Auf den Punkt gebracht, könnte man sagen.
Das Kernproblem hier ist, dass wir ja eher private Konvois durchdenken, denn wenn man eine BOL hat und Familie und Freunde mit denen man sich absprechen kann, werden sich dazwischen kaum bis keine erfahrenen Kämpfer finden, eventuell auch nichtmal scharfe Waffen und die BOV's wären vermutlich reguläre private KFZ's, eventuell Camper oder SUV's im besten Fall.
Die, ich nenne das jetzt einfach mal so, "Intellektuellen" (z.B. jemand der sich mit Landwirtschaft auskennt und weiss wie man an der BOL Kartoffeln und Co ordentlich züchtet und erntet) werden erst nach Ankunft wichtig, haben eventuell keine Erfharung in Extremen Situationen, aber müssen genauso sicher transportiert werden wie VIP's. Denn wenn man den Weg geschafft hat, dann braucht es jene die das Bleiben ermöglichen können.
Was ich hier mitnehmen kann:
1. Befehlsketten müssen ganz klar und deutlich sein, keine DIskussionen in einer Stressituation und keine Authoritätshinterfragungen, wenn es hart auf hart kommt. Wissen wer in welcher Situation die jeweilig besten Kompetenzen hat und entsprechend ausführen. Dass man den blöd findet oder so kann man im Anschluss äußern, wenn die Situation überstanden ist.
2. Bewaffnung ist wichtig. Da wir nunmal nicht alle bewaffnet sind, werden auch Angreifer nicht zwangsläufig stark bewaffnet sein. Roadblocks könnten geschehen und die potentiellen Angreifer sind auch wahrscheinlich nicht mit Kalashnikovs unterwegs, sondern eben mit Macheten und Armbrüsten oder was auch immer solche Leute sich in Friedenszeiten aneignen konnten, aber keine langfristigen Vorkehrungen trafen und daher eher Plündern, als mit Prepps zu überleben. Durchaus helfen da auch Rauchgranaten um z.B. Personen von einem nicht mehr manövrierfähigen Fahrzeug in ein anderes zu bewegen. Aber doch, auch Pepperballshots helfen, mit der Annahme, dass die Angreifer/Aggressoren eben keine militärischen Kämpfer sind. Man muss zur Hand nehmen was man zur Hand hat, was man in Friedenszeiten sich aneignen konnte. 30 Pepperballs auf 4-5 Angreifer binnen Sekunden verteilen verschafft einem nunmal doch Zeit zu handeln (es sei denn die Angreifer sind scharf bewaffnet).
3. Fahrzeugführfähigkeiten sind wichtig, man muss auch mal aus dem Stand ein U-Turn machen können und wissen wie man eine ordentliche Vollbremsung mit allem drumundran macht. Auch die Erfahrung und das Wissen um das jeweilig geführte Fahrzeug muss vorhanden um z.B. einszuschätzen ob man querfeldein durch einen Graben fahren kann oder ob das Fahrzeug (und der Fahrer) stecken blieben. Zur Not muss man auch wissen ob man eine Blockade durchrammen kann oder ob das Fahrzeug stehen bliebe. Die zusätzlichen Fähigkeiten und das Wissen sind mir selbst fremd wie z.B. "Wie verhält man sich, wenn ein fremdes Fahrzeug einscheren möchte in den Konvoi" - keine Ahnung, nur Annahmen.
Das größte Hindernis hier ist es, dass wir von privaten Fahrern sprechen, von Familien und Freunden die im Alltag im besten Fall KFZtler sind oder gar "nur" Bürohengste. Solche menschen sind nunmal keine ausgebildeten Kampfeinheiten und deren größte Survival-Erfahrung ist es eine Nacht mit Tarp im Wald geschlafen zu haben. Das heisst aber nicht, dass sich solche Normies machtlos der Situation hingeben müssen - auch diese (ich zähle mich dazu) denken weiter "Was wäre wenn" und brauchen Lösungen, wenn diese auch keine militärisch strategisch lupereine Lösungen sein mögen.
Beispiel:
Ich habe vor Kurzem erst ein Video gesehen wie jemand (zum Glück mit Dashcam, aber leider auch in der Ersten Welt) in einen Roadblock gefahren ist - einfach ein Baum "umgekippt" auf die Straße. Aus den Seiten kamen dann ein paar Männer, sehr schmächtig, mit Macheten auf die Straße. Keiner davon hatte eine Schusswaffe, keiner davon hatte eine Schutzmaske oder andere Ausrüstung - einfacher daily Dress nur eben mit Machete. Wenn in der Situation links und rechts aus dem Auto Jungs jeweils eine Pepperballshotgun raushalten die auf 10m Distanz cm-genau trifft (schon getestet) anfangen Peppeballs in die Fressen der Angreifer zu verteilen, dann kriegen die mit ihren Macheten das Kotzen und Würgen, Schleimhäute tränen und brennen - eine weitere Kampffähigkeit wäre nicht mehr gewehrleistet. Das hätte gereicht um 3-4 solcher Angreifer in die Knie zu zwingen - vorausgesetzt die Schützen haben vor der Krise den Umgang mit jener Waffe geübt. Die restlichen 1-2 kann man mit dem Fahrzeug rammen um sie auszuschalten. Sonst im zweiten Wagen jeweils ein Mitfahrer auf der Rückbank auf jeder Seite mit Armbrust und entsprechend voriger Übung, die können auch jeweils einen Angreifer ausschalten.
Angreifer sind auch in einer Krise nicht zwangsläufig stark bewaffnete militärisch trainiert Einheiten. Es sind auch Normies, nur eben welche die sich nicht vorbereitet haben und Aggressionen und Gewalt als Handlungsoption wahrnehmen um zu überleben. Die meisten davon lassen sich auch ohne scharfe Waffen in die Knie zwingen. Genug um eine Weiterfahrt zu gewährleisten.
Lieber teilweise eine Chance, als gar keine. Lasst Euch die Pepperballluftgewehre, Armbrüste und sonstige nicht kleinreden. Mehr dürfen wir Normies ja eh nicht führen / besitzen.