Wegen dem Hersteller, ja hast du recht. Natürlich kommt es immer aufs produkt an.
Ich finde es nur immer wieder interessant wie unterschiedlich das innerhalb der Eu dann doch alle handhaben mit Medikamenten -und scheinbar auch Zulassungen 😅
Zb. Ist Cytotec in Italien in der Geburtshilfe wohl (zumindest laut aussage des FA damals ) zugelassen. Was ja in DE auch nicht der Fall ist (oder zumindest vor einigen Jahren noch so war).
Zugelassen war das immer, Frage ist wofür. Die klassische "Cytotec 200 mykogram" war immer ein Magenmedikament, Misoprostol nicht. Genutzt wurde das als "Off-Label-Use" (also für einen anderen Zweck als den Zulassungszweck, was bei sehr vielen Medikamenten der Fall ist). Aber anderes Thema.
Es gibt sowohl EU-Weite Regulierungen (hier [1], als auch von den Ländern eigene Verfahren. Auch die Apothekenpflicht (die in DE mit am schärfsten ist), ist in anderen EU-Ländern anders geregelt. Nasenspray oder Ibuprofen gibt es z.B. in Polen an der Kasse eines Supermarktes oder in den USA (nicht EU, ist mir klar) in einer 500 Stk. Packung [2]. Hat alles Vor- und Nachteile.
Eigenes Ermessen ist immer sinnvoll, aber auch die Beratung durch Arzt oder Apotheker. Man muss ja nicht sagen "Ich bereite mich auf den Weltuntergang vor, wie viele Tonnen Paracetamol sollte ich lagern" (satirisch gemeint).
Aus meiner medizinischen Praxis sehe ich aktuell primär das Problem, der "Gesundheitserziehung" bzw. das Bewusstsein darüber. Viele Patienten meinen Sie wüssten es besser (durch Google oder so) und hören einfach auf ihre Tabletten zu nehmen. Das führt dann zum Besuch bei MeerMann in der Notaufnahme. Auseinandersetzen unbedingt ! Aber auch auf die Profis hören und in der Zusammenarbeit Veranwortung für die eigene Gesundheit übernehmen.