BUG OUT in Deutschland überhaupt möglich?

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TPrepper

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BUG OUT in Deutschland überhaupt möglich?

von TPrepper am 01.01.2017 19:57

Hallo Zusammen,

Ich les immer BUG OUT, wenn ich mir dann die Karte von Deutschland ansehe gibt es nur wenige Ecken wo dann noch Platz ist. Deutschland ist dicht besiedelt. Der Wald den man sich so vorstellt ist dann, wohl schon besetzt. Und große Entfernungen zurücklegen scheidet höchstwahrscheinlich aus, entweder man steht im Stau, es gibt offizielle Straßensperren, oder man ist als eines der wenigen funktionierenden Fahrzeuge Angriffsziel Nr1.
Zu Fuß braucht man nur mal versuchen in das nächste Nachbardorf zu kommen, ohne zu nahe an einem Haus vorbeizukommen, da eine große Entfernung zurückzulegen... naja.
Und zu Hause einbunkern, na ja wie lange hält man einen Belagerungszustand durch?
Das wichtigste ist wohl eine starke Gemeinschaft zu schaffen.

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Carlos

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Re: BUG OUT in Deutschland überhaupt möglich?

von Carlos am 03.01.2017 00:51

Naja es kommt drauf an in was fur einem umfeld du wohnst ,und das du dich diesbezüglich auf deine situation anpasst . In einem bayrischen bergdorf oder im harz hast du schon noch einiges an möglichkeiten genauso im schwarzwald . In der Grosstadt solltest du dich eher im urban survival bereich fitmachen und mehrere fluchtrouten fur dich planen sowie depots ein paar goodies bereit hälst .

Frohes neues noch  

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Konz
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Re: BUG OUT in Deutschland überhaupt möglich?

von Konz am 03.01.2017 17:25

Das sinnigste meiner unfachlichen Meinung nach ist es eine Mischung aus BugIn und BugOut vorzubereiten.
Zum einen ausreichend Vorräte und Ausrüstung für einige Owchen minimum.
Zusätzlich dazu ein paar Wege um die Stadt / das Dorf zu verlassen an einen Ort an dem man verweilen kann, wieder einige Wochen.

So hast du dann ruckzuck bis zu drei Monate vorgesorgt.

Der einzige schlecht einschätzbare Faktor ist dann der Mensch.
Wie man mit Angreifern / Belagerern umgeht sollte man sich vorab schon überlegen.

Sehr nützlich, aber meist kaum praktikabel, ist es in der Nachbarschaft einige Gefährten suchen.
Ob die dann kooperativ sind oder nicht ist wieder ein Faktor den man nicht theoretisch durchsprechen kann.

VG, Konz

"Der Unterschied zwischen Panik und klarem Verstand ist die Vorbereitung."

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Angelika

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Re: BUG OUT in Deutschland überhaupt möglich?

von Angelika am 02.02.2017 22:25

ja, einer unserer Nachbarn sagte auf unseren Kommentare, dann habe er nichts zu essen, wenn doch mal was passiere, schliesslich "warnte" die Bundesregierung ja auch schon mit ihrer Aufforderung zur eigenen Notversorgung. Nun ja, dieser Nachbar sagte dann ganz entrüstet und energisch, "dann hole ich mir mein Hühnchen schon" (ein anderer Nachbar hat nämlich im Gehege laufende Hühner). Da weiss man dann schon, wie der Hase läuft, nicht selber verantwortlich für sich vorsorgen wollen, aber dann bei anderen klauen gehen. LG aus dem Wendland.

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Esther

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Re: BUG OUT in Deutschland überhaupt möglich?

von Esther am 03.02.2017 12:21

Ich bin in den ehemaligen Osten gezogen, in eine recht strukturschwache Gegend, wo die meisten Häuser so aussehen wie meines, da die wenigsten hier genug Geld haben um teure Handwerker zu bezahlen. Dafür sieht man hier auch in jeden zweiten Garten die Feuerholzberge für die nächsten drei Jahre und muss im Sommer regelmäßig erstmal die Hühner von der Straße jagen um sie nicht zu überfahren. Hier hat jeder seinen Gemüsegarten und seinen kleinen Traktor daneben stehen. Viele sind hier im Krisenfall besser dran als wir zur Zeit, auch ohne sich aktiv vorzubereiten. Aber wenn ich mich so an die Streiterein ehemaliger Nachbarn erinnere, obwohl ich schon lange nicht mehr in der Stadt lebe, sehe ich tatsächlich schwarz, auch für viele ländliche Gegenden. Und die meisten Sorgen mache ich mir nicht um die armen Schlucker, die jetzt schon improvisieren müssen um über die Runden zu kommen, sondern vor allem um die, die bisher alles hatten und es plötzlich nicht mehr im Supermarkt kaufen können. Die haben das Improvisieren nie gelernt. Man sieht es sehr schön daran, wer hier im Herbst das Fallobst der rund 6000 alten Obstbäumsorten erntet, die die Gemeinde an jede Straße gepflanzt hat und wer sich selbst dann noch Äpfel und Birnen im Penny kauft. Die Johannisbeeren habe ich jedes Jahr für mich alleine und die einzige Konkurrentin bei den Brombeeren ist eine alte Dame, die noch den letzten Krieg miterlebt haben dürfte. Und David im Nachbardorf, der jahrzehntelang ohne Strom in einem Bauwagen gelebt und gearbeitet hat. Der lässt nichts verkommen, was es umsonst in der Natur zu holen gibt.

