Wie, warum , und wie diese Instabilitäten entstehen, hat Stefan im heutigen Video , fast schulmässig , erläutert, ganz einfach das es jeder versteht.
Okay, so wie ich verstehe hatten wir vorher das Problem, dass "genug" produziert wurde und bei Mehrbedarf zugeschaltet wurde. Heute haben wir das Problem, dass zu viel produziert wird und abgeschaltet werden muss stattdessen. Vom Regen in die Traufe. Wobei ich "zu viel" gar nicht als Problem verstehe, zu wenig und spontan dazu produzieren müssen, das klingt eher nach einem Problem - eines das wir nun ja nicht mehr haben.
Generell stimme ich jedoch zu - ohne den Zusätzen von recht direkter Mitteilung eines erwartbaren Blackouts - dass so viele Dispatch-Eingriffe eine erhöhte Fragilität mit sich bringen. Je mehr Zahnräder im System sind, desto mehr potentielle Fehleranfälligkeiten können vorkommen. AUßER die Dispatch-Aufgen sind nach Klischée "Deutscher Gründlichkeit und Pünktlichkeit" umgesetzt. Da muss man halt differenzieren "Wieso gibt es so viele Eingriffe?" und die Antwort ist "Wir produzieren zu viel und wissen nicht wohin damit und die Leitungen können diese Menge an Strom nicht unbeschadet weiterleiten". Das habe ich dem nun entnommen.
Bessere und mehr Leitungen sind hier die Lösung, so sagt der Stefan das ja auch, nicht wortwörtlich, aber inhaltlich, um eine Überlastung des Netzes durch zu viel Strom zu vermeiden. Das würde auch die notwendigen Dispatch-Eingriffe verringern. Dennoch brächte es, auch mit deutlich weniger Dispatch-Eingriffen, wieder zusätzliche potentielle Störfaktoren mit sich: Mehr und längere Leitungen bedürfen mehr und intensiverer Beobachtung und Pflege.
Regionale Unterschiede in vorhandenen Energiequellen und eine sich ändernde Konstellation dieser Energieressourcen sind das nennenswerteste Hinderniss eines Ausbaus auf Regenerative Energiequellen. Wo es im Norden doch so viel Wind gibt, oftmals auch zu viel hinsichtlich Produktion von Strom, so gibt es im Süden viel Sonne, oftmal auch zu viel hinsichtlich Produktion von Strom.
Noch mehr dezentrale einzelne kleinere Anlagen, insbesondere noch vor einem weiteren Ausbau zusätzlicher querverlegter Leitungen, sehe ich hier ebenfalls als ein zusätzliches Problem. Noch mehr PV Anlagen und Co braucht es nicht. Wir überproduzieren doch bereits. Und dann macht es das Redispatchen nur noch schwieriger, je verteilter und kleinbündiger die Produzierenden Anlagen sind.
Sehr gutes Video, danke für's Teilen Robinson 
Als "instabil" kann ich das dennoch nicht bezeichnen, denn die Maßnahmen sind vorhanden um die Stabilität zu gewährleisten und die Zahl der vielen Dispatches beweist, dass wir eben doch fähig sind das Stromnetz stabil zu halten, auch unter derzeitigen Zusatzproblemen durch die Veränderung der Energielandschaft. Der weitere Ausbau von Nord-Süd und Ost-West Verbindungen glättet die Spitze der manuellen Eingriffe.