Wir sind (erneut) im Russischen Staatsfernsehen

  • Moin Mitprepper,


    ich weiss nicht ob das nun ein Erfolg ist, aber man hat mich erneut im Russischen Staatsfernsehen rezitiert:
    wir sind in russland angekommen.png


    Daher nochmal der Hinweis:
    Es lesen hier alle mit. Wir bleiben weiterhin fachlich und sachlich.


    Schon bisschen spannend und aufregend.

    Da sieht man wie nah der Krieg ist und wie ernst das ist.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Die Rissen sind bestimmt scharf auf seine Vorräte und wollen die Prepper-Szene überfallen ;-)

  • Und was sagt das russische Staatsfernsehen über Dich?

    WIe schonmal gewesen, sie geben nur 1 zu 1 wieder was ich sage. Keine Fake Propaganda hier. Passiver Effekt ist aber natürlich, dass es für die Zuschauer ausschaut, alsob "alle Deutschen nun preppen" (ach wie wünschenswert es doch wäre ^^). Das hinterlässt Interpretationsmöglichkeiten.


    - Bereiten sich die Deutschen auf einen Russischen Angriff vor?
    - Haben die Deutschen Angst?

    - Werden die Deutschen zu einer Gefahr?

    - Sollten wir eventuell auch alle nun Preppen?

    - Ist das eine Aufforderung der Deutschen Regierung als Vorbereitung auf etwas was Deutschland plant von dem wir noch nichts wissen?


    Es können viele Fragen aufkommen, denn der Bericht an sich (und die 1zu1 Übersetzung) geben keine politischen Standpunkt und keinen Standpunkt zur Kriegssituation wieder. Es ist nur ein sachliches: "Wir haben zu wenige Bunker" und "Dieser eine Typ bereitet sich vorsichtshalber schonmal vor".


    Und auch daraus kann man mehrere Optionen schlussfolgern:
    - Die Deutschen haben Angst vor Angriffen, denn sie haben keien Sicherheit für Ihre Bevölkerung , sollten Bomben udn Raketen fliegen. Ganz klare feststellung, spielt den Russen ja auch etwas in die Hand.

    - Zumindest einige aus der Bevölkerung, selbst wenn es keine Angst ist, halten es nicht für unrealistisch, dass die Kriegssituation Europaweit/Russlandweit ausartet.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • HAHAHAHA! Genial!


    Sollen sie ruhig denken das ALLE deutschen so ticken. 🤣


    @ Konz: Für dich persönlich könnte das noch in Zukunft zu einem Problem werden als "DAS Gesicht der deutschen Prepper". Drücke daumen das ich mich irre.

    Also es hat schon eine abschreckende Wirkung, wenn man als potentieller Aggressor davon ausgehen kann, dass der potentiell Angegriffene ein Volk voller Prepper hat. Damit könnte man davon ausgehen, dass die Bevölkerung robust und moralisch stabil ist. So hat man nicht nur die üblichen militärischen Hindernisse zu überwinden, sondern auch noch ein Volk das zusammenhält und von sich aus auch Krisen überwinden kann. Gegen so ein Volk würde ich keinen Krieg führen wollen. Die Realität sieht da ja nunmal anders aus und ich denke auch, dass die russische Regierung schlau genug ist zu wissen, dass Preppen immernoch eine Ausnahmeerscheinung ist. Aber beim eigenen Volk könnte das den Bedarf zu Preppen auslösen - könnte also in beide Richtungen gehen. Entweder Abschrecken und demoralisieren "Gegen so ein starkes Volk usw" oder eben die russische Bevölkerung stärken indem sie sich ein Beispiel nehmen. Kann so, kann so.


    Ich verstehe was du meinst, daher halte ich mich politisch bewusst äußerst neutral. Politik ist kein Thema für mich und es wird weder eine, noch eine andere Position bezogen. Unter jeder Regierung ist Preppen möglich.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Gewiss, doch die Verantwortung für seine eigene Zukunft zu übernehmen, in Friedenszeiten ein paar Nächte unter einem Tarp zu verbringen abseits von Technologie und Menschenmengen, seinen Verstand damit konfrontieren wie machtlos man ist bei vielen Kirsen, Zusammenhänge erkennen die unser einfaches Leben ermöglichen und dennoch zumindest teilweise Lösungen für sich zu finden die umsetzbar und praktisch anwendbar sind um in weniger Abhänigkeit von externen Faktoren ein gutes Leben zu sichern - auch sowas stählt bis zu einem gewissen Grad.


    Es fängt schon bei den Klischees an:
    "Wenn ich Hunger habe gehe ich halt in den Supermarkt und hole eine Pizza."

    "Wenn ich krank bin gehe ich halt zum Arzt."
    "Wenn es ein Problem gibt rufe ich halt die Polizei."
    "Wenn diesdas, dann jemand anderes.."


    Was von so jemandem rauszulesen ist, ist, dass das ein Mensch ist, der gemütlich in der wohligen Abhängigkeit zur Hilfe von Außen lebt. Seine Probleme lösen sich durch jemand anderes. Die Lösung für alle Probleme ist: Nach Hilfe rufen - jemand "stärkeres" rufen.