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Esther

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Re: BUG OUT in Deutschland überhaupt möglich?

von Esther am 03.02.2017 13:21

Wer Allerdings die Flucht ergreift, dem kann es wohl egal sein, wer einem die zurückgelassenen Hühner stielt. Das war ja das eigentliche Thema. In freier Wildbahn werden andere Menschen eine noch größere Gefahr sein, da die wenigsten dort zurecht kommen werden. Auf einer anderen Plattform zum Thema hat mal jemand ausgerechnet wie viele Menschen auf eienen Quadratmeter Wald kämen, wenn nur ein Drittel oder Viertel sich in selbige flüchten würden. Das sähe dann schlimmer aus als am Strand der Touristenzentren in der Ferienzeit. Ich glaube allerdings nicht, dass es so viele versuchen würden. Ich glaube, dass ein Großteil allein von dem Gedanken schon überfordert wäre und lieber bis zum bitteren Ende ausharren und notfalls im Keller auf eine staatliche Evakuierung warten würde. Allerdings ist auch oben genannte Rechnung nicht ganz realistisch, da sich die Menschen nicht gleichmäßig verteilen würden. Um die großen Städte herum würde es verdammt eng werden können. In sehr schwach besiedelten Gegenden halte ich sowas aber sicher noch für möglich. Und meinereiner könnte gut und gerne bis Magdeburg wandern ohne ein Dorf durchqueren zu müssen, was ich im Sommer mal ausprobieren wollte. Nur aus Spaß. Ich wüsste nicht, was ich in Magdeburg sollte...

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Ben

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Re: BUG OUT in Deutschland überhaupt möglich?

von Ben am 06.02.2017 16:40

Moin Esther,

ja zum Spaß kann man so ne Wanderung ja mal machen, aber ich halte eine Flucht vom Land in die Stadt, egal welche, für nicht so geeignet. Und in Magdeburg gibt es ja heute schon wilde Ecken, da will ich dann gar nicht sein wenn nix mehr geht. ;)

Ich selbst wohne in Hamburg, auch nicht besser, aber wenn man sich in seiner Stadt auskennt dann kommt man auch schnell raus. Ich habe mehrere Routen mit deren Hilfe ich nachts ohne Problem ungesehen die Stadt verlassen kann.

Die Rechnung mit den Menschen und dem Wald ist auch wild. Außer die paar verrückten die sich wirklich mehr oder weniger auf ein Ereignis vorbereiten gibt es kaum jemanden der irgendwo hin geht. Vor allem nicht aus der Stadt. Menschen die in Städten wohnen fühlen sich dort sicher. Bis die merken das es unsicher wird (Steine fliegen an die Wohnzimmerscheibe oder so) ist es schon zu spät.

Die beste Vorbereitung ist, zu wissen das wir in unsicheren Zeiten leben und zu wissen das jederzeit was passieren kann. Dann noch ein paar Vorräte in den Keller und ne Idee wie man unbeschadet aus der Stadt kommt. Das reicht schon. Ach ja, und das Wissen das staatliche Hilfen evtl. Wochen oder Monate dauern können, das ist auch noch gut.

Mfg Ben

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Esther

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Re: BUG OUT in Deutschland überhaupt möglich?

von Esther am 07.02.2017 20:31

Wenn ich noch in Hamburg leben würde, hätte ich mir auf Dauer vermutlich versucht ein Boot zuzulegen (was ich hier aber auch noch tun werde). Ich würde, wenn ich tatsächlich genötigt wäre mein Häuschen zu verlassen, vermutlich trotzdem in der Gegend bleiben. Vorausgesetzt es zwingen mich auch diesbezüglich nicht andere Dinge zu einer weiteren Flucht. Hier kenne ich mich langsam ein wenig aus, es gibt genug Flora und Fauna um nicht zu verhungern und außerdem stehen im ehemaligen Osten noch so viele Häuser leer, dass man Winters auch nicht zwangsläufig im Wald übernachten muss. Die werden zwar alle recht schnell geplündert (ja, auch von mir). Aber die großen Kachelöfen sind oft noch drin.
Die Wanderung Richtung Magdeburg hat viel weniger mit dem Preppen oder irgendeinem Training zu tun, als mit meinem momentanen Geldmangel. Im Rückblick kann ich sagen, dass das Reisen mir viel beigebracht hat, auch für den Notfall. Man lernt weit mehr als nur das kochen auf dem Lagerfeuer. Von meinem Krankengeld komme ich zur Zeit nur leider nicht all zu weit. Also muss ich wohl mal die nähere Gegend erkunden. Schaden wirds sicher nicht.

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Angelika

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Re: BUG OUT in Deutschland überhaupt möglich?

von Angelika am 19.02.2017 01:43

Hallo Esther, sobald unser Umzug geklappt hat und wir uns ein wenig von den Strapazen erholt haben, kannst du eine Test-Wanderung zu uns ins Wendland machen, Plätzchen zum nächtigen gibts (Matratzenlager im Haus oder Zelt/Tarp-Platz im Garten). Ich habe dir eine meiner Email-Adressen auf deine Nachricht geantwortet. Schöne Grüsse.

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Angelika

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Re: BUG OUT in Deutschland überhaupt möglich?

von Angelika am 19.02.2017 01:48

ja die vielen Obstbäume hier im ländlichen Bereich sind wirklich fein. Wir haben von der Ernte 2016 diesmal recht viel Trockenobst gedörrt. Das hält sich gut getrocknet in Schraub- oder Weck-Gläsern dicht verschlossen mehr als 3 Jahre. Ein aufbewahrtes Glas mit Dörrbirnen aus 2013 schmeckt immer noch bestens. Lg.

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