Zelt reinigen

  • Also könnte ich auch mein Tarp mal durch die Maschine jagen auf .. 30° und ohne schleudern? Schonwaschgänge oder so?

    Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung.

  • Ich sag nein, nachher bin ich schuld. Aber ja warum nicht. Motorrad Klamotten mit Membran werden so ja auch gereinigt. Vorher die Maschine leer nir 90 Grad laufen lassen.

  • NEIN - guggst du mal hier... Die Diskussion dort würde mich davon abhalten das Tarp, selbst im Beutel in die Maschine zu packen. Ich würde wegen der Beschichtungen in jedem Fall zu einer milden Handwäsche raten, weil man mehr Kontrolle hat. Sonst sickt es je nach Qualität des Tarps im ungünstgen Fall durch dein Tarp und da reicht auch nicht ein Imprägnierspray. Die Recken da im Forum benutzen todsicher alle nur Qulitätstarps, die können sicher mehr ab als die MFH Einfach-Tarps.

  • nur Qulitätstarps, die können sicher mehr ab als die MFH Einfach-Tarps

    Das Gegenteil ist der Fall, diese teuren Teile sind oft erheblich empfindlicher als MFH, Aldi und Co., insbesondere die silikonbeschichteten Ultra-Light Versionen.


    Wir haben tatsächlich öfters das Problem, das wir auf Zelt und Tarp wahlweise Staub oder Schlamm vom Festival haben und dann mit einpacken. Oft auch noch Nass, weils eben vor dem Abbau keine ausreichend lange Regenpause gab.


    Egal, ob wir jetzt aus dem hohen Norden oder nur aus dem Nachbarlandkreis nach Hause fahren, hängen wir Zelt, Innenzelt und Tarp zuhause sofort nach unserer Ankunft zum trocknen/auslüften in den Heuboden vom Nachbarn - Bekannte haben das nicht und nutzen ihren Wäscheständer und das Balkongeländer.

    Wars ein Staubfestival, reicht oft gründlich ausschütteln. Andernfalls bauen wir die Aussenhaut vom Zelt zuhause nochmal auf - wenns regnet, prima, ists trocken, gehen wir mit dem Gartenschlauch drüber. Das Tarp habe ich auch schon flach bei Regen im Garten liegen gehabt, damits sauber(er) wird.


    Richtig groben Schlamm und Modder spült Regen leider nur bedingt ab, da hilft dann nur ein Eimer warmes Seifenwasser (Neutralseife) und ein weicher Handkehrbesen, ähnlich, wie man früher sein Auto gewaschen hätte 😉 danach dann die Reste gründlich mit dem Gartenschlauch abspülen. Wer keinen Gartenschlauch hat, kann auch diese großen Pumpsprüher mit 5 oder 10 Litern Fassungsvermögen nutzen (sollten aber immer nur für Wasser genutzt worden sein - nicht, dass da noch Reste vom Pflanzenschutzmittel drin rumschwappen).

    Wenn das Zelt wieder trocken ist, kann man dann alle paar Jahre mal mit Imprägniermittel drangehen - die meisten Imprägnierungen haben auch einen UV-Schutz, der die UV-bedingte Materialalterung zumindest etwas bremst (egal, was einem die Hersteller versprechen: Sonne tötet).

    Sprühen ist natürlich einfacher, Mittel zum auftragen sind hingegen oft günstiger und ergiebiger. Das geht dann gut mit einer (neuen) Farbwalze/Schaumrolle, je nach Zeltgröße mit langem Stiel/Verlängerung.


    Selbst 100% synthetische Zelte nehmen mit der Zeit einen Geruch an. Unsere riechen direkt nach dem einpacken oft noch nach dem Heu vom Heuboden, beim nächsten Aufbau aber dann wieder nach einer Melange aus Festival, Bier, Schlamm und Heu - wir leben damit, meist hat sich das nach einem Tag wieder verflüchtigt. Oder die Geruchsblindheit zugeschlagen 😃


    Es hat leider nicht jeder Camper einen Garten, in Städten oft auch die Nachbarn nicht. Bekannte von mir aus Hamburg packen ihren Bollerwagen und gehen dann bei schönem Wetter in den Volkspark, wo dann ihr Zelt aufgebaut, gereinigt, imprägniert und getrocknet wird 😊

    Si vis pacem, prepper pro bellum. © by: Rainer Meyer