Vorbereitungen für den "Dürresommer" & Waldbrände

Woher kommt die Information des Dürresommers?

Ich habe für Euch recherchiert und festegstellt, dass einige Berichte übrspritz sind. Offiziell kam die Nachricht aus dem Hause des Deutschen Wetterdienstes, wobei von dort aus berichtet wurde, dass der 2019er Sommer eventuell ein Dürresommer sein könnte unter gewissen Voraussetzung wie dem Ausbleiben des Regens. Beachtet das deutliche Konjunktiv. Die Nachricht wurde schnell in anderen Medien verarbeitet und in polarisierender Weise verbreitet. Also keine Panik Mitprepper, es steht noch nicht in Granit gemeißelt, dass Deutschland zur Sahara wird.


  1. Berliner Zeitung
  2. Welt.de
  3. Focus.online
  4. Manager Magazin
  5. Zeit.de

Dennoch macht es Sinn, insbesondere wenn die Option eines Dürresommers besteht, sich Gedanken zu machen welche Auswirkungen das hätte und wie wir uns darauf vorbereiten können, dass falls wir einen sehr trockenen Sommer bekommen, wir als Prepper keine Nachteile dadurch haben.

Welche Auswirkungen hätte ein Dürresommer?

In erster Linie, und das erklärt sich denke ich von selbst, leidet die Ernte sämtlicher Pflanzen unter einem heißen und trockenen Sommer, so wird unter anderem deutlich weniger Getreide eingefahren. Das Getreide ist nicht für unsere Lieblingsweizenprodukte, wie die unendlich haltbaren Nudeln, notwendig, sondern auch für die Viehzucht essentiell. Das widerum bedeutet, dass unsere Landwirte für die Ernährung unserer künftigen köstlichen Stakes Getreide importieren müssen oder auf ungesündere Ersatzernährung zurückgreifen müssen. Dadurch ergeben sich widerum zwei weitere Nachteile: Die Fleischproduktion wird deutlich teurer oder qualitativ minderwertiger durch Ersatzernährung.


Ein weitere offensichtliche Auswirkung ist das Austrocknen etlicher Gewässer und das Sinken des Grundwasserspiegels. Das widerum wirkt sich erneut auf die Landwirtschaft aus, sowohl auf den Gemüse und Getreideanbau alsauch auf die Viehhaltung.

Gemüse, Getreide und Fleisch werden teuer!

Der Otto-Normal-Konsument bekommt demnach die Auswirkungen eines Dürresommers überwiegend im Preis von Getreideproukten, Gemüse und Fleisch zu spüren.

Welche Vorbereitungen sind am sinnvollsten?

Das wunderbare an der ganzheitlichen Preparedness ist, dass wenn man sich an allgemeine Grundregeln des Preparedness hält, man auch für einen Dürresommer überwiegend vorbereitet ist, selbst wenn man sich nicht spezifisch dafür vorbereitet. Als erste grundlage empfehle ich die " Dritte Säule des Preparedness: Lagerung & Bevorratung [Bug-In] " zu lesen und umzusetzen, damit hat man bereits allgemeine Vorbereitungen abgesclossen die hilfreich sind.

Zusätzliche Maßnahmen können die nachfolgenden sein:

  • Regentonnen aufstellen um Nutzwasser aufzufangen und zu bevorraten
  • Zusätzliches Trinkwasser einlagern (bevorzugt in Flaschen aufgrund der sich lösenden Mikroplastikteilchen über längere Lagerzeit)
  • Wasserfilter bevorraten um aus Nutz- Trinkwasser herzustellen (z.B. den SAWYER Mini oder Katadyn Geräte)
  • Wassernutzung reduzieren (Garten nur mit Nutzwasser bewässern, Duschen statt Badewanne nutzen)
  • Dosenfleisch einkaufen und einlagern (Falls die Fleischpreise angehoben werden)
  • Getreideprodukte bevorraten (Preissteigerung möglich)
  • Dosengemüse einlagern (Preise könnten für frisches Gemüse extrem hoch sein)
  • Bei bekanntem eintretendem Wasserstop Badewanne und EImer mit Wasser füllen

Wichtiges für Outdoor & Bushcraft

Insbesondere in solch einer trockenen Sommerzeit müssen wir uns an die sowieso bereits geltenden Regeln bezüglich des Erstellens einer Feuerstelle halten.

  • Auf offenes Feuer verzichten
  • Zigaretten ausmachen und entsorgen, mitnehmen
  • Hobokocher anstatt Lagerfeuer nutzen
  • Auf starke Verwurzelungen achten und insbesondere dort auf Feuer verzichten
  • Löschwasser bereit halten und rechtzeitig löschen
  • Falls absolut unumgänglich, dann nur kleine Feuer machen
  • Feuerstellen eindämmen durch z.B. Steinkreis

[BILDQUELLE: https://stocksnap.io/photo/XG0SVIHZDR]

    Kommentare 3

    • Egal ob es ein Dürresommer wird oder nicht, bei uns ist schon Waldbrandstufe 4 bis 5. Also bitte daran denken, keine Zigaretten mehr aus dem Fenster zu werfen.

      • Da lebe ich im Süden von NRW noch im "gelobten Land". Regen gibt es noch regelmäßig aller 3 bis 4 Tage.

        Die ersten Talsperren haben bereits Wasser ablassen müssen (Hochwasserschutz). Waldbrandgefahr besteht hier noch nicht. Anders war es letztes Jahr. Was dieses Jahr kommt, sind nur Spekulationen.

    • Ob der Sommer so trocken wird, wissen wir noch nicht.

      Dennoch habe ich vorgesorgt. Letztes Jahr ist mein Garten vertrocknet. Zur Zeit habe ich ca.9000 Liter Wasser in reserve. 4 Fässer a 1100 Liter (an die Dachrinne angaschlossen) plus den Brunnen im Keller. Dazu habe ich eine neue Pumpe gekauft. Wenn das Regenwasser aus bleibt, befülle ich die Fässer aus dem Keller.