Das ist etwas das wir nicht so einfach ausklabüstern können. Ich verstehe wieso das wirken kann wie Ablenkung und Propagandaschürerei, aber unrealistisch ist das dennoch nicht. Es gibt keine Jammer im Luftraum sensibler Standorte und diese Drohnen sind sauklein und sauschnell.
Sehen wir das mal realistisch:
Es fliegen 3-4 Drohnen über einem sensiblen Stützpunkt. Was sollen die Soldaten oder Sicherheitskräfte tun? Mit Nato7,62er draufschießen? ^^ Eher untreffbar (und gesetzlich kritisch, scharfe Munition in die Luft zu schießen, Riccochets und so). Punktuelle EMP-Waffen haben die nicht. Konterdrohnen auch nicht. Und eine Aufzeichnung seitens des Personals für die Öffentlichkeit ist eher eine geringe Relevanz / geringe Priorität in der Situation.
Auch ein Dulli wie ich köntne sich fix eine Chinadrohne kaufen beim Temu und losfliegen - es gibt keine technischen Hindernisse dies nicht zu tun. Schön mit 4K Auflösung Atomwaffenstützpunkte auskundschaften, dem steht nichts im Wege außer die Zusage Gesetze einzuhalten.
Auch sind diese Drohnensichtungen (ich spreche nicht von fliegenden Untertassen, sondern Spionage die weitgehends unbemerkt bleibt oder unbemerkt bis es zu spät ist) sind voll realistisch. Ein sehr SEHR einfacher Weg an Informationen, Geodaten und Bilder an Ausrüstung und Ausbildung feindlicher Einheiten zu kommen. Und wie gesagt: Man kann da nichts gegen tun, diese Scheissdrohen sind wie Mücken: Klein, wendig, schnell. Jetzt hier und in 'ner Sekunde weg. Für Angst-Propaganda reicht das Thema nicht meiner Meinung nach, das ist zu filigran und zu ungreifbar - nicht genug Trigger um zu sagen "Yo, ab zum Militär, ich muss diese Drohnen bekämpfen!" Was das angeht gibt es, voraussichtlich auch Aktive, Maßnahmen die deutlich effizienter sind in der Überzeugung des Bedarf an hauseigenem Militär.
Wenn ich feindliches Land wäre, dann wären Drohnen zur Aufklärung auch meine erste Wahl. Benötigt wenig Ressourcen, wenig Personal, wenig technische Kompetenz und ist praktisch unmöglich abzuschießen oder nachzuverfolgen.