'Polykrise' Ausnahmezustand? Ja, bitte!

  • In Zeiten der Polykrise sollten wir aufhören, an einer Pseudo-Normalität festzuhalten, und vor allem die Gefahren durch Klimawandel und Rechtsruck anerkennen. Nur so lässt sich dem totalitären Ausnahmezustand entgegenwirken, vor dem Giorgio Agamben warnte.


    Ich habe hier eine interessante Philosopische Betrachtung gefunden - Der Autor und Philosoph Nico Graack befasst sich mit dem italienischen Philosophen Giorgio Agamben...


    Natürlich wissen wir alle längst - es wird kein 'Back to Normal' mehr geben - es müsste einfach mal auch als Solches akzptiert werden.

    Einmal editiert, zuletzt von Konstantin () aus folgendem Grund: Zitat als solches Erkennbar gemacht. Copyright und sowas

  • "Back to Normal" klingt schon sehr nach einem Wahlplakat. "Back to Normal" scheint mir eher ein "so wie früher zu sein", was keine besonders hohe Tragkraft (bei PG) hat - welches früher? Welche Konstellation? War es wirklich "normal und gut" oder nur für "dich" gut? etc pp das ist sehr philosophisch. Faktisch ist: Die Norm wird durch ihre Zeit bestimmt. Manchmal ist es normal, dass Kinder Hungertod sterben, manchmal ist es normal, dass Dauerkrieg ist, manchmal ist es normal, dass es nur noch Arme Menschen ibtt, manchmal ist es normal, dass es allen schlecht geht. Es heisst nicht, dass die Norm immer gut war oder schlecht war - es heisst nur "das ist die erwartete Norm für Subjekt XYZ im Zeitraum ABC".


    Ganz spezifisch bei Absatz "Die totalitäre Normalitätssimulation" möchte ich dem Autor widersprechen.

    Das macht die AFD jedochnicht besser, wenn ich ausführen würde wie ich das interpretieren kann.


    Gruseliger finde ich den vorigen Absatz "Notlage und Ausnahmezustand", denn hier zeigt sich, dass Objektive Feststellungen durch Subjektive Entscheidungen überschrieben werden könnten - im rechtlichen Handlungsspielraum. Ich kenne die Gesetze hierzu leider nicht gut genug um festzustellen ob dies auch der Tatsache entspricht, jedoch wenn dem so sei, dann ist das ein sehr fragiler Faktor auf dem eigentlich fetstsellbare neutrale Urteile bauen, wodurch sich das Aushebeln von Gesetzen ergeben könnte und das ist wahrlich nicht die Politik die ich im Grundgesetz kennengelernt habe.

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Selbstverständlich philosophisch - es sind philosophische Betrachtungen^^

    Das explizit im Falle eines Ausnahmezustandes der Staat handlungsfähig bleiben muss und ggf bestehende Gesetze vorübergehend ausser Kraft setzt ist nicht so aussergewöhnlich. Natürlich besteht immer die Gefahr eines Mißbrauchs. Das passiert ja auch aktuell in den USA, sonst hätte da auch kein Krieg gespielt werden dürfen!