Leuchstäbe - habt ihr sowas und wozu?

  • Moin moin,


    da mein Bugout eigentlich Solo gedacht ist und ich stets mindestens zwei Taschenlampen am Mann habe war das bisher sekundäre Priorität, aber es war auch nur eine Frage der Zeit bis ich mich auch mit Leuchstäben austatte.


    Nun sind sie da:

    Meine Einmal-Leuchtstäbe


    findemichwiederstöckchen.jpg


    Mein gedachter Nutzen liegt eher nicht am Beleuchten der Umgebung, denn dafür sind stets (s.o.) mind. zwei volle Taschenlampen und eine Stirnlampe vorhanden, sondern eher als Markierer.


    - z.B. wenn man in einer Gruppe unterwegs ist, Abends/Nachts, kann man sich so einen Leuchtstab an den Rucksack hängen um sich gegenseitig nicht zu verlieren.


    - Man kann damit aber auch Location markieren und z.B. eine davon am Camp hängen. Bei Rückreise von z.B. (soltle zwar vorher erledigt sein, aber kann man geschehen) Holzsammeln oder Auskundschaftungen spät Abends/nachts ist es einfacher das eigene Camp wiederzufinden.


    Ich denke diese dienen eher der Navigation.


    Habt ihr solche Leuchtstäbe bei Euch, im Stash oder im BOB (vllt ja sogar im EDC) und wenn ja, wofür gedenkt ihr haben Sie einen Nutzen?

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Ich kenne die Dinger eher aus dem taktisch / militärischen Bereich.


    -Die Dinger (oder andere Modelle) sieht man im Nachtsichgerät wie ein Leuchtfeuer --> Kennzeichnung für Landezonen von Hubschraubern / Sammelpunkten (wobei dazu von Profis eher Infrarotstrahler verwendet werden)

    -Als provisorische Beleuchtung Zelt / CCP

    -Markierung an Checkpoints z.B. von der "Fahr hier noch ein Stück weiter und finde raus wozu dieses Knicklicht ist" Linie


    Ich hab meistens auch welche am Mann, wozu genau ist immer die Frage.

    "All the places I've been and things I've seen

    A million stories that made up a million shattered dreams

    The faces of people I'll never see again

    And I can't seem to find my way home"

    ~Far from home by Five Finger Death Punch

  • Gerade im Urbex Bereich wenn man unter Tage geht sind die Dinger Gold wert, sei es zur Markierung der Personen oder des Weges.


    Als wir mal im Walt Lager aufgeschlagen haben, haben wir das Lager auch rund um beleuchtet. Beziehungsweise wichtige Punkte markiert.

  • Haaaa! Endlich mal etwas, was ich todsicher nicht haben will, ausser die winzigen Neffen von den Knickies aus dem Angelbereich. (Wenn man zB nachts mit Werkzeugen hantiert und die nicht verlieren will).


    Das eigene Lager schneller wiederfinden - Charmante Idee, aber ist auch eine Einladung das andere einen leichter lokalisieren. Im Dunkeln hampel ich auf unbekannten Terrain nicht gerne herum weil automatisch die Verletzungsgefahr steigt.


    Nachts in der Gruppe sind die Biester wirklich gut - da habe ich aber dimmbare LEDs mit variabler Farbeinstellung.

  • Yoah, es ist nicht umweltfreundlichste Idee (bei korrekter Entworgung vermutlich nicht ganz so wild), aber praktisch. 10 Stück verbrauchen nicht so viel Platz, man kann fix auch mal eine ganze Gruppe austatten um sich temporär sicher fortbewegen zu können. Kurz mal dem Kumpel links und dem Kumpel Rechts 2-3 mitgeben.


    Auch ich setze hier auf Batterie und Akku, aber die Praktibilität ist hier schon ganz geil.