    Ich finde wir Prepper sind nicht selten "jemand stärkeres" - nun natürlich nicht sofort, sobald man behauptet man sei Prepper, aber eben mit gewissen Vorkehrungen, mit einem gewissen Verständnis für Zusammenhänge die es ermöglichen (und entsprechend manchmal auch eben nicht), dass es "jemand stärkeres" gibt auf den man sich verlassen kann. Dass wir nun nicht das Allheilmittel sind von dem jeder Prepper nun ein absolut unerschütterbares selbstverantwortliches Individuum wird, das sollte klar sein. Doch in vielen Bereichen des Lebens sind wir nunmal sowas ähnliches: Wir lösen viele unserer probleme selbst. Etwas das ich jahrelang geglaubt habe was "Erwachsensein" ausmacht - da ich nun sowas wie erwachsen bin muss ich meinem jüngeren selbst wiedersprechen: Älterwerden und Erwachsenwerden bringt nicht zwangsläufig Eigenverantwortung mit sich. Rational Lösungen finden und unemotional an Probleme herangehen zur Aufklärung und Verbesserung der eigenen und der der Mitmenschen Situationen - das sind Prepper für mich. Wir machen Dinge, wir regeln Dinge, wir kümmern uns, wir Lösen unsere eigenen Probleme eigenständig.


    Es darf gerne mehr Menschen geben die das tun. Nicht, dass es sie nicht gibt und wahrlich sind sie nicht alle zugleich Prepper (obwohl im Begriff der Definition sind sie das, heisst ja nur "Vorkehrungen treffen für eventuelle Krisen um sie zu lösen, teils noch bevor sie eintreffen). Doch einige der Attachements vom Prepperdasein ist nunmal genau dies: Eigenverantwortliche Lebensweise. Und diese Eigenverantwortung sorgt für das Bilden einer robusten und krisenfesten Person.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Preppen macht einen nicht "hart". Es sei denn Teil deines Prepping Trainings besteht daraus im Winter mal ein paar Wochen auf der Straße als Obdachloser zu leben.


    Krieg und Entbehrungen machen Individuen hart und Leidensfähig.

    So wie die Generation während, und kurz nach den 2. Weltkrieg in Deutschland. Tschetschenen sind hart, die haben ganze Generationen im Krieg gelebt. Nordkoreaner sind hart. Klar so will kein Hund leben, aber Entbehrungen und Verlust stählen einen Menschen, lehren ihn sich durchzubeißen und Leid klaglos zu ertragen. Und damit meine ich jetzt nicht "oh mein Bafög ist schon wieder verprasst, jetzt muss ich bis zum Monatsende Toast essen" oder "ich hatte diesen Monat kein Geld für Kippen über"

    Wir leben in einem 1.Welt Land, in einer Wohlstandsgesellschaft und Deutschland hat seit 80 Jahren keinen Krieg mehr gesehen. Wir sind der übergewichtige Fettsack im Walmart-Scooter.

    Vielleicht muss man auch nicht unbedingt hart sein, um eine Krise zu überstehen, sondern einfach nur gut vorbereitet, gut aufgestellt, flexibel und anpassungsfähig.


    Und die Bequemlichkeiten, in denen wir leben, sind sowieso sehr ungesund.

    Daher ist es Jedem zu raten, bei jedem Wetter so viel wie möglich zu Fuß zu laufen, so wenig wie möglich zu heizen und sich nicht ständig satt zu essen.

    Auch Langeweile muss trainiert werden.

  • Im Grunde widerspreche ich dir hier in deinen Punkten auch nicht. Das sind auf jeden Fall wichtige Punkte.

    Meiner persönlichen Erfahrung kommt es aber am Ende immer nur darauf raus wie viele Schläge man einstecken kann und trotzdem weiter macht. Pläne und Vorbereitungen sind sicherlich hilfreich, aber jeder hat einen Plan bis er ins Gesicht geschlagen wird. Wenn es hart auf hart kommt und man trotz aller Vorbereitungen an seine Grenzen stößt zählt nur wie zäh man ist, wie viel man einstecken kann und trotzdem weiter macht. Das sind meine persönlichen Erfahrungen aus Auslandseinsätzen, Einzelkämpfer Lehrgang und einiger anderer privater Erfahrungen.

    Stimme dir zu. (Persönliche) Ressilienz entwickelt sich insbesondere in Extremsituationen. Ist halt ein Mindset Ding ob man weitergeht (vgl. etwaige Märsche mit Gepäck, deren rationaler Sinn sich dem Durchführenden nicht erschließt) und vor allem wie man in Extremsituationen handelt. Das zu trainieren ist schwer bis unmöglich, sowas muss man "erleben". Ich kann auch aus den Erfahrungen einiger Auslandseinsätze sprechen. Vorbereitung, Fitness und das Handwerk beherrschen ist das eine (um nicht im Extremfall zu "freezen", der Wille durchzuziehen aber eine ganz andere Nummer.

    "All the places I've been and things I've seen

    A million stories that made up a million shattered dreams

    The faces of people I'll never see again

    And I can't seem to find my way home"

    ~Far from home by Five Finger Death Punch