und das witzige für mich hier ist, ich bin einer von diesen Preppern die dir entgegenkommen, denen man ansieht, dass die irgendwas irgendwie paramilitärisches "oder so" machen. Und ich bin auch so einer der nach ..naja nicht 6km ^^ aber nach gut 20km aus den Latschen fällt und die Bundeswehrstiefel verflucht, sich aber dann erinnert durch welches Gebüsch, Gestrüpp und Matsch er gegenagen ist und die Blase am Fuß dankbar nachbehandelt - die wären mit Latschen und Sportschuhen nicht "nur" Blasen geworden. Der der seinen viel zu schweren Rucksack ablegt zuhause und erstmal 2-3 Tage Ruhen muss bei dem Muskelkater. Der der, wenn er als Grey-Man unterwegs ist, dann voraussichtlich 40km schafft ohne zu nörgeln, denn er hat in guten Zeiten mit schlechten Bedingungen gerechnet und trainiert.
Nach nunmehr 10 Jahren in der Prepper Szene, habe ich die Engstirnigkeit aufgegeben, dass es nur "soundso" zugehen muss. Der Deutsche Prepper, ganz spezifisch der Deutsche, ist wie seine Bürokratie - langweilig, schal wie ein Bier ohne Sprudel und unsichtbar wie ein Schatten im Dunkeln. Aber vor allem neigen "Deutsche Prepper" dazu viel zu nörgeln und alles zu verpöhnen was nicht so "normal wie sie selbst ist".
Ich mag Militärzeug! Ich mag starke Gruppen! ich mag coole Ausrüstung und fette SUV's mit hochgelegten Achsen, ich mag Bunker und 12 Monate Vorräte ... aber ich mag auch, das Ende des Monats ganz entspannt zu verbringen, auch in nicht so gtuen Zeiten :) Aber ich propagiere ja auch, dass Preppen alles und überall ist, bei dem man sich irgendwie auf irgendeinen "unglücklich dooffen Fall vorbereitet". Also auch vollkommen alltagstauglich und normal.
Als Normie unterwegs durch's Leben ohne Probleme - weil man ja gepreppt hat.
Und als Überlebender unterwegs durch die Apokalypse - weil man ja gepreppt hat.
Beides ist Preppen.