    -Markierung an Checkpoints z.B. von der "Fahr hier noch ein Stück weiter und finde raus wozu dieses Knicklicht ist" Linie

    Kombiniert mit Absprachen funktioniert das vermutlich echt gut. Vor allem ist es für Uneingeweihte eher "Aha, hier irgendwo irgendwie ist oder war jemand" für Eingeweihte ist das eher "Okay, von hier 1000m Nord-Nord-Ost"


    Einer ist nun "gezündet". Die Lichtausbeute ist nun nicht so der Renner, wirklich nur zum Markieren, nicht Weg beleuchten. Wir schreiben Freitag den 5ten Dezember 2025 22:00 Uhr. Ich melde mich sobald die wieder aus ist oder kaum noch leuchtet. In Erwartung an hoffentlich mindestens eine Stunde (Sind die Billigteile vom Temu). Musste auch kurz zögern, die sind saurobust, aber auch diese sind zum Knicken.

    leuchtstäbe.jpg

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Kombiniert mit Absprachen funktioniert das vermutlich echt gut. Vor allem ist es für Uneingeweihte eher "Aha, hier irgendwo irgendwie ist oder war jemand" für Eingeweihte ist das eher "Okay, von hier 1000m Nord-Nord-Ost"

    Ach so, ich meinte das auf "Sicherheitscheckpoints" bezogen.

    Szenario: Du betreibst einen Checkpoint mit Sicherungsteam, ist alles abgesperrt, Straße ist blockiert, Schilder stehen und und und. Dann kommt ein Fahrzeug (in der Ferne / ggf. durch Drohne aufgeklärt), dass verdächtig ist / auf dich zu rast / was auch immer. Einer aus deinem Team gibt nun (je nach Rules of engagement / Auftrag und Lage) Warnschüsse über / neben das Fahrzeug ab, jemand anders wirft das Knicklicht Richtung Auto. Sollte dieses Auto die "Knicklichtlinie" überfahren, trotz Warnung etc. wird auf den Motorblock / das Auto (auch hier je nach Rules of engagement) geschossen.

    Hinweis: Das Ganze ist natürlich ein militärisches Konzept, dessen Anwendung hier unwahrscheinlich bis unmöglich ist, es dient nur der Verdeutlichung vom Gebrauch der Knicklichter.

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  • In Bezug auf taktische Nutzen fällt mir nur ein, was in "Der totale Widerstand" von Major Dach steht: Ich meine mich zu erinnern, dass es dort auch um Checkpoints ging. Befreundete Fahrzeuge werden mit Knicklichtern im Armaturenbrett gekennzeichnet. Das erkennt man sogar wenn die Autos sehr schnell fahren. Werden also durch gelassen. Alles, was kein Knicklicht hat, wird bekämpft. So ungefähr.


    Ich habe davon auch ein paar im Vorrat. Ich finde die werden arg unterschätzt!! Die Nutzungsmöglichkeiten sind doch unendlich.

    Man kann sie bedenkenlos an Nachbarn bei Stromausfall verteilen, denn sie kosten fast nichts in der Anschaffung, man kann sie nahezu unendlich lange lagern, und die Nachbarn können damit nicht das ganze Haus abfackeln, im Gegensatz zu Kerzen.


    Das Licht reicht um nachts eine Karte zu lesen oder Ausrüstung im Rucksack zu suchen. Mir jedenfalls!!

    Und um sich innerhalb von Gebäuden notdürftig zurecht zu finden reicht es auch.


    Als Notsignal, an einer Schnurr schnell geschleudert, entsteht ein Lichtkreis der sehr weit sichtbar ist. Lautloses Signal ist immer gut!! Muss natürlich vorher abgesprochen werden.


    Muss bei Gelegenheit dringend noch welche nachordern.


    Im Lost Place auch Gold wert. Gefahren stellen markieren, die Tiefe von Schächten checken, Notbeleuchtung, ....


    Ehrlich, ich liebe die Dinger! :-D ;-b


    Es gibt sie auch in Infrarot. In Verbindung mit einem entsprechenden Nachtsichtgerat steigern sich die taktischen Optionen exponentiell.

    "Wer es nicht schafft sich vorzubereiten, ist darauf vorbereitet es nicht zu schaffen!"

    Einmal editiert, zuletzt von LoneWolfTactics ()

  • Also es sind nun 20 Stunden und das Teil leuchtet immernoch, Stand jetzt nicht mehr ausreichend zum beleuchten, aber an einer Schnur umhergeschleudert ergibt das dennoch etwas Lichtkreis zum auf sich Aufmerksam machen.



    Realistische Nutzungsdauer bei circa 10 Stunden, hab morgens um 6 nochmal gechecked, da war es genug um eine Karte zu lesen und erst recht um von etwas Entfernung gesehen zu werden.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